Sie sind hier:

Nach Corona-Zwangspause : Luftfahrt-Versicherer sieht neue Risiken

Datum:

Mit den Sommerferien gehen auch die Passagierzahlen in der Luftfahrt wieder nach oben. Der größte deutsche Versicherer sieht durch die Rückkehr zum Alltag neue Gefahren.

Ein Pilot mit Maske im Cockpit eines A320.
Mit den Sommerferien gehen auch die Passagierzahlen wieder nach oben - das könnte neuartige Risiken mit sich bringen, warnt Deutschlands größter Versicherer.
Quelle: dpa (Symbolbild)

Nach einer mehr als einjährigen Zwangspause für viele Piloten und Maschinen steigen die Passagierzahlen wieder deutlich an. Diese allmähliche Normalisierung des Luftverkehrs macht dem Versicherungsunternehmen Allianz Sorgen. Der größte deutsche Versicherer warnte vor den mit der Wiederinbetriebnahme verbundenen Risiken - und vor Passagieren außer Rand und Band.

Die Fachleute des zu dem Münchner Dax-Konzern gehörenden Industrieversicherers AGCS listen in einer Einschätzung die potenziellen Gefahren auf. Dazu gehören außer Übung geratene Piloten und mögliche Schäden an den Flugzeugen, beispielsweise Nester in den Triebwerken, aber auch die aus den USA gemeldeten Fälle tobender Maskenverweigerer an Bord.

Sorge vor "eingerosteten" Piloten

Was Piloten und Flugzeuge betrifft, beziehen sich die Bedenken nicht auf die großen Fluggesellschaften, sondern auf die in der Luftfahrtbranche als "General Aviation" bezeichnete Fliegerei mit kleineren Maschinen vom Geschäftsflug über den Touristenrundflug bis zum Einsatz des Rettungshubschraubers.

Im englischsprachigen Raum macht bereits das Schlagwort von den "rusty pilots" die Runde - eingerosteten Piloten also.

Wenn Leute ihren Beruf anderthalb Jahre teilweise wenig oder gar nicht ausüben können, ist natürlich die mangelnde Praxis mit Sorge zu betrachten.
Till Kürschner, AGCS-Schadenmanager

Probleme mit Insekten

Abgesehen von den Piloten könnten auch monatelang kaum oder gar nicht geflogene Flugzeuge und Hubschrauber zum Sicherheitsrisiko werden. In den USA haben sich demnach vereinzelt Insekten in geparkten Maschinen angesiedelt.

Aus Deutschland sind derartige Fälle laut AGCS nicht bekannt.

Wütende Passagiere als Risiko

Was die kommerzielle Luftfahrt betrifft, so könnten nach Einschätzung der Allianz-Fachleute wütende Passagiere eher ein Risiko darstellen als Piloten oder Flugzeuge - ebenfalls mit Schwerpunkt in den USA. Dort hat die Luftfahrtbehörde FAA seit Jahresanfang gut 3.100 Fälle von "Air Rage" gezählt, zu Deutsch "Luftwut".

Damit sind Passagiere gemeint, die Kabinenpersonal und Mit-Passagiere angreifen, bedrohen oder beleidigen. Diese Zahl ist viel höher als in Prä-Corona-Zeiten.. In 2.350 dieser 3.100 Fälle handelte es sich demnach um Maskenverweigerer.

Bislang keine großen Schadensfälle

"Offensichtlich tun sich die Amerikaner schwerer als andere Landsleute, zu akzeptieren, dass es eine Maskenpflicht gibt", sagte AGCS-Manager Axel von Frowein, der das Luftfahrtgeschäft des Versicherers in Mittel- und Osteuropa leitet. Bislang gibt es im Zusammenhang mit der Pandemie jedoch keine großen Luftfahrt-Schadenfälle bei der AGCS.

Zeichnung eines Arms, der geimpft wird, dazu ein Kalenderblatt: Brauchen wir bald schon eine Auffrischung der Corona-Impfung?

Nachrichten | Panorama - Brauchen wir eine Impfauffrischung? 

Viele Impfungen müssen mit der Zeit aufgefrischt werden. Auch bei Corona könnte das der Fall sein. Welche Szenarien möglich sind - und wovon sie abhängen.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Ein Aufkleber mit der Aufschrift ·Mund und Nase bedecken· ist an der Tür von einer U-Bahn zu sehen.

Nachrichten | heute - Corona: Vorbereitungen auf den Herbst 

Die Corona-Zahlen steigen und auch die Belastungen für das Gesundheitswesen werden im Herbst wohl wieder zunehmen. Wie hat man sich dort auf die kommenden Wochen vorbereitet?

06.10.2022
von H. Mikulas / A. Weise
Videolänge
Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn präsentiert sein Buch im moma Café

Nachrichten | ZDF-Morgenmagazin - Spahn: "Niemand ist immer stark" 

Mit seinem Buch "Wir werden einander viel verzeihen müssen" wolle Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn, CDU, auch zeigen, was der Hass "mit denen macht, die in Verantwortung" waren während der Pandemie.

05.10.2022
Videolänge
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.