Corona: Amtsärzte wollen Maskenpflicht in Innenräumen zurück

    Corona-Neuinfektionen:Amtsärzte wollen Maskenpflicht in Innenräumen

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    Wegen steigender Corona-Neuinfektionen wächst die Sorge vor einer Herbst-Welle. Der Bundesverband der Amtsärzte plädiert für eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen.

    Ein Schild mit Hinweis auf die Maskenpflicht an der Eingangstüre eines Geschäfts.
    Kommt die Rückkehr der Maskenpflicht in Innenräumen? (Symbolbild)
    Quelle: dpa (Symbolbild)

    Die Amtsärzte haben mit Blick auf die hohen Corona-Inzidenzen in Deutschland eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen gefordert.
    "Wir brauchen jetzt eine Maskenpflicht in Innenräumen wie Supermärkten, Geschäften und öffentlichen Gebäuden", sagte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Johannes Nießen, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Die Länder sind am Zug, die Maskenpflicht sofort umzusetzen.

    Johannes Nießen

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    Sonst drohe eine Überlastung des Gesundheitssystems und eine Überlastung der Bereiche mit patientennahem Kontakt wie Kliniken, so Nießen.

    Ausweitung auf andere Bereiche denkbar

    Bei einer weiter steigenden Inzidenz sollte eine solche Maskenpflicht laut Nießen auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden.

    Sobald die Inzidenz über 1.000 klettert, müssen wir auch eine Maskenpflicht für Bars, Gastronomie und Restaurants in Betracht ziehen.

    Johannes Nießen

    Dann hätten "wir nämlich in Wirklichkeit eine Inzidenz von 3.000".
    Eine bundesweite Maskenpflicht gibt es derzeit nur noch in Fernzügen und -bussen, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Darüber hinaus können die Länder sie bei Bedarf in Innenräumen einführen.

    Nießen: Hohe Dunkelziffer bei Neuinfektionen

    Angesichts steigender Inzidenzen werden immer wieder Rufe nach einer Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen laut. Die Inzidenzen geben der Wert der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner und Woche an.
    Nießen geht von einer hohen Dunkelziffer von Infektionen mit dem Coronavirus aus, da viele Menschen bei einem Corona-Verdacht keinen PCR-Test mehr machten, sondern nur noch einen Schnelltest. Diese flössen aber nicht in die Statistik ein.
    Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 687,5 an. Am Vortag lag sie bei Vortag: 687,5. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben.
    Bereits am Wochenende hatte die Deutsche Krankenhausgesellschaft zur Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen plädiert.

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