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Deutsche Bahn und Corona - Kommt ein Zugverbot für Maskenmuffel?

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Aktuell müssen Maskenverweigerer am nächsten Bahnhof aussteigen. Zudem droht ein Bußgeld. Einem Bericht zufolge erwägt die Bahn künftig ein dauerhaftes Zugverbot.

Ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit kontrolliert die Maskenpflicht in einem ICE
Ein Bahnmitarbeiter kontrolliert am Stuttgarter Hauptbahnhof die Maskenpflicht in einem ICE.
Quelle: dpa

Die Deutsche Bahn erwägt die Möglichkeit, für Maskenverweigerer ein dauerhaftes Zugverbot auszusprechen, sofern diese wiederholt ohne Mund-Nasen-Bedeckung in Zügen erwischt werden. Das bestätigt die Deutsche Bahn gegenüber ZDFheute.

"Wer das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den öffentlichen Verkehrsmitteln wiederholt verweigert, ohne eine Ausnahme glaubhaft machen zu können, verstößt gegen die Coronaschutzverordnungen der Länder und begründet somit eine Wiederholungsgefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

Auch die Mitreisenden und die Mitarbeitenden der DB werden durch Mund-Nase-Bedeckung-Verweigerer gefährdet.
Bahn-Sprecher

Den Angaben zufolge beruft sich der Konzern auf Paragraf 4, Absatz 2 der Eisenbahn-Verkehrsordnung. Der besage, dass ein Beförderungsausschluss "bei drohender Gefahr präventiv ausgesprochen werden" könne. Bislang habe man einen solchen präventiven Beförderungsausschluss aber noch nicht verhängt.

Bis Ende Dezember soll die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr verstärkt kontrolliert werden. Zudem will die Deutsche Bahn zusätzliche Sonderzüge einsetzen.

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Bundespolizei hat fast 200.000 Verstöße registriert

Der Sprecher weist darauf hin, dass sich die meisten Fahrgäste vorbildlich verhalten. Dennoch wurden laut Bundespolizei allein zwischen dem 12. September und dem 7. Dezember fast 200.000 Menschen ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung in Zügen und Bahnhöfen angetroffen.

In den meisten Fällen bliebe es bei Ermahnungen. Bei knapp 3.700 Fahrgästen wurden offizielle Verstöße festgestellt. Das heißt ihre Personalien wurden aufgenommen und an die jeweils zuständigen Landesbehörden übermittelt, die nun ein Bußgeldverfahren einleiten sollen.

224 Passagiere mussten in dieser Zeit zum Aussteigen gezwungen werden, weil sie sich uneinsichtig zeigten und keine Maske aufsetzen wollten. Ihnen würde im Wiederholungsfall der dauerhafte präventive Beförderungsausschluss drohen.

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