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Bildungsverbände pochen auf Wechselunterricht

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Corona-Streitpunkt Schule - Bildungsverbände pochen auf Wechselunterricht

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Bildungsgewerkschaften sehen eiligen Nachbearbeitungsbedarf von Bund und Ländern bei klaren Corona-Maßnahmen im Schulunterricht - vor allem beim Thema Wechselunterricht.

Schüler einer 13. Klasse sitzen mit Mund-Nasen-Schutz in einem Klassenzimmer während des Unterrichts. Bildungsgewerkschaften fehlt es nach dem Bund-Länder-Treffen an klaren Maßnahmen für den Schulunterricht.
Bildungsgewerkschaften fehlt es nach dem Bund-Länder-Treffen an klaren Maßnahmen für den Schulunterricht.
Quelle: dpa

Aus Sicht der Bildungsgewerkschaften ist der Bund-Länder-Gipfel zu den aktuellen Corona-Maßnahmen eher enttäuschend verlaufen. Man hatte sich klarere Vorgaben gewünscht - vor allem in Hinblick auf den von vielen Experten angestrebten Wechselunterricht.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelt nach dem virtuellen Treffen von Kanzlerin Merkel mit den Länderchefs: "Es ist völlig unverständlich und sachlich nicht begründet, warum sich die Länder gegen Wechselunterricht wehren, der (...) ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen ist", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Besorgt schauen Rektoren, Lehrer und Schüler auf die aktuellen Infektionszahlen. Was bedeuten sie für die Schulen? Präsenz- oder Wechselunterricht? Schulschließungen? Darüber wird viel gestritten. Etwa in Solingen.

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GEW kritisiert "politisches Abenteurertum"

Das sei vor dem Hintergrund der rund 200.000 Schüler, die laut Kultusministerkonferenz bereits in Quarantäne sind, und der über 3.000 mit Corona infizierten Lehrkräfte verantwortungslos und "politisches Abenteurertum".

Jetzt ist nicht die Zeit, vernünftige, zielführende Vorschläge vom Tisch zu wischen – in der Hoffnung, die Infektionszahlen würden schon irgendwie sinken.
Marlis Tepe, GEW

Im ursprünglichen Papier für die Konferenz seien beispielsweise eine Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen, die Halbierung der Klassen und die Suche nach zusätzlichen Raumkapazitäten vorgeschlagen worden, um Abstände in den Klassen einhalten zu können, sagte Tepe. Am Ende vertagten Merkel und die Ministerpräsidenten die Entscheidung über derartige Maßnahmen bis kommende Woche.

Braucht es neue Maßnahmen, um das Infektionsrisiko an Schulen zu reduzieren? Vorschläge, wie die Halbierung von Klassen, lehnt NRW-Familienminister Stamp im "heute-journal" ab.

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VBE fordert bessere Kommunikation

Auch der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sieht dringend Nachbearbeitungsbedarf. "Von Lehrkräften, Eltern und Schülern dringend erwartete Entscheidungen und mehr Klarheit über das weitere Vorgehen sind zwar nicht aufgehoben, aber mal wieder aufgeschoben", sagte er dem RND.

Er forderte, es müssten klare Werte benannt werden, bei denen bestimmte Maßnahmen fällig seien. Verbessert werden müsse auch die Kommunikation zwischen Ministerien und Schulen. "Es geht einfach nicht an, dass Schulleitungen und Lehrkräfte aus der Zeitung oder Montagfrüh um sieben Uhr erfahren, wie sie in dieser Woche zu unterrichten haben", sagte Beckmann.

Städtebund findet Abwarten richtig

Positiv über den Corona-Kurs von Bund und Ländern äußerte sich der Städte- und Gemeindebund. "Es ist richtig, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten heute noch keine Entscheidung darüber getroffen haben, ob der Lockdown light über Ende November hinaus fortgesetzt werden muss", sagt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Mehr als fünf Stunden haben die Regierungs- und Länderchefs am Montag über strengere Corona-Maßnahmen diskutiert. Konkrete Beschlüsse gab es nicht, doch diese sollen bald folgen.

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Es müsse abgewartet werden, wie sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen entwickele und ob es gelinge, die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Er begrüße die "dringend empfohlenen zusätzlichen Kontaktbeschränkungen" als "richtig". So könnten alle dazu beitragen, die extrem beanspruchten Gesundheits- und Ordnungsämter nicht noch zusätzlich zu belasten.

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