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Corona-Medikamente in den USA - Was Paxlovid und Molnupiravir versprechen

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Die US-Arzneimittelbehörde hat den Corona-Medikamenten Paxlovid und Molnupiravir eine Notfallzulassung erteilt. Wie sie wirken und für wen sie gedacht sind - ein Überblick.

Die Arzneimittelbehörde FDA erteilte dem Corona-Medikament Paxlovid von Pfizer eine Notfallzulassung in den USA. Es soll bei Risikopatienten ab zwölf Jahren angewendet werden.

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In den USA ist nach dem Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer auch das Mittel Molnupiravir des Konkurrenten MSD (Merck Sharp & Dohme) zugelassen worden. Erst am Mittwoch hatte die FDA eine Notfallzulassung für das Pfizer-Medikament Paxlovid für Risikopatienten ab einem Alter von zwölf Jahren erteilt.

Paxlovid war laut FDA das erste Covid-Mittel in den USA, das in Pillenform eingenommen werden kann. Das Medikament soll in den USA verschreibungspflichtig, aber kostenlos erhältlich sein. Die US-Regierung hatte mitgeteilt, zehn Millionen Packungen für 5,3 Milliarden US-Dollar (4,7 Milliarden Euro) gekauft zu haben. Die Auslieferung könnte noch in diesem Jahr beginnen.

Was versprechen die Corona-Medikamente? Fragen und Antworten:

Wer soll mit Paxlovid und Molnupiravir behandelt werden?

Paxlovid sollen positiv getestete Corona-Patienten ab zwölf Jahren bekommen, wenn sie ...

  • milde bis mittlere Symptome
  • und ein großes Risiko für eine Verschlimmerung der Erkrankung haben. 

Molnupiravir sollen Risikopatienten ab dem Alter von 18 Jahren erhalten.

Wie hoch ist die Wirksamkeit von Paxlovid und Molnupiravir?

Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament Paxlovid das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke. 

Nach Angaben des Unternehmens von Anfang November verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten.

Impfstoffe können Gesunde schützen, Erkrankte aber nicht heilen. Große Hoffnungen liegen auf neu entwickelten Corona-Medikamenten.

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Molnupiravir ist zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen mit leichten bis mittelschweren Symptomen gedacht und soll einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Es hat aber beim Verhindern von Krankenhauseinweisungen und tödlichen Krankheitsverläufen eine Wirksamkeit von lediglich 30 Prozent.

FDA-Vertreterin Patrizia Cavazzoni erklärte am Donnerstag, Molnupiravir sei eine "zusätzliche Behandlungsoption", etwa wenn andere Medikamente nicht verfügbar oder aus medizinischen Gründen nicht angebracht seien.

Wie wirkt Paxlovid?

Paxlovid besteht unter anderem aus dem Wirkstoff Nirmatrelvir, der ein Sars-CoV-2-Protein hemmt. Damit soll die Vermehrung des Virus gestoppt werden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Zu den möglichen Nebenwirkungen von Paxlovid gehören:

  • eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns
  • Durchfall
  • Bluthochdruck
  • Muskelschmerzen

Molnupiravir kann das Wachstum von Knochen und Knorpel behindern und ist deshalb nur für Erwachsene zugelassen.

Warum dauert die Entwicklung von Medikamenten länger als die von Impfstoffen?

Medikamente wie Paxlovid gelten unter Experten als eine Säule der Coronavirus-Bekämpfung. Sie sind aber im Vergleich zu vorbeugenden Impfungen deutlich teurer und in der Anwendung oft komplizierter. So soll Paxlovid maximal fünf Tage nach Symptombeginn verabreicht werden. 

Vor der Zulassung sind sie bei weniger Menschen getestet worden als die Impfstoffe - die zudem seit Monaten weltweit milliardenfach verabreicht und parallel weiter überwacht werden. Auch die FDA erklärte am Mittwoch, dass für die breite Bevölkerung das nun zugelassene Medikament kein Ersatz für eine Impfung sei.

Wirksame Therapeutika gegen Covid-19 seien wichtig, sagt Infektiologe Christoph Spinner. Allerdings dürfe man keine zu hohen Erwartungen haben: Die Impfung bleibe der beste Schutz.

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Wie ist der Stand bei Paxlovid in der EU?

In Europa hatte die Arzneimittelbehörde EMA Mitte November mitgeteilt, mit einer Untersuchung des Covid-19-Medikaments begonnen zu haben.

Gibt es weitere Corona-Medikamente?

In Deutschland arbeiten unter anderem Forschende des Biotech-Unternehmens "CORAT Therapeutics" in Braunschweig an einem Antikörper-Medikament. Das Medikament soll mittels eines genveränderten, neutralisierenden Antikörpers bei Covid-Erkrankten die Viruslast im Körper senken. Es ist speziell für geschwächte Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, besonders auch auf Intensivstationen gedacht. Die Beantragung der Zulassung soll allerdings erst im Sommer 2022 erfolgen.

Weitere Medikamente in der Übersicht:

Corona-Pille von Merck

Arzneimittel gegen Corona - Das sind die wichtigsten Corona-Medikamente 

Immer mehr Menschen erkranken schwer an Corona - welche Medikamente gegen das Virus zugelassen sind, wie wirksam sie sind und ob sie die Erkrankung lindern können. Ein Überblick.

von Nils Hagemann

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