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Merkel dankt Krankenhauspersonal - "Seit Monaten an Grenzen gegangen"

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Kanzlerin Merkel hat Ärzten und Pflegekräften in den Kliniken für ihren großen Einsatz in der Corona-Krise gedankt. Die dritte Corona-Welle sei gebrochen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Archivbild
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte auch, dass das Virus nicht aus der Welt sei.
Quelle: Axel Schmidt/Reuters-Pool/dpa/Archivbild

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Mitarbeitern der Krankenhäuser für ihren Einsatz in der Pandemie Dank ausgesprochen. Sie seien seit Monaten an Grenzen gegangen, sagte Merkel in einer Videobotschaft beim zweiten Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

Die Kanzlerin betonte, dass inzwischen die dritte Corona-Welle gebrochen sei. Immer mehr Krankenhäuser könnten wieder in einen regulären Betrieb gehen und auch aufgeschobene Operationen nachholen. Das Virus sei nicht aus der Welt. Es sei aber "eine große Erleichterung", dass man sich nicht mehr allein auf die akute Krisenbewältigung konzentrieren müsse.

Spahn: Corona hat "gute Zusammearbeit" gezeigt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie gut Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte über bisher bestehende Sektorengrenzen hinweg zusammenarbeiten könnten.

Das Gesundheitswesen brauche mehr solche Vernetzungen. "Nicht jedes Krankenhaus muss alles machen", sagte er. In der künftigen Krankenhauslandschaft müssten Spezialisierungen und besondere Expertise ausgebaut und genutzt werden. Zugleich müsse eine ausreichende Versorgung in ländlichen Regionen garantiert werden.

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Als zentral bezeichnete der Minister eine angemessene Personalausstattung. Zwar seien mittlerweile Personalbemessungsverfahren auf den Weg gebracht. Er habe aber den Eindruck, dass bei Pflegekräften und potenziellen Pflegekräften immer noch nicht das Vertrauen bestehe, dass ein verlässlicher Rahmen für die kommenden Jahre geschaffen worden sei.

Lehren aus der Pandemie für das Gesundheitswesen

Nach Auffassung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) muss das Gesundheitssystem nach der Pandemie neu gedacht werden. Nur eine regionale Neuordnung der Krankenhauslandschaft könne eine hochwertige Versorgungsqualität sicherstellen, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß.

Gerade während der Pandemie hätten regionale, von den Kliniken organisierte Versorgungsnetzwerke bewiesen, dass sie ein zukunftsfähiges Modell seien. Insbesondere in ländlichen Gebieten müssten ambulante und stationäre Versorgung zusammen gedacht werden. Krankenhäuser könnten als integrierte Dienstleistungszentren Ausgangspunkte für diese Netzwerke sein.

Forderungen: Bessere Finanzierung, mehr Personal, weniger Bürokratie

Der DKG-Chef forderte zugleich eine Reform der Krankenhausfinanzierung. Insbesondere in ländlichen Gebieten müssten Strukturen erhalten und auch ausreichend finanziell abgesichert werden. Als größte Herausforderung bezeichnete Gaß eine ausreichende Personalausstattung, um Pflegekräfte und Ärzte im Beruf zu halten und für den Beruf zu gewinnen.

Deshalb müsse dringend eine gute Personalbemessung eingeführt werden. Zusätzlich müsse die Arbeit der Beschäftigten spürbar entbürokratisiert werden:

Dass Pflegefachkräfte jeden Tag drei Stunden und mehr für die Bürokratie aufwenden müssen, ist nicht akzeptabel.

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