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Grenznahe Region - RKI erklärt Moselle als Virusvarianten-Gebiet

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Im Kampf gegen die Ausbreitung gefährlicher Mutationen des Coronavirus wird die Einreise aus der französischen Grenzregion Moselle nach Deutschland erschwert.

Das französischen Département Moselle an der deutschen Grenze
Besonders ansteckende Corona-Varianten breiten sich weiter rasant aus in Europa. Auch die französische Region Moselle gilt jetzt als Virusvarianten-Gebiet.
Quelle: Imago

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die grenznahe französische Region Moselle als Coronavirusvarianten-Gebiet ein. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben im deutsch-französischen Grenzgebiet zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz.

Das RKI veröffentlichte eine entsprechende Entscheidung des Krisenstabes der Bundesregierung am Sonntag auf seiner Webseite. Hintergrund ist die sehr starke Ausbreitung der in Südafrika erstmals festgestellten, hochansteckenden Virus-Mutation in der Region Moselle.

Weil sich die südafrikanische Corona-Variante in Moselle stark ausbreitet, hatte Frankreich bereits ab März verschärfte Einreise-Regeln in der betroffenen Region angekündigt.

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Einreise nach Deutschland nur mit negativem Corona-Test

Die Grenzen nach Frankreich sollen aber nach Angaben aus Regierungskreisen in Berlin nicht geschlossen werden. Einreisende aus dem Départment mit seinen etwa einer Million Einwohnern müssen stattdessen künftig bei Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend.

Fluggesellschaften sowie Bus und Bahnunternehmen dürfen keine Passagiere mehr aus Moselle nach Deutschland befördern. Ausgenommen davon sind aber unter anderem deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer. Auch der Warenverkehr soll nicht beeinträchtigt werden.

Keine stationären Grenzkontrollen an deutsch-französischer Grenze geplant

Stationäre Grenzkontrollen wie an den Grenzen zu Tschechien und zum österreichischen Bundesland Tirol soll es an der Grenze zu Frankreich jedoch nicht geben.

Derzeit ist Reisen außerhalb Deutschlands schwer. Die Grenzen nach Tschechien und Tirol werden verschärft kontrolliert - viele andere Nachbarländer machen ihre Grenzen dicht.

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Stattdessen soll es durch Schleierfahndung Kontrollen im Hinterland geben. Auch diese Regelung tritt am Dienstag in Kraft.

Grenzüberschreitende Virus-Verbreitung soll minimiert werden

Zuvor soll es mit der französischen Seite weitere Abstimmungen über möglichst synchrone Maßnahmen geben. Frankreich hatte bereits in dieser Woche Kontrollen für nichtberufstätige Pendler eingeführt.

Ein Grund dafür ist, dass in Frankreich anders als in Deutschland die Geschäfte geöffnet sind und das Risiko einer grenzüberschreitenden Virus-Verbreitung minimiert werden soll.

Zahl der Virusvarianten-Gebiete steigt

In Moselle war es in den vergangenen Wochen zum verstärkten Auftreten der Coronavirus-Varianten gekommen. Nach Angaben von Premierminister Jean Castex handelt es sich bei 60 Prozent der positiven Fälle in der Region um die südafrikanische Variante.

Mit Moselle gelten ab Dienstag 14 Länder und zwei Regionen in Ausland als Virusvariantengebiete, darunter neben Tschechien und Tirol auch die Slowakei, Portugal und Irland.

Während in Österreich Schulen und Friseure öffnen, breiten sich die gefährlichen Virusvarianten in den Niederlanden massiv aus. Ein Überblick über die Lage unserer Nachbarn.

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