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Trotz vieler Corona-Infektionen - Hunderte Bergsteiger besteigen Mount Everest

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Hunderte Menschen sollen sich im Basislager des Mount Everest mit dem Coronavirus infiziert haben. Dennoch strömen kurz vor Saisonende viele Bergsteiger in Richtung Gipfel.

Mount Everest, Archivbild
Der Mount Everest, der höchste Berg der Erde.
Quelle: dpa

Die ehrgeizigen Bergsteiger am Mount Everest lassen sich vom Coronavirus nicht abschrecken. Ein Jahr nach der ausgefallenen Saison streben Hunderte auf den höchsten Gipfel der Erde. Ihnen bleiben nur noch wenige Stunden, um ihr Ziel zu erreichen, denn die Saison endet mit dem Mai.

Großteil der Expeditionsteams entschloss sich zum Aufstieg

Drei Expeditionsteams brachen in diesem Monat ihren Aufstieg ab, nachdem Hunderte Menschen im Basislager erkrankt sein sollen. Die anderen 41 Teams beschlossen dagegen, mit Hunderten Kunden und ihren Bergführern den Aufstieg zum Gipfel in 8.849 Meter Höhe zu wagen.

"Auch wenn das Coronavirus das Everest-Basislager erreicht hat, hat es doch keine großen Auswirkungen", erklärt Mingma Sherpa von Seven Summit Treks, dem größten Anbieter am Everest. Mit 122 Kunden in zehn Teams habe das Unternehmen die größte Gruppe auf den Berg geführt, aber es habe keine ernsthaften Erkrankungen gegeben.

Niemand ist ernsthaft an Covid erkrankt oder gestorben, wie es in Gerüchten hieß.
Mingma Sherpa, Seven Summit Treks

Nepal braucht den Bergtourismus

Die nepalesischen Behörden sprechen lieber nicht über Berichte von Corona-Infektionen auf dem Mount Everest und spielen das Problem herunter. Offenbar ist die Sorge groß, im Basislager Chaos und Unsicherheit auszulösen. Nach der ausgefallenen Saison im vergangenen Jahr und den entsprechend fehlenden Einnahmen war Nepal dringend darauf angewiesen, 2021 wieder Geld mit dem Bergtourismus zu verdienen.

"Viele Menschen haben es ins Basislager geschafft und es ist möglich, dass Menschen, die dort hinaufgingen, infiziert waren", sagte Ministerpräsident Khadga Prasad Oli. "Aber das bedeutet nicht, dass es (das Coronavirus) den gesamten Berg erreicht hat, vielleicht Teile des Basislagers oder Gegenden unterhalb davon."

Einigung auf 8848.86 Meter - Mount Everest ist höher als bislang gemessen 

Der Mount Everest ist jetzt offiziell 86 Zentimeter höher. Darauf haben sich China und Nepal, auf deren Grenzgebieten der höchste Berg der Erde steht, nach langem Disput geeinigt.

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Furtenbach: Infektionen sind bestätigt

Der österreichische Expeditionsveranstalter und Extremsportler Lukas Furtenbach brach in diesem Monat wegen eines Corona-Ausbruchs unter den Team-Mitgliedern eine Expedition ab und holte seine Kunden vom Berg. Nach seiner Rückkehr schätzte er, dass mehr als 100 Bergsteiger und Helfer infiziert waren. Er wisse von so vielen Fällen, weil er die Erkrankten gesehen und das Husten aus den Zelten gehört habe, erklärte er vergangene Woche in einem Interview.

Piloten, Ärzte, Expeditionsführer und Versicherungen hätten die Infektionen bestätigt, sagte Furtenbach der Nachrichtenagentur AP. Und er habe positive Tests vorliegen, die das beweisen könnten.

Aufstiege aus China wegen Corona gestoppt

China stoppte in der vergangenen Woche alle Aufstiege von seiner Seite auf den Everest. Grund waren Befürchtungen, das Virus könnte von Nepal ins Land eingeschleppt werden. Die Klettersaison in Nepal war überschattet von einem rasanten Anstieg der Neuinfektionen im Land.

Auch für den Veranstalter Mountain Trip mit Sitz in Telluride in Colorado war das ein Grund, seine geplanten Aufstiege abzusagen. Sechs Sherpas von Mountain Trip seien mit Symptomen von Covid-19 nach Kathmandu gebracht worden:

Das ist eine schwierige Entscheidung angesichts all der Arbeit, der Jahre der Vorbereitung, der Opfer und Ressourcen, die in die Expedition geflossen sind. Aber es ist aus Sicht des Risikomanagements die einzig vernünftige Entscheidung.
Mountain Trip

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