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Bei sinkender Inzidenz - Delta-Variante mittlerweile bei 15 Prozent

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Die Delta-Variante könnte sich in Deutschland durchsetzen. Ihr Anteil steigt stetig an, während die momentan noch dominante Alpha Variante langsam zurückgeht.

Ein Mann mit einer schützenden Gesichtsmaske geht an einer Illustration eines Virus vorbei, aufgenommen am 30.04.2021 in Oldham (Großbritannien)
Die Delta-Variante ließ sich bereits in allen Bundesländern nachweisen.
Quelle: Reuters

Trotz weiter rückläufiger 7-Tage-Inzidenz wächst in Deutschland der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Delta-Variante deutlich. Er verdoppelte sich in einer Stichprobe im Vergleich zur Vorwoche fast auf nun 15,1 Prozent, wie aus einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Angabe bezieht sich auf die Woche vom 7. bis 13. Juni.

Delta-Anteil verdoppelt sich

Die Werte für die Woche zuvor wurden wegen Nachmeldungen rückwirkend von etwa sechs auf acht Prozent korrigiert. In den Daten ist damit nun in der dritten Woche in Folge eine ungefähre Verdopplung des Delta-Anteils abzulesen: von 4 auf 8 auf 15 Prozent.

In Deutschland wächst der Anteil der Delta-Variante. "Wir haben Stolperfallen, wo sich die Variante ausbreiten kann – so wie Innenräume und Schulen. Es gibt viele Möglichkeiten, wo wir Fehler machen können", so der Virologe Dr. Martin Stürmer.

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Dieses Tempo, das auch schon in anderen Ländern beobachtet wurde, hatten Fachleute befürchtet. Noch vor einigen Wochen hatten sich die Anteile der Coronavirus-Variante Delta in Deutschland laut RKI auf eher konstant niedrigem Niveau bewegt.

Kein Gesamtanstieg der Neuinfektionen

Der Dortmunder Immunologe Carsten Watzl sieht in der Entwicklung keinen Grund zur Panik, hält Wachsamkeit aber für angebracht.

Die Fallzahlen von Alpha gehen ganz brav und deutlich zurück, aber die von Delta steigen leicht an.
Carsten Watzl, Immunologe

Weil Delta noch den wesentlich kleineren Anteil am Infektionsgeschehen habe, gebe es bislang insgesamt keinen Wiederanstieg.

Noch sind wir in der Waage. Aber es könnte sein, dass das jetzt ein Kipppunkt ist,
Carsten Watzl, Immunologe

Bei weiteren Lockerungen etwa oder vielen Einschleppungen aus dem Ausland könnte sich die Lage laut dem Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie wieder verschlechtern. "Das Gute ist: Wir haben einen Puffer, wir sind bei einer sehr niedrigen 7-Tage-Inzidenz."

Infografik: Delta-Variante breitet sich aus
Quelle: ZDF/RKI

Alpha-Anteile gehen zurück

Das RKI schreibt im Bericht, dass die aktuelle Verbreitung der Varianten in Deutschland zeige, dass damit zu rechnen sei, dass Delta sich gegenüber den anderen Varianten durchsetzen werde.

Noch dominiert die in Großbritannien entdeckte Variante Alpha (B.1.1.7) das Infektionsgeschehen, der Anteil an den positiven Fällen in der Stichprobe ist nun jedoch nach Wochen mit Werten von um 90 Prozent auf 74 Prozent geschrumpft. Wie bisher sind die Anteile der ebenfalls besorgniserregenden Varianten Beta (entdeckt in Südafrika) und Gamma (entdeckt in Brasilien) sehr niedrig und unauffällig.

Delta-Fälle in ganz Deutschland

Delta ist nach RKI-Angaben in den vergangenen vier Wochen in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Zu Ansteckungen kommt es laut RKI überwiegend in Deutschland. Die meisten Übertragungen hätten in privaten Haushalten stattgefunden, zudem habe es größere Ausbrüche mit mehr als fünf Personen am Arbeitsplatz und in Schulen mit bis zu 24 Menschen gegeben.

In Großbritannien macht Delta fast 90 Prozent aller Neuinfektionen aus, die Kurve der Fallzahlen steigt wieder an. Dabei sind dort bereits gut 60 Prozent der Menschen vollständig geimpft. 82,5 Prozent haben mindestens eine Erstimpfung.

Trotz guter Impfquote steigen die Infektionszahlen wieder, weil die Delta-Variante sich ausbreitet: Ein hohes Risiko auch für die EM in London. Was bedeutet das für Fans und Teams?

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17.09.2021
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