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Ende der Corona-Beschränkungen : Österreich: Drei Wochen Lockdown - und jetzt?

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Drei Wochen lang galten auch für Geimpfte in Österreich strenge Ausgangs- und Kontakt-Beschränkungen. Auch wenn die Corona-Zahlen dadurch sanken: Kliniken geben keine Entwarnung.

Österreich - Lockdown Wien
Nach drei Wochen Lockdown darf die Gastronomie in Österreich wieder öffnen.
Quelle: dpa

"Der seit 22. November geltende allgemeine Lockdown hat Wirkung gezeigt. Die Corona-Zahlen sinken, der Trend geht in die richtige Richtung": Das österreichische Bundesministerium für Soziales und Gesundheit zieht ein positives Fazit zum Ende der strengen Corona-Beschränkungen.

Drei Wochen lang mussten auch geimpfte Bürger*innen sich in Österreich an strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen halten:

  • Die eigene Wohnung durfte nur noch aus dringenden Gründen wie für Arztbesuche, Arbeit und das Einkaufen von Lebensmitteln verlassen werden.
  • Weihnachtsmärkte wurden abgesagt.
  • Handel, Gastronomie und Kultur mussten schließen, bis auf Anbieter des täglichen Bedarfs.
  • Trotz offener Schulen und Kitas appellierte die Regierung an alle Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu behalten.

Inzidenz in Österreich deutlich gesunken

Nun enden diese Maßnahmen für Geimpfte und Genesene - Ungeimpfte müssen sich weiterhin einschränken. Und ein Blick auf die Corona-Daten zeigt: Der allgemeine Lockdown hat die Zahl der Neuinfektionen drastisch gesenkt. So fiel die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich von über 1.100 auf unter 370.

ZDFheute Infografik

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Und wie sieht es mit der Zahl der Menschen aus, die in den Klinken des Landes wegen Covid behandelt werden müssen? Mit Blick auf die Normalstationen sinkt der Wert seit Ende November kontinuierlich - am 30. November zählten die Bundesländer dort 2.769 Covid-Fälle, aktuell sind es 1.883 (Stand 11. Dezember).

Die Zahl der Covid-Patient*innen auf der Intensivstation sinkt landesweit hingegen erst seit etwa einer Woche merklich. Am 6. Dezember betrug der Wert 664, jetzt liegen 567 Covid-Fälle auf der Intensivstation.

Sonne, Schnee und wenig Gäste: der berühmte Skiort Ischgl in Österreich eröffnet die Skisaison. Ein Zeichen wollen sie setzen, denn eigentlich gilt ein Lockdown. Auch die Gondeln müssten stillstehen - angesichts hoher Inzidenzzahlen vor allem in Tirol.

Beitragslänge:
2 min
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Lage in Österreichs Kliniken weiterhin kritisch

Die Lage in den Kliniken sei dennoch weiterhin kritisch, sagt ZDF-Korrespondent Wolf-Christian Ulrich.

Deshalb fürchten Experten auch neue Engpässe früh im kommenden Jahr, falls die Omikron-Variante sich als sehr ansteckend erweisen sollte.
Wolf-Christian Ulrich, ZDF-Korrespondent in Wien

Eine "Entspannung" sieht auch Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken, aktuell nicht. "Die Belegung unserer Normal- und Intensivstationen stagniert derzeit auf sehr hohem Niveau. Inwieweit das auf den Lockdown zurückzuführen ist, können wir noch nicht mit Sicherheit sagen", erklärt er ZDFheute. Die starke Auslastung betreffe aktuell aber "vor allem auch den Non-Covid-Bereic".

Deutlich kann man allerdings sagen, dass die aktuell zwischen 38 und 41 Covid-Intensivpatient:innen am Uniklinikum Innsbruck Intensiv-Plätze auf Kosten von Nicht-Covid-Patient:innen belegen, was durch eine Impfung in den meisten Fällen vermeidbar gewesen wäre.
Johannes Schwamberger, Sprecher der Tirol Kliniken

Als Reaktion auf die im westeuropäischen Vergleich niedrige Impfbereitschaft - aktuell sind nur 68 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft - tritt ab Februar in Österreich eine allgemeine Impfpflicht in Kraft. "Doch die wird erst die Welle im kommenden Herbst deckeln, sagen Forscher", so Wolf-Christian Ulrich.

ZDFheute Infografik

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ÖVP will lockern, SPÖ bleibt vorsichtiger

Wie geht es angesichts dieses gemischten Gesamtbilds weiter in Österreich? "Teile der ÖVP drängen jetzt auf schnelle Öffnungen, die SPÖ ist zurückhaltend", berichtet Ulrich.

In Tirol etwa öffnet deshalb am Montag alles, im rot regierten Wien bleibt die Gastronomie bis zum 20. Dezember zu.
Wolf-Christian Ulrich, ZDF-Korrespondent in Wien

Die Daten scheinen der vorsichtiger agierenden SPÖ Recht zu geben: Der restriktive Kurs in der Hauptstadt mit weitreichenden Test-Angeboten und großer Impfinitiative habe dafür gesorgt, dass die vierte Welle in Wien am mildesten verlief, so Ulrich.

Auf der Illustration ist eine Frau zu sehen, die in der Hand ein Impffläschchen hält. Es trägt die Aufschrift Booster. Sie schaut es fragend an.

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