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Omikron-Subtyp nimmt zu : Brauchen wir einen Booster gegen BA.5?

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Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 steigt - und mit ihm die Corona-Zahlen. Brauchen wir deshalb bald alle einen Booster? Und was ist mit den Impfstoffen gegen Omikron?

Thüringen, Erfurt: Eine Frau erhält eine Corona-Impfung in Erfurt.
Für die meisten Menschen in Deutschland dürfte die nächste Corona-Impfung im Herbst fällig werden.
Quelle: dpa

Aktuell dominiert in Deutschland die Omikron-Sublinie BA.2, doch BA.5 verbreitet sich immer weiter. Das Robert-Koch-Institut beziffert den BA.5-Anteil auf zehn Prozent, doch die Zahl bezieht sich auf die vorletzte Woche. Wenn sich die Verdopplung der vergangenen Wochen fortgesetzt hat, dürften es aktuell um die 40 Prozent sein.

Grafik: Anteile der Omikron-Varianten

Auch die Corona-Zahlen steigen wieder:

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Das RKI warnt vor mehr Infektionen im Sommer, der Virologe Christian Drosten erwartet in Herbst und Winter wieder eine "lang anhaltende Infektionswelle", wenn zwischenzeitlich keine Interventionen erfolgten. Das liege an den neuen Varianten - aber auch daran, dass der Impfschutz abnimmt.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung empfiehlt der Politik, sich frühzeitig auf eine neue Coronawelle im Herbst mit steigenden Infektionszahlen vorzubereiten.

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Brauchen wir einen weiteren Booster?

Monate nach der Drittimpfung lässt der Schutz vor symptomatischen Infektionen zwar nach, doch der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bleibt hoch - auch bei BA.5, sagt Virologin Ulrike Protzer zu ZDFheute. Eine vierte Impfung sei aktuell nur für immungeschwächte Menschen notwendig. Virologe Martin Stürmer meint, dass die allgemeine Bevölkerung wohl erst im Herbst eine weitere Auffrischung brauche.

Die Zahl der Reinfektionen steigt. Medizinjournalist Dr. Christoph Specht ordnet die Situation ein.

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Wann kommt der Omikron-Impfstoff?

Einen angepassten Impfstoff an die Omikron-Varianten gibt es noch nicht - obwohl dieser bereits für das Frühjahr angekündigt war. Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet nun im Herbst damit.  

Moderna meldete diese Woche positive Studienergebnisse mit seinem Omikron-Impfstoff. Nach einer Auffrischung mit dem neuen Vakzin stiegen die Antikörper zur Bekämpfung von Omikron stärker an als nach einer weiteren Dosis des ursprünglichen Impfstoffs.

Das Unternehmen kündigte an, Daten aus ersten klinischen Studien in den kommenden Wochen den Zulassungsbehörden vorzulegen.  

Sollte man auf den Omikron-Impfstoff warten?

Nein, sagt die Virologin Protzer. Die Unterschiede in den bisher nur als Pressemitteilung verfügbaren Studienergebnissen von Moderna seien marginal und basierten auf reinen Labor-Messungen. Die klinische Bedeutung sei unklar. "Und jetzt hat sich Omikron ja schon weiterentwickelt. Und wir haben BA.5 und wir wissen, dass auch das nicht mehr optimal zu dem neuen Omikron-Impfstoff passt", so Protzer. "Ich persönlich würde beim ursprünglichen Impfstoff bleiben und würde sehen, dass ich dreimal geimpft bin."

Immunologe Carsten Watzl sieht dagegen viel Potenzial in dem angepassten Impfstoff von Moderna. Es lasse sich in den vorgelegten Daten zwar nicht ablesen, ob der angepasste Impfstoff besseren Schutz vor schweren Verläufen bietet. "Wenn ich aber jetzt die Wahl hätte, würde ich den angepassten Impfstoff vorziehen." sagte Watzl.

Mit Blick auf den Herbst geht Watzl davon aus, dass die vierte Impfung mit dem angepassten Impfstoff vor allem für ältere Menschen relevant wird. "Wer dreifach geimpft ist, sich vielleicht nach der dritten Impfung infiziert hat, hat auch so einen guten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf" sagte Watzl. "Und das ist das Wichtigste."

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