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Neuer Impfstoff zugelassen : Ab wann mit dem Omikron-Booster geimpft wird

Datum:

Lange hat Deutschland auf die Omikron-Booster gewartet. Jetzt sind sie da. Arztpraxen können die angepassten Impfstoffe schon bestellen - doch wann kann es mit dem Impfen losgehen?

Spritze mit dem Impfstoff von Biontech wird verimpft
Die EMA hat die beiden an die Omikron-Variante BA.1 angepassten Impfstoffe freigegeben.
Quelle: dpa

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat am Donnerstag grünes Licht für zwei an die Omikron-Variante BA.1 angepasste Impfstoffe gegeben. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach von einem "Quantensprung im Kampf gegen die Pandemie". "Jetzt können Impfstoffe eingesetzt werden, die gegen alle bisher bekannten Virusvarianten sehr gut wirken."

Wann kommen die Booster-Impfstoffe in den Praxen an?

Eine erste Auslieferung der Impfstoffe an die Praxen soll laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wohl schon Ende der Woche erfolgen, spätestens jedoch am 12. September. "Dazu reichen Ärztinnen und Ärzte ihre Bestellung bis Dienstag (6. September), 12 Uhr, bei der Apotheke ein", erklärt die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) gegenüber ZDFheute.

Wie viele Impfdosen erhält Deutschland?

Nach Auskunft des BMG erhält Deutschland innerhalb der nächsten zwei Wochen rund zehn Millionen Dosen des BA.1-Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Hinzu kämen rund vier Millionen Dosen von Moderna. Beides sind mRNA-Impfstoffe. Zugelassen sind beide Impfstoffe für Personen ab 12 Jahren.

Erstmalig können Arztpraxen auch den Impfstoff Valneva anfordern. Für das Vakzin gibt es keine Höchstbestellmenge. Mit Valneva steht der erste "Totimpfstoff" bereit, der allerdings noch nicht an Omikron angepasst ist. Die EU-Kommission hat Valneva für Personen zwischen 18 und 50 Jahren zugelassen. Er kann für die Grundimmunisierung verwendet werden.

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Wie bereiten sich die Praxen auf den Booster vor?

Die Hausärzt*innen bereiten ihre Praxen schon auf die Impfungen mit dem Omikron-Vakzin vor. Mit einem Ansturm auf die Arztpraxen rechnet die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) aber nicht. Auch weil es noch keine Empfehlung von der Stiko für den Omikron-Booster gibt.

Wie kommen Patient*innen an einen Booster-Termin?

Die KBV empfiehlt Patient*innen bei ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin anzurufen und einen Termin zu vereinbaren.

Wie wirkt der Booster?

Nach Angaben der EMA haben Studien gezeigt, dass die Vakzine bei zuvor geimpften Personen eine starke Immunantwort gegen Omikron BA.1 und den ursprünglichen SARS-CoV-2-Stamm auslösen können, stellt die KBV fest. Bei den neuen Vakzinen handelt es sich um bivalente Impfstoffe, so die KBV gegenüber ZDFheute – eine Kombination aus dem Originalimpfstoff und der an BA.1 angepassten Komponente. Die beobachteten Nebenwirkungen seien mit denen der Originalimpfstoffe vergleichbar.

Ob der neue Impfstoff vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützt, ist für den Virologen Hendrik Streeck unklar. Im Gespräch mit ZDFheute sagt er:

Der Booster sorgt noch einmal für etwas gesteigerte Antikörperspiegel im Blut von Geimpften. Wie gut er vor einer Infektion schützt, wurde nicht getestet.
Hendrik Streeck, Virologe

Ein Schutz vor Ansteckung für einen längeren Zeitraum sei nicht bewiesen "und auch nicht wahrscheinlich", so der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn. Trotzdem sei ein guter Schutz vor schwerer Erkrankung wie bei den vorherigen Impfstoffen gegeben.

In der EU dürfen bald die an die Omikron-Variante angepassten Impfstoffe von Biontech und Moderna eingesetzt werden. Nächste Woche soll es mit dem Impfen losgehen.

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Schützen die neuen Impfstoffe auch gegen die Omikron-Variante BA.5?

Sowohl Biontech/Pfizer als auch Moderna haben darüber informiert, dass bei Anwendung ihrer angepassten Impfstoffe auch die Titer, also die Anzahl, der Antikörper gegen BA.4 und BA.5 steigen – allerdings ist dieser Anstieg niedriger als gegen BA.1, stellt ein KBV-Sprecher im Gespräch mit ZDFheute fest.

Ein an die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 angepasstes Vakzin wird für den Herbst erwartet.

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Empfiehlt die Stiko den Booster?

Die aktuelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Booster-Impfungen von Mitte August bezieht sich auf die bisherigen nicht an die Omikron-Varianten angepassten Impfstoffe.

Die Stiko empfiehlt Impfungen unabhängig von dem neuen Omikron-Booster für:

  • Personen über 60 Jahre
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und Vorerkrankungen (ab 5 Jahren)
  • Personal in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen frühestens sechs Monate nach der letzten Impfung beziehungsweise Corona-Infektion
  • Personen mit Immunschwäche frühestens drei Monate nach der letzten Impfung beziehungsweise Corona-Infektion

Die Stiko kündigte aber bereits an, dass sie – sobald Varianten-adaptierte Impfstoffe verfügbar sind, die Evidenz hierzu aufarbeiten und ihre Empfehlung gegebenenfalls anpassen wird. "Wichtig ist, dass die Stiko nun ihre aktualisierte Empfehlung für Impfungen gegen Covid-19 abgibt", sagte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister der ZDFheute. Denn sie bilde die wissenschaftliche Richtschnur, nach der sich die Ärzt*innen orientierten.

Archiv: Eine Assistentin zieht eine Impfdosis auf.
FAQ

Nächster Booster gegen Corona - Kann man auch zu oft geimpft werden? 

Angesichts hoher Corona-Zahlen fragen sich auch jüngere Menschen, ob sie eine zweite Boosterimpfung brauchen. Was spricht dagegen? Und kann es zu einer "Überimmunisierung" kommen?

von Katja Belousova und Oliver Klein

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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