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Coronavirus-Variante in Europa : Wie die Omikron-Lage aktuell ist

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Die Omikron-Mutante des Coronavirus ist in immer mehr Ländern auf dem Weg zur dominierenden Virusvariante. Ein Blick auf die aktuelle Datenlage.

Schweiz, Zürich: Ärzte und Pflegepersonal bereiten einen Patienten auf die Installation einer Lungenersatz-Maschine vor.
Intensivstation in der Schweiz: Rund 55 Prozent der Infektionsfälle im Land sind nach Behördenangaben inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen.
Quelle: dpa

Die Omikron-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa zu "einer großen Zahl von Klinikeinweisungen" führen. Dies sei einfach durch die zu erwartende Masse an Infektionen der Fall, sagte Catherine Smallwood von der WHO-Europadirektion der Nachrichtenagentur AFP. Vor allem Ungeimpfte werden ihren Angaben zufolge betroffen sein.

Zwar deuteten vorläufige Daten aus den zuerst in Europa betroffenen Ländern England, Schottland und Dänemark darauf hin, dass Omikron weniger schwere Covid-19-Erkrankungen auslöse als die bisher dominierenden Varianten des Coronavirus, sagte Smallwood. Diese Auswertungen müssten aber "mit Vorsicht" betrachtet werden. Bei den beobachteten Fällen handele es sich vor allem "um junge Leute mit guter Gesundheit in Ländern mit einer hohen Impfquote", führte die WHO-Expertin aus. "Wir kennen noch nicht die Auswirkungen von Omikron bei den besonders gefährdeten Gruppen: ältere Menschen, die noch nicht vollständig geimpft sind."

Noch ist in Deutschland die Omikron-Welle nicht ausgebrochen, doch im Ausland ist sie spürbar. In Frankreich werden striktere Corona-Maßnahmen beschlossen, in New York wird jetzt die Impfpflicht auch auf 180.000 private Firmen ausgeweitet.

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Die Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich derzeit in Europa rasant aus. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen:

Deutschland

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland stark gestiegen. 10.443 Fälle würden nun der neuen Corona-Variante zugeordnet, 45 Prozent mehr als am Vortag, hieß es (Datenstand: 28. Dezember). Die Zahl bezieht sich auf Fälle im November und Dezember, die meisten Nachweise stammen mit 6.257 aus der vergangenen Woche (Vorwoche: 2.904).

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Drei Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre und ein Mensch aus der Gruppe 35 bis 59 Jahre sind den Angaben zufolge an oder mit der Omikron-Variante des Coronavirus gestorben. Von 124 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 148 lagen Angaben vor, dass es sich um eine Reinfektion handelt - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

Schweiz

Rund 55 Prozent der Infektionsfälle in der Schweiz seien inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen, teilten Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz in Bern mit. Am Dienstag wurden demnach mehr als 13.000 Neuinfektionen gemeldet.

Niederlande

Die Niederlande verzeichneten am Dienstag mit 9.213 Fällen zwar einen Rückgang bei den Neuinfektionen. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr der Omikron-Variante werde es jedoch "in den nächsten Tagen zu neuen Infektionen kommen", teilte das nationale Institut für öffentliche Gesundheit mit.

In der Folge werde auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen ansteigen. Omikron werde mittlerweile bei mehr als der Hälfte aller Infektionen festgestellt und sei damit zur dominanten Variante geworden, teilte das staatliche Gesundheitsinstitut RIVM am Dienstag mit.

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Belgien

In Belgien sinken die Corona-Infektionen. Laut der Gesundheitsbehörde Sciensano fiel die 14-Tage-Inzidenz zuletzt auf 918 Fälle pro 100.000 Menschen. Tägliche Infektionen gingen laut den am Dienstag veröffentlichten Daten um 25 Prozent zurück, auf 6.571.

Rund 136 Corona-Patienten wurden demnach täglich in Krankenhäuser eingewiesen, ein Rückgang von 29 Prozent. Laut dem Virologen Emmanuel André gehen rund 60 Prozent der Corona-Fälle in Belgien auf Omikron zurück.

Griechenland

Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Montag auf Dienstag 21.657 Corona-Neuinfektionen registriert. Das ist mehr als doppelt so viel wie am Tag zuvor und ein neuer Negativ-Rekord seit Beginn der Pandemie. Bisher lag die Zahl der Neuinfektionen in dem Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern täglich bei 3.000 bis 5.000 Fällen.

Den sprunghaften Anstieg führen die Fachleute auf die Omikron-Variante zurück, die sich vor allem in Athen ausbreitet. Gut die Hälfte der Neuinfektionen registrierten die Behörden am Dienstag im Großraum der Hauptstadt, bei rund 70 Prozent handele es sich um Omikron, hieß es im Staatsfernsehen.

Frankreich

In Frankreich wurden am ersten Weihnachtsfeiertag mehr als 100.000 Neuinfektionen registriert. Die Regierung zieht nun weitere Einschränkungen in Erwägung.

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In Frankreich ist einem Bericht der Santé Publique France vom 24. Dezember zufolge der Anteil der untersuchten Tests, die ein kompatibles Profil zur Omikron-Variante aufweisen, von 10,6 Prozent in Woche 50 auf 30 Prozent zu Beginn von Woche 51 angestiegen. Aktuellere Daten liegen derzeit noch nicht vor.

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen überschritt am Samstag (25.12.) erstmals die Schwelle von 100.000. Das Land erlebt bereits die fünfte Corona-Welle, die deutlich ansteckendere Omikron-Variante breitet sich wie in vielen europäischen Ländern aus. Regierungschef Jean Castex hatte nach einer Krisensitzung der Regierung am Montagabend von einem "Wettlauf gegen die Zeit" gesprochen und neue Restriktionen verkündet. Am Dienstag wurde in Frankreich eine Rekordzahl von Neuinfektionen gemeldet. Es seien 179.807 neue Fälle bestätigt worden, teilen die Behörden mit.

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Dänemark

Auch Dänemark kämpft gegen einen sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen. In Dänemark wurden am Montag binnen 24 Stunden 16.164 Corona-Fälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.621, das ist der weltweit höchste Wert.

Bereits in der Woche vor dem vierten Advent stieg die Zahl der neuen Fälle um 50 Prozent im Vergleich zur Woche davor, wie die Gesundheitsbehörden am 23. Dezember mitteilten. Gesundheitsminister Magnus Heunicke hatte vor Weihnachten erklärt, dass die Omikron-Variante nun die vorherrschende Variante im Land sei.

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Großbritannien

Großbritannien hat am Dienstag mit mehr als 129.000 Fällen einen neuen Höchstwert bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Behörden meldeten 129.471 Neuansteckungen in England und Wales binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle stieg um 18 auf insgesamt 148.021. Die Zahlen aus Nordirland und Schottland lagen wegen Verzögerungen bei der Datenübermittlung über die Feiertage noch nicht vor.

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Die schottischen Behörden meldeten lediglich eine vorläufige Bilanz von 9.360 Neuansteckungen. Im Vereinigten Königreich, wo jede Region selbst für die Gesundheitspolitik verantwortlich ist, breitet sich derzeit die hochansteckende Omikron-Variante des Virus schnell aus.

Wales, Nordirland und Schottland haben deshalb die Corona-Maßnahmen nach Weihnachten verschärft. Die für England zuständige Regierung von Premierminister Boris Johnson lehnt dies bislang ab. In England macht die Omikron-Variante nach Angaben von Gesundheitsminister Sajid Javid bereits rund 90 Prozent aller Neuinfektionen aus.

Rund 100 britischen Urlaubern ist die Einreise in die österreichische Skiregion Tirol verweigert worden. Trotz strenger Regeln breitet sich Omikron dort immer mehr aus.

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USA

Auch außerhalb Europas verbreitet sich die Omikron-Variante, etwa in den Vereinigten Staaten von Amerika. Eine stetig wachsende Zahl neuer Corona-Fälle in den USA geht auf die neue Virusvariante Omikron zurück.

Rund 59 Prozent der Neuinfektionen wurden in der Woche bis zum 25. Dezember von Omikron verursacht, wie aus aktualisierten Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. In der Vorwoche waren es noch 23 Prozent gewesen. Anfang Dezember war der erste Omikron-Fall in Amerika bestätigt worden, was die rapide Ausbreitung der Virusvariante verdeutlicht.

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