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Robert-Koch-Institut - Omikron in allen Bundesländern nachgewiesen

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Omikron ist in allen Bundesländern angekommen. Das meldet das Robert Koch-Institut. RKI-Chef Wieler warnt davor, die Mutante für weniger gefährlich als ältere Varianten zu halten.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut (RKI) bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut (RKI).
Quelle: Annegret Hilse/Reuters

In seinem Wochenbericht schreibt das Robert Koch-Institut (RKI), dass die Omikron-Variante mittlerweile in allen Bundesländern angekommen sei. RKI-Chef Lothar Wieler warnt unterdessen davor, die Mutante des Coronavirus für weniger gefährlich als ältere Varianten zu halten.

Auch wenn der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht wird, ist die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen deutlich angestiegen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI).

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RKI-Chef: "Sehr viele werden krank"

Bis zum 21. Dezember seien 441 über eine Genomsequenzierung bestätigte Omikron-Infektionen übermittelt worden. Bei 1.438 Fällen bestehe nach einem spezifischen PCR-Test der Verdacht darauf. In Deutschland wird jedoch nur ein kleiner Teil der positiven Proben auf Omikron hin getestet.

Bisherige Meldedaten zu Symptomen deuten auf eher milde Verläufe bei Infizierten mit vollständiger Impfung beziehungsweise Auffrischimpfung.
RKI-Wochenbericht

Corona-Ausbrüche mit der neuen Omikron-Variante bewegen sich laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts auf einem anderen Level als bisher. "Die Ausbrüche bei Omikron sind beeindruckend. Sehr viele Menschen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken. Sehr viele werden auch krank", sagte Lothar Wieler im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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Wieler: Omikron "eine andere Dimension"

"Das ist eine andere Dimension, als wir sie von Delta kennen", so Wieler. Delta ist die seit Monaten vorherrschende Coronavirus-Variante in Deutschland. Auch Geimpfte, deren Impfung länger zurückliege, könnten erkranken und zur Virusübertragung beitragen, sagte Wieler dem RND.

Die Impfung schütze aber nach bisherigen Erkenntnissen "sehr gut" vor schweren Verläufen. Die Gefahr einer Virusausbreitung steige mit der Zahl von Menschen in einem Raum und mit zunehmender Dauer von Kontakten.

Omikron bald dominate Variante?

"Deshalb gibt es definierte Hotspots. Das sind Veranstaltungen, bei denen intensiv gefeiert wird - wie Clubs und Diskotheken, aber auch große private Feste wie Hochzeiten", sagte Wieler. Die Krankheitsschwere durch die neue Variante könne noch nicht abschließend beurteilt werden, bekräftigte er:

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass die Krankheitsverläufe schwerer sind. Es gibt aber aktuell auch keine überzeugenden Hinweise darauf, dass sie leichter sind als bei der Delta-Variante.
Lothar Wieler, RKI-Chef

"Je nachdem, wie wir uns verhalten, wird sich das Virus schneller oder weniger schnell ausbreiten", sagte Wieler. "Es kann sein, dass Ende des Jahres bereits die Hälfte aller Neuinfektionen auf die Omikron-Variante zurückgehen. Es kann aber auch bis in die erste, zweite oder gar dritte Januar-Woche dauern."

Wieler will RKI-Präsident bleiben

Wieler vermied direkte Kritik an der Bundesregierung, die der RKI-Empfehlung von sofortigen und "maximalen Kontaktbeschränkungen" nicht gefolgt war: "Unsere Empfehlung war, die Kontaktbeschränkungen schnell in Kraft zu setzen. Auch der Expertenrat hatte das empfohlen. Aber es ist eine Entscheidung der Politik."

Wieler erklärte, er wolle RKI-Präsident bleiben. "Ich habe keine anderen Pläne."

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