Sie sind hier:

Neue Corona-Variante - WHO: Bisher keine Omikron-Todesfälle bekannt

Datum:

Wie gefährlich ist die neue Corona-Virusvariante? Auf der einen Seite gibt es keine Berichte zu Omikron-Todesfällen. Auf der anderen kommen in Südafrika mehr Kinder in die Klinik.

ILLUSTRATION_- Logo der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einem Smartphone vor einer visuellen Darstellung der neu entdeckten Virusvariante Omikron.
Die Omikron-Variante B.1.1.529 macht der Welt Sorgen.
Quelle: dpa

Zur neuen Coronavirus-Variante Omikron werden immer mehr Fakten zusammengetragen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte am heutigen Freitag mit, dass noch kein Todesfall im Zusammenhang mit Omikron gemeldet worden sei.

WHO: Noch keine Berichte über Omikron-Todesfälle

Südafrikanische Experten wiesen aber auf einen deutlichen Anstieg der Krankenhauseinweisungen kleiner Kinder wegen Corona-Infektionen sowie auf ein deutlich höheres Risiko einer Wiederansteckung hin. Die Zusammenhänge und die Gefährlichkeit von Omikron sind jedoch weiter unklar. Lokale Ansteckungen treten mittlerweile auch außerhalb des südlichen Afrikas auf.

Die WHO habe "noch keine Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit Omikron" erhalten, sagte ihr Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Die WHO trage kontinuierlich alle verfügbaren Daten über Omikron zusammen, so dass es eine Ansammlung von Wissen, aber "hoffentlich nicht über Todesfälle" gebe.

ZDFheute Infografik

Wir integrieren Bilder und andere Daten von Drittanbietern, u.a. die Software von Datawrapper für die Darstellung von ZDFheute Infografiken. Mit Ihrer Zustimmung werden diese angezeigt und die genutzte IP-Adresse dabei an externe Server übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre zukünftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

Wie gefährlich ist die Omikron-Variante?

Die neue Variante war vor gut einer Woche erstmals aus Südafrika gemeldet worden. Mittlerweile wurde sie in rund zwei Dutzend Ländern nachgewiesen, darunter auch Deutschland. Omikron weist im Vergleich zum bisher gängigen Coronavirus 32 Mutationen auf, so dass eine höhere Übertragbarkeit befürchtet wird.

Dafür spricht eine noch nicht unabhängig von Fachleuten überprüfte Studie aus Südafrika über erneute Corona-Ansteckungen. Laut den vom südafrikanischen Gesundheitssystem gesammelten Daten gab es bis Ende November unter 2,8 Millionen positiv Getesteten 35.670 Verdachtsfälle auf erneute Ansteckung. Die Fälle wurden als sogenannte Reinfektionen betrachtet, wenn sie 90 Tage nach der ersten Ansteckung erneut positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Antikörper werden Omikron sicher weniger gut erkennen können, weil die Variante viele Veränderungen am Spike-Protein aufweise - so Richard Neher, Experte für die Evolution von Viren der Uni Basel.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Die an der Studie beteiligte Direktorin des südafrikanischen Forschungszentrums DSI-NRF, Juliet Pulliam, wies darauf hin, dass den Autoren keine Informationen über den Impfstatus der Patienten vorlagen. Den Schutz von Corona-Impfungen vor Reinfektionen wollen sie nun als nächstes untersuchen. Michael Head von der Universität Southampton urteilte angesichts der Studie, es werde "immer unwahrscheinlicher", dass Berichte über eine höhere Übertragbarkeit von Omikron "falscher Alarm" seien.

Starker Anstieg bei Klinikeinweisungen von unter Fünfjährigen

Omikron ließ in Afrika offenbar auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen kleiner Kinder wachsen.

Wassila Jassat vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) sagte mit Blick auf die Hospitalisierungen:

Wir haben einen ziemlich starken Anstieg in allen Altersgruppen festgestellt, insbesondere bei den unter Fünfjährigen.
Wassila Jassat vom NICD

Die Inzidenz bei den unter Fünfjährigen sei nun die zweithöchste nach der Altersgruppe der über 60-Jährigen.

Omikron offenbar leichter übertragbar

Seit dem Nachweis der Omikron-Variante in Südafrika ist die Zahl der Infektionen dort schneller gestiegen als dies in den vorherigen drei Corona-Wellen der Fall war. Michelle Groome vom NICD sagte:

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass Omikron leichter übertragbar ist und das Immunsystem teilweise umgehen kann.
Michelle Groome vom NICD

Obwohl die Patienten generell mildere Symptome als bei anderen Varianten aufwiesen, könnten schwerere Krankheitsverläufe Groome zufolge erst in den nächsten zwei Wochen auftreten.

Die Omikron-Variante ist in Südafrika auf dem Vormarsch. Doch viele Menschen zeigen sich noch unbesorgt.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Auf eine leichtere Übertragbarkeit der Omikron-Variante könnte auch ein Vorfall in Oslo hindeuten. Nach einem Weihnachtsessen mit 100 bis 120 geimpften Teilnehmern, unter ihnen ein Südafrika-Rückkehrer, wurden bislang 60 von ihnen per PCR-Test positiv auf Corona getestet, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In einem Fall sei die Omikron-Variante nachgewiesen worden, bei mindestens 17 weiteren sei dies ebenfalls wahrscheinlich.

Bayern, München: Corona-Teststation am Münchner Flughafen.
FAQ

Neue Corona-Variante - Was wir bisher über Omikron wissen 

Die neue Coronavirus-Variante Omikron breitet sich rasant aus. Was bisher über Symptome, Krankheitsschwere und den Einfluss auf Impfungen bekannt ist: ein Überblick.

von Oliver Klein
Intensivstation mit rotem Monitor

Nachrichten | Politik - Warum die Intensiv-Lage so angespannt ist 

Die Corona-Neuinfektionen sind so hoch-, Personal auf den Intensivstationen so knapp wie nie. Warum sich die Lage gegenüber der 2. und 3. Welle verschärft hat:

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.