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Karfreitag - Kleine Kreuzweg-Feier auf dem Petersplatz

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Papst Franziskus muss Ostern erneut unter Corona-Bedingungen feiern. Die Predigten zum wichtigsten religiösen Fest für Christen werden online und im Fernsehen übertragen.

Blick auf den Petersplatz. Archivbild
Der Petersplatz wird bei der Karfreitags-Feier weitgehend leer bleiben. Archivbild
Quelle: Gregorio Borgia/AP/dpa

Papst Franziskus begeht den Karfreitag wegen der Corona-Pandemie in stark eingeschränkter Form. Am Abend (18.00 Uhr) erinnert das katholische Kirchenoberhaupt im Petersdom in einem Gottesdienst an das Leiden und Sterben von Jesus Christus.

Karfreitag und Ostern ohne Menschenmassen

Nach Angaben des Vatikans sind zu den Papstmessen rund um Ostern aus Sorge um eine Weiterverbreitung des Virus nur wenige Gläubige zugelassen. Der große öffentliche Kreuzweg am Kolosseum in der Innenstadt Roms fällt wie im Vorjahr aus.

Stattdessen findet - ähnlich wie zu Beginn der Pandemie - auf dem Petersplatz vor dem Dom am Freitag eine kleine Kreuzweg-Feier (21.00 Uhr) statt. Bei der Veranstaltung wird traditionell der Weg von Jesus in den Tod am Kreuz und ins Grab nachgestellt.

[ZDFheute live überträgt die Feier ab 21 Uhr - mit Kommentar]

Dafür haben Kinder und Jugendliche Texte verfasst und Bilder angefertigt. Einige der Kinder kommen aus Pflegeheimen in Rom.

"Mein Gott, warum hast du mich verlassen?", soll der ans Kreuz genagelte Jesus gerufen haben. Am Karfreitag gedenken Gläubige seinem Leid.

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Ostern zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen

Für den 84-jährigen Franziskus ist es die zweite Karwoche und das zweite Ostern mit starken Corona-Einschränkungen. Im Frühjahr 2020 hatte der Papst aus Argentinien vor Pessimismus gewarnt, aber selbst traurig gewirkt.

Er gilt als Mann, der gern persönlichen Kontakt zu Gläubigen sucht. Seine Predigten werden nun im Internet und teils im Fernsehen übertragen. Ostern als Feier der Auferstehung Jesu ist das wichtigste religiöse Fest für Christen.

Am Gründonnerstag hatte der Papst eine Messe im Dom gefeiert. Dabei waren nur etwa 200 Zuhörer. Im vergangenen Jahr hatte Franziskus zum Teil vor noch weniger Menschen seine Osteransprachen gehalten.

Angesichts des zweiten Osterfestes in Pandemie-Zeiten ist von Christen weltweit erneut Improvisationstalent gefordert – so auch in Polen, Israel und Italien.

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Inzwischen sind im Vatikan nicht nur Franziskus, sondern auch andere Würdenträger und Beschäftigte geimpft.

Zur Osternacht wird Franziskus am Samstagabend im Petersdom eine Anhalt halten. Der Termin wurde etwas vorgezogen, weil in Italien ein nächtliches Ausgangsverbot nach 22.00 Uhr gilt.

"Urbi et Orbi" - Segen der katholischen Kirche

Dann folgen am Sonntag als Höhepunkte die Ostermesse und der Segen "Urbi et Orbi" ("Für die Stadt und den Erdkreis"). Das "Urbi et Orbi" ist der wichtigste Segen der katholischen Kirche und wird in der Regel zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen.

Damit ist eine Generalabsolution verbunden, also ein Straferlass bei Sünden. Wegen der Corona-Krise spendete der Papst zudem am 27. März vergangenen Jahres einen stark beachteten Sondersegen.

Vatikan orientiert sich an geltenden Corona-Regeln für Rom

In der Pandemie richtet sich der Kirchenstaat insgesamt stark nach den Vorschriften, die für die italienische Hauptstadt gelten. Italiens Regierung hat für Ostern das ganze Land vom 3. bis 5. April zur sogenannten Roten Zone mit besonders strikten Beschränkungen erklärt.

Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern zählt bislang seit rund 3,6 Millionen Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Corona-Toten liegt bei etwa 110 000.

Bund und Länder appellieren weiterhin an alle Bürgerinnen und Bürger, über Ostern auf nicht notwendige Reisen zu verzichten – doch wie verbringen die Menschen dieses Jahr Ostern? ZDF-Reporter Dominik Müller-Russel hat sich umgehört.

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