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Die Freude über alles, was irgendwie geht

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Kultur in der Corona-Krise - Die Freude über alles, was irgendwie geht

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Keine Auftritte, keine Proben, kein Einkommen: Die Corona-Pandemie hat Kulturschaffende zu Beginn besonders hart getroffen. Wie hat sich die Situation seit März entwickelt?

Eine Schauspielerin, ein Dirigent, eine Choreografin: Bereits im März haben Sofie Gross, Miguel Pérez Iñesta und Sonia Bartucelli uns erzählt, was die Corona-Krise für Kulturschaffende bedeutet. Jetzt berichten sie im Video, wie sich die Situation sich in den vergangenen Wochen und Monaten verändert hat:

Eine Schauspielerin, ein Dirigent und eine Tänzerin berichten, wie sie bisher durch die Krise gekommen sind und was sich verändert hat.

Beitragslänge:
4 min
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Kunst und Kultur während Corona - Freude über Kleinigkeiten

Im März wussten keiner der drei Kulturschaffenden, wie es für sie weitergeht.

Die Konzerte, an denen Miguel Pérez Iñesta mitwirken sollte - abgesagt. "Die letzten Monate waren kompliziert, wegen der Planungssicherheit", sagt der Dirigent heute. Aber: "Es gibt tatsächlich kleinere Sachen, die stattfinden können."

Wir freuen uns auf jedes Konzert als wenn es das letzte wäre.
Miguel Pérez Iñesta

Auch wenn es kompliziert sei - dass es überhaupt wieder kleine Konzerte und Projekte gebe, sei ein "sehr gutes Zeichen", findet Iñesta.

Erst digitaler Unterricht, jetzt wieder im Tanzstudio

Choreografin Sonia Bartucelli, der in Berlin eine Tanzschule gehört, hatte im März plötzlich "absolut kein Einkommen" mehr. Workshops, Theaterstücke und Fernsehproduktionen fielen wegen des Coronavirus kurzfristig aus. Vom Staat hat Bartucelli dann erst einmal Soforthilfe erhalten.

Mit ihrer Tanzschule wich Bartucelli rasch ins Internet aus. Seit Juni kommen ihre Schülerinnen und Schüler wieder ins Studio. "Die Menschen waren super glücklich, sich wieder sehen zu können, zusammen tanzen zu können", sagt Bartucelli.

Auch eine TV-Serie, für die Bartucelli im März angeworben war, wurde vor ein paar Wochen gedreht. Mit Maske, bei 35 Grad, unter strengen Hygiene-Regeln - "ganz andere Arbeitsbedingungen" als früher, sagt Bartucelli, aber "gut, dass wir so arbeiten durften."

Trotzdem bleiben bei Bartucelli Sorgenfalten. Der Kontakt mit dem Publikum fehlt weiterhin komplett. Und ob verschobene Live-Performances im nächsten Jahr stattfinden können - "wir wissen es nicht", sagt Bartucelli, die derzeit auf weitere Förderprogramme hofft.

Als Synchronsprecherin niemanden gefährden

Sorgen um die langfristigen Folgen für den Kulturbetrieb macht sich auch die Schauspielerin Sofie Gorss. Sie selbst ist bislang gut durch die Krise gekommen. Sie hat als Dozentin einer Münchener Schauspiel-Akademie gearbeitet und als Synchronsprecherin - "eine perfekte Arbeit", sagt Gross, weil sie als Sprecherin alleine im Studio sei und niemanden gefährde.

Wann sie das nächste Mal vor einem vollen Saal Theater spielen kann, weiß Gross aber nicht. Sie glaubt, dass uns die Folgen von Corona "erst in den nächsten zwei Jahren so richtig bewusst werden". Die "meisten freiberuflichen Schauspieler*innen werden es hart haben", eine Gast-Anstellung in Theatern zu ergattern, schätzt Gross. Und was wird aus der Generation, "die jetzt auf den Markt kommt (...). Wird es Stellen geben?"

"Das Theater, wie wir es kennen, - dass man dicht an dicht sitzt, mit vollen Reihen und einer Bomben-Stimmung - das wird es so erstmal nicht mehr geben", sagt Gross.

Und das, ja, das ist ganz schön erschreckend, ehrlich gesagt.
Sofie Gross

Sehen Sie hier noch einmal, wie Dirigent Iñesta, Choreografin Bartucelli und Schauspielerin Gross die Corona-Krise im März wahrgenommen haben.

Beitragslänge:
3 min
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