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Feiernde missachten Auflagen - Zusammenstöße mit Polizei in mehreren Städten

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In mehreren Städten haben Feiernde in der Nacht Corona-Regeln missachtet. Die Polizei griff ein. Es kam zu schweren Zusammenstößen. In Hamburg diskutiert man über Konsequenzen.

Hamburg: Polizisten treiben am späten Abend Besucher aus dem Schanzenviertel.
Polizeibeamte räumen das Schanzenviertel in Hamburg.
Quelle: dpa

Kontrollen von Corona-Maßnahmen werden durch ein zunehmend aggressives Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern begleitet. Am Wochenende kam es in einigen Städten zu Zwischenfällen.

In Hamburg hat die Polizei am Samstagabend eine illegale Rave-Party aufgelöst. Das Hamburger Schanzenviertel wurde geräumt und abgeriegelt. In Stuttgart war es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und feiernden Gruppen gekommen. Bei Corona-bedingten Kontrollen wurden demnach mehrere Beamte verletzt. Auch in anderen Städten kam es zu Auseinandersetzungen.

Hamburg: Polizei räumt illegale Rave-Party, Schanzenviertel abgeriegelt

Die illegale Party in Hamburg hatte Angaben zufolge in einem Park begonnen. Dort hatten sich 1.300 Menschen zu einem Rave versammelt. Da dabei von einer Großzahl der Menschen gegen die Abstände und Maskenpflicht aufgrund der Corona-Schutzordnung verstoßen wurde, schritten Polizeibeamte ein und lösten die Party auf.

Daraufhin strömten die Menschen ins nahe gelegene Schanzenviertel, um weiter zu feiern. Nach Polizeiangaben hatten dort bis zu 4.500 Menschen oft ohne Abstand und Masken gefeiert. Als die Polizei auch dort gegen die Feiernden durchgriff, kam es zu Flaschenwürfen. Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Gegen 23 Uhr wurde das Schanzenviertel abgeriegelt. Die ansässige Gastronomie musste eine Stunde früher schließen. Auch in Bremen war die Polizei in der Nacht auf Sonntag im Dauereinsatz. Zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens rückten die Streifenwagen knapp 150 Mal aus.

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin: Auf Ballermann "gesitteter" als im Schanzenviertel

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) verurteilte den Vorfall im Schanzenviertel scharf: "Was sich am Wochenende in der Schanze abgespielt hat, war total daneben". Sie könne zwar verstehen, dass "jetzt alle raus, Leute treffen, den Frühling genießen" wollten.

Aber das war eine rücksichtslose Massenparty mit Potenzial für ein mögliches Corona-Superspreader-Event.
Katharina Fegebank

Fegebank drohte auch mit Konsequenzen. Das Virus sei nicht aus der Welt, "und auf dem Ballermann geht es zur Zeit gesitteter zu als auf dem Schulterblatt", betonte sie.

Wir werden im Senat über Maßnahmen beraten müssen, wenn sich die Lage nicht durch Einsicht entspannt.
Katharina Fegebank

Stuttgart: Stadt und Polizei prüfen Verweilverbot für beliebte Spots

In Stuttgart hatten sich trotz des in der Corona-Schutzverordnung festgelegten Alkoholverbots an zahlreichen öffentlichen Plätzen mehrere Menschengruppen in der Innenstadt versammelt, wie das Polizeipräsidium Stuttgart am Sonntag mitteilte.

Nach Polizeiangaben hatten sich teilweise zwischen 500 und 600 Menschen an der populären Freitreppe am Schlossplatz versammelt, die bereits am Abend zuvor geräumt worden war. Gegen Mitternacht sei die Stimmung zunehmend aggressiv geworden. Flaschen wurden in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Daraufhin wurde die Räumung der Freitreppe am Schlossplatz angeordnet.

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von Julia Klaus

Dabei kam es zu weiteren Flaschenwürfen, Auseinandersetzungen und massiven Beleidigungen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. Sechs Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen, sie kamen später wieder auf freien Fuß. Fünf Beamte erlitten Verletzungen, eine Polizistin musste den Dienst vorzeitig beenden. Nach dem Großeinsatz prüfen Stadt und Polizei ein Verweilverbot für die beliebten Bereiche in der Stadt.

Bereits in der Nacht zu Samstag hatten sich auch in Leipzig Gäste einer Bar mit gewaltsamen Attacken auf Polizeibeamte gegen eine Corona-Kontrolle gewehrt. Drei Beamte wurden bei dem Einsatz verletzt, zwei von ihnen mussten nach Polizeiangaben im Krankenhaus behandelt werden.

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