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Folgen der Delta-Variante - RKI: Vierte Welle hat begonnen

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Die Delta-Variante hat Folgen: Laut Robert-Koch-Institut hat die nächste, die vierte, Welle begonnen - früher als im Jahr 2020. Aber anders als damals können Impfungen schützen.

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts zeichnet sich deutlich eine vierte Corona-Welle. Durch den Impfschutz ist die Situation anders als bei den ersten Wellen.

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Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat in Deutschland die vierte Welle der Corona-Pandemie begonnen. Der Anteil der positiven Proben unter den PCR-Tests in Laboren sei binnen einer Woche bis Mitte August von vier auf sechs Prozent gestiegen, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend. Grundlage ist rund eine halbe Million Tests aus fast 200 Laboren.

Anstieg der Neuinfektionen vor allem bei Jüngeren

Von Infektionen betroffen seien vor allem jüngere Menschen. "Damit zeigt sich nun deutlich der Beginn der vierten Welle, die insbesondere durch Infektionen innerhalb der jungen erwachsenen Bevölkerung an Fahrt aufnimmt", heißt es in dem Bericht.

Seit Montag empfiehlt die Impfkommission nun doch, auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren impfen zu lassen. Der Andrang auf die Impftermine ist groß.

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Angesteckt hat sich ein Teil der Betroffenen auch in Urlaubsländern, zum Beispiel auf dem Balkan, in der Türkei oder in Spanien. Das RKI schätzt eine Gefährdung für die Gesundheit der noch nicht oder erst einmal geimpften Bundesbürger insgesamt weiterhin als hoch ein. Für vollständig Geimpfte stufen die Forscher sie als moderat ein.

So hat sich das Coronavirus in Deutschland, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden ausgebreitet. Die Inzidenz-Kurven von Beginn der Pandemie bis 21. Juli 2021.

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Inzidenz steigt früher als 2020 - Delta dominiert

Bereits seit Anfang Juli komme es hierzulande wieder zu einem Anstieg der Inzidenz vor allem in den Altersgruppen der 10- bis 49-Jährigen, heißt es in der Analyse. In Kitas und Schulen lägen Ausbrüche bis Mitte August jedoch noch auf einem niedrigen Niveau. In einigen Bundesländern sind aber auch noch Ferien. Ferner sei mit Nachmeldungen zu rechnen.

Ein ähnlicher Anstieg der Infektionen in der jüngeren Bevölkerung sei auch schon im Sommer 2020 zu beobachten gewesen, heißt es im Bericht. Allerdings erst fünf Wochen später, also Ende September oder Anfang Oktober. In diesem Sommer dominiert bisher die ansteckendere Delta-Variante - inzwischen zu 99 Prozent. Im Sommer 2020 gab es allerdings noch keinen Impfschutz.

Vor allem für alte und vorerkrankte Menschen sei eine weitere sogenannte Booster-Impfung gegen Corona sinnvoll, sagt Immunologe Leif-Erik Sander von der Charité Berlin.

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Langer Weg zur Herdenimmunität

Am Montag hat die Ständige Impfkommission auch grünes Licht für Covid-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren gegeben. Rechtlich war das bereits seit Ende Mai möglich. Die Nachfrage steigt nach Angaben der Kinder- und Jugendärzte im Moment sprunghaft an.

Insgesamt haben derzeit rund 64 Prozent Bevölkerung mindestens eine Impfung gegen Covid-19 bekommen. Mehr als 58 Prozent wurden bereits vollständig gegen das SARS-CoV-2-Virus immunisiert. Wünschenswert für ein Ausbremsen der Pandemie sind Impfquoten von 85 Prozent und mehr. [Weitere Zahlen rund um die Impfkampagne lesen Sie hier.]

RKI: Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern wird steigen

Auch das Einhalten der Corona-Regeln wie Masketragen und Abstandhalten sowie das Testen bleibt nach RKI-Einschätzung wichtig. Der neue Anstieg der Inzidenzen hat Folgen. Der zuletzt allgemein abnehmende Trend von Covid-Patienten in Kliniken setzt sich zurzeit nicht fort, heißt es in dem Bericht.

Die Zahlen befänden sich noch auf niedrigem Niveau, stiegen nun aber sichtbar an. Auch hier sei mit Nachübermittlungen zur rechnen, weil Covid-Patienten häufig erst ein bis zwei Wochen nach der Diagnose in ein Krankenhaus kämen - zumeist mit schweren Atemwegsinfekten.

Zahlreiche Menschen bevölkern eine Fußgängerzone
Interview

Streitgespräch - Brauchen wir niedrige Corona-Inzidenzen noch? 

Mit Blick auf die vierte Corona-Welle wird auch über den Umgang mit der 7-Tage-Inzidenz gestritten. Wir haben zwei Experten mit unterschiedlicher Meinung zur Diskussion eingeladen.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

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Nachrichten | heute - Kassenärzte fordern "Freedom Day"  

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Gassen hat sich für einen "Freedom Day" in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Er fordert das Ende sämtlicher Corona-Beschränkungen in sechs Wochen.

18.09.2021
von Markus Wolsiffer
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