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Ende kostenloser Corona-Tests - Immer weniger Menschen lassen sich testen

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Seit einer guten Woche sind Schnelltests meist nicht mehr kostenlos, deshalb lassen sich immer weniger Menschen testen. Mehr Impfungen gibt es aber auch nicht - im Gegenteil.

Ohne Impfung wird der Corona-Alltag für viele teurer.
Seit Corona-Schnelltests für die meisten nicht mehr kostenlos sind, brechen die Testzahlen ein.
Quelle: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Noch vor wenigen Wochen bildeten sich immer wieder Schlangen vor dem weißen Zelt in der Mainzer Innenstadt beim Rebstockplatz. Jetzt kommen nur hin und wieder mal Interessierte, um sich auf Corona zu testen. "Es sind nur noch halb so viele wie vorher, vielleicht fünfzig bis hundert Leute am Tag", berichtet die Mitarbeiterin.

Seit dem 11. Oktober sind Corona-Bürgertests für die meisten kostenpflichtig und kosten in der Regel zwischen zwölf und zwanzig Euro. Nur für Kinder unter zwölf Jahren und Menschen, die aus anderen Gründen nicht geimpft werden können, bleiben die Tests kostenlos. Und so bricht die Zahl der Tests ein:

Zwei Drittel weniger Schnelltests in Niedersachsen

In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Schnelltests pro Woche fast halbiert, in Niedersachsen ist sie sogar um zwei Drittel zurückgegangen. Das geht aus Statistiken der Gesundheitsministerien der beiden Länder hervor, die ZDFheute vorliegen.

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Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne und seit die Schnelltests für die allermeisten nicht mehr kostenlos sind, hat sich auch die Zahl der Teststellen deutlich verringert. Von den ursprünglich fast 9.800 Teststellen in Nordrhein-Westfalen sind derzeit rund 2.700 nicht mehr in Betrieb.

DRK setzt auf mobile Test-Teams

In Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der Teststellen nach Angaben des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung sogar halbiert. Ein ähnliches Bild auch in Niedersachsen: Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gab es noch im Juli insgesamt über 4.300 Testzentren, die mit den Kassen abrechnen konnten. Davon sind nun landesweit gerade mal noch gut 800 übrig. Knapp 2.000 Testzentren gibt es laut Gesundheitsministerium in Niedersachsen insgesamt.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dampft bundesweit sein Angebot ein: Seit dem 11. Oktober gibt es in allen Bundesländern deutlich weniger DRK-Teststellen oder sogar gar keine mehr wie in Bremen oder Berlin, berichtet der Pressesprecher Dieter Schütz. Teils setzt das DRK auch nur noch mobile Teams ein, zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern.

Zahl der Erstimpfungen sinkt

Ein deutschlandweiter Überblick, wie viele Schnelltests in den vergangenen Wochen in Testzentren durchgeführt wurden, ist nicht zu bekommen - der Bund und auch viele Gesundheitsministerien der Länder haben darüber keinen Überblick.

Zu mehr Impfungen haben die nun kostenpflichtigen Tests nicht geführt: Die Zahl der Erstimpfungen im Sieben-Tage-Schnitt ist zuletzt sogar gesunken. Sie lag in den Tagen rund um den 11. Oktober bei rund 40.000, zuletzt ließen sich durchschnittlich nur noch etwa 34.000 Menschen pro Tag eine erste Corona-Impfung verabreichen.

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