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Nach Corona-Pause - GEW mahnt: Schüler nicht überfordern

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Nach Monaten im Wechselunterricht und im Homeschooling kehren Kinder und Jugendliche wieder zurück in ihre Schulen. Die GEW mahnt, den Fokus auf die Psyche der Schüler zu legen.

Schüler sitzen im Unterricht. Symbolbild
Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, warnt davor, die Schüler und Schülerinnen nach den monatelangen Schulschließungen zu überfordern.

Im Interview mit Bayern 2 sagte sie:

Es kann nicht im Vordergrund stehen, jetzt Klassenarbeiten zu schreiben und Leistungsüberprüfungen abzunehmen.

Natürlich müsse auch Stoff nachgeholt werden, aber das könne nicht Ziel der ersten zwei, drei Wochen sein, sagte Finnern. Man müsse vielmehr im Blick haben, wie die Kinder und Jugendlichen diese Zeit überstanden hätten.

Auch von Nachhilfe-Stunden in den Sommerferien hält sie wenig:

Ich glaube, dass Kinder und Jugendliche gerade auch in diesen Sommerferien Auszeiten brauchen.

Mehr Unterstützung für Ausstattung der Schulen gefordert

Im kommenden Schuljahr rechnet Finnern nicht mehr mit monatelangen Schulschließungen. Man könne es zwar nicht ganz ausschließen, "wir haben aber eine etwas andere Situation als im letzten Jahr". Die Bereitschaft bei den Beschäftigten in den Schulen, sich impfen zu lassen, sei enorm hoch.

Dennoch brauche es weiterhin mehr Unterstützung für die Ausstattung der Klassenräume. "Es ist das größte Problem, dass wir es 15 Monate nach Beginn der Pandemie immer noch nicht geschafft haben, Schulen zum Beispiel mit Luftfiltern auszurüsten." Dies könnten Kommunen und Schulträger finanziell nicht allein stemmen.

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Videolänge
2 min
von Marcel Burkhardt

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