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Corona-Gefahr an Schulen - Lüften und zwei Schnelltests "reichen nicht"

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Nach den Sommerferien können sich Schulschließungen nur durch gezielte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verhindern lassen, warnen Modellierer der TU Berlin.

Klassenzimmer mit Luftfilfter
Die Forscher sehen Luftfilter als eine Maßnahme, Infektionen in Schulen zu unterdrücken.
Quelle: dpa

Anhand von Modellierungen erwartet eine Wissenschaftlergruppe der Technischen Universität Berlin (TU), dass erneute Schulschließungen nach den Sommerferien nur durch konsequente Maßnahmen verhindert werden können.

Die Simulationen zu Schulen zeigen laut dem Bericht, dass Lüftungssysteme und flächendeckender Einsatz von Schnell- und/oder PCR-Tests die Infektionsdynamik verringern könnten. Würden solche Maßnahmen konsequent umgesetzt, seien Schulschließungen oder Wechselunterricht nicht notwendig, hieß es.

Das derzeit übliche Paket aus verdoppeltem Lüften und zwei Schnelltests pro Woche "reicht nicht", so die Wissenschaftler.

Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen sei Problem

Würden die Schulen nach den Sommerferien ohne Schutzmaßnahmen geöffnet, ergäbe sich laut Modell eine Infektionswelle bei den Schülerinnen und Schülern, die zu einer Welle bei Erwachsenen führe.

Als Problem sehen die Autoren auch an, dass es bisher keine einheitliche Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche gibt. Zwar sei ein Impfstoff für 12 - 16-Jährige zugelassen, von der Ständigen Impfkommission aber nicht empfohlen.

Deshalb fordern die Autoren, in Kitas und Schulen die Infektionen effektiv zu unterdrücken, bis allen Kindern und Jugendlichen ein "Impfangebot ohne vermeidbare Zugangshürden" gemacht wurde.

Bei einer Sonderimpfaktion für Kinder und Jugendliche in Pfaffenhofen waren alle Termine in kürzester Zeit komplett ausgebucht.

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Kretschmer befürwortet Impfungen von Kindern

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich strikt gegen erneute Schulschließungen aus - und für die Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Offene Schulen und Kindergärten seien eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, aber auch der psychischen Gesundheit von Kindern und Familien, sagte er der "Rheinischen Post".

Christian Kröner ist Allgemeinarzt und impft seit Mitte Juni auch Kinder und Jugendliche gegen Covid-19. Das kommt nicht bei allen gut an.

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