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Stiftung - Corona-Tod durch Sepsis lässt sich verhindern

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Oftmals sterben Corona-Patienten an einer nicht erkannten Blutvergiftung, sagen Experten. Betroffen sind demnach vor allem Patienten, die sich zu Hause kurieren.

Archiv: Ärzte und Pfleger behandeln in der Intensivstation einen Coronapatienten.
Ärzte und Pfleger behandeln in der Intensivstation einen Coronapatienten.
Quelle: dpa

Viele Corona-Patienten sterben nach Auskunft der deutschen Sepsis-Stiftung an einer unerkannten Blutvergiftung. Ein solcher Verlauf könne durch eine bessere Früherkennung und eine angepasste Behandlung oft verhindert werden. Nach wie vor gebe es eine weit verbreitete Unkenntnis über das Thema Sepsis in der Bevölkerung, aber zum Teil auch beim medizinischen oder pflegerischen Personal. Das sagte der Stiftungs-Vorsitzende Konrad Reinhart dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Ein großes Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankung zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis übergeht.
Konrad Reinhart, Sepsis-Stiftung

Reinhart weiter: "Wer Anzeichen wie ein plötzliches extremes Krankheitsgefühl, Fieber, einen hohen Puls, Verwirrtheit oder Schüttelfrost bemerkt, sollte auf keinen Fall abwarten und sofort ein Krankenhaus aufsuchen oder den Notarzt rufen."

Ruf nach einem nationalen Sepsisplan

Bei einer Sepsis - allgemein Blutvergiftung genannt - handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf eine Infektion. Diese schädigt Organe und kann innerhalb von Stunden zum Tod führen.

Sepsis spielt nach Angaben des Intensivmediziners Reinhart nicht nur bei Corona eine entscheidende Rolle, sondern auch bei Ebola, Grippe oder jeder zukünftigen Pandemie, unabhängig vom Erreger. Daher fordert er einen Nationalen Sepsisplan.

Nach Angaben der Sepsis-Stiftung sterben jedes Jahr rund 75.000 Menschen in Deutschland an einer Sepsis. Etwa 15.000 bis 20.000 davon könnten nach Darstellung der Stiftung gerettet werden, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt werden würde.

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Shutdowns bis zum 14. Februar geeinigt. Neben einer erweiterten Maskenpflicht sollen Arbeitgeber auch mehr Homeoffice ermöglichen.

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