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Beschlussentwurf : Stiko für vierte Impfung bei Vulnerablen

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Mit Blick auf gefährdete Gruppen hat sich die Ständige Impfkommission für einen zweiten Booster ausgesprochen. Auch der Novavax-Impfstofff findet die Zustimmung der Stiko.

Eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff wird aufgezogen. Archivbild
Eine vierte Impfung soll nach dem Willen der Stiko offenbar bald empfohlen werden.
Quelle: Sven Hoppe/dpa

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich für die Corona-Impfung mit dem Vakzin des Herstellers Novavax für Menschen ab 18 ausgesprochen. Zudem befürwortet sie eine zweite Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen. Das teilte das Expertengremium an diesem Donnerstag zu zwei Beschlussentwürfen mit.

Es handelt sich noch nicht um finale Stiko-Empfehlungen, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern.
Änderungen seien möglich.

Novavax nicht für Schwangere und Stillende

Der Novavax-Impfstoff solle neben den bisherigen Covid-19-Impfstoffen zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen bei volljährigen Menschen eingesetzt werden. Für Schwangere und Stillende werde der Impfstoff aktuell jedoch nicht empfohlen.

Für die meisten Eltern eine Frage, die nicht leicht fällt: Das Kind gegen Corona impfen lassen oder nicht? Die Stiko empfiehlt jetzt, 5- bis 11-Jährige mit Vorerkrankungen zu impfen – und erntet von Teilen der Wissenschaft Kopfschütteln.

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Bei dem Präparat Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax, das seit Ende Dezember in der EU zugelassen ist, handelt es sich - anders als bei den anderen zugelassenen Vakzinen - um einen Proteinimpfstoff mit einem Wirkverstärker. "In den Zulassungsstudien zeigte der Impfstoff eine mit den mRNA-Impfstoffen vergleichbare Wirksamkeit", erklärte die Stiko. Zur klinischen Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante könnten aber noch keine Aussagen getroffen werden.

Impfreaktionen wahrscheinlich ähnlich

Das Novavax-Vakzin, das in Deutschland ab dem 21. Februar verfügbar sein soll, könne zu ähnlich ausgeprägten Impfreaktionen führen wie die anderen zugelassenen Vakzine gegen das Coronavirus. Allerdings sei die Datenlage zu Nuvaxovid noch begrenzt.

Die Zulassungsstudien ergaben keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich schwerer unerwünschter Wirkungen nach Impfung.
Stiko

Gesundheitsminister Lauterbach sieht bei illner den Novavax-Impfstoff als Chance für Impfunwillige. Novavax soll ausschließlich an die Länder verteilt werden, nicht an Praxen.

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Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen soll es aus Sicht der Stiko zudem eine zweite Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff nach abgeschlossener Grundimmunisierung und der ersten Auffrischungsimpfung geben.

Vierte Impfung nach drei bis sechs Monaten

Bei gesundheitlich gefährdeten Menschen solle diese frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung erfolgen, Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen solle den zweiten Booster frühestens nach sechs Monaten erhalten.

Zur Begründung teilte das Gremium mit, dass aktuelle Daten einen schwindenden Infektionsschutz nach der ersten Auffrischimpfung gegen die Omikron-Variante binnen weniger Monate zeigten. Das sei besonders für Menschen ab 70 und Menschen mit Immunschwäche, die am gefährdetsten für einen schweren Verlauf bei einer Infektion seien, ein Risiko. Der zweite Booster solle nun den Schutz verbessern.

Genesene brauchen keinen zweiten Booster

Für Menschen, die nach der ersten Auffrischimpfung eine Corona-Infektion durchgemacht hätten, werde aber kein weiterer Booster empfohlen, hieß es. Die Stiko geht beim zweiten Booster von einer ähnlichen Verträglichkeit aus wie beim ersten. Das Gremium erklärte aber auch, "dass die Datenlage zur Effektivität und zur Sicherheit einer zweiten Auffrischimpfung noch limitiert ist".

Stiko-Vorsitzender Thomas Mertens erläuterte den Zeitungen der Funke Mediengruppe die Vorteile, die jüngste Daten aus Israel zur vierten Impfung vermuten ließen. Es gebe eine ...

...gewisse Verbesserung beim Schutz vor Infektion und eine deutlichere Verbesserung beim Schutz vor schwerer Erkrankung.
Thomas Mertens, Vorsitzender Stiko

In Israel haben bereits Hunderttausende eine vierte Impfung. Nach Menschen über 60, Immungeschwächten und medizinischem Personal können sie dort inzwischen alle Erwachsenen mit Vorerkrankungen in Anspruch nehmen.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind aktuell knapp 74,1 Prozent der Bevölkerung vollständig, also zweimal gegen Covid-19 geimpft. Mindestens 53,3 Prozent haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

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