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In der Corona-Pandemie - Studie: Jedes dritte Kind psychisch auffällig

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Eine Befragung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf zeigt: Die Pandemie macht Kindern und Jugendlichen schwer zu schaffen. Ihre Sorgen und Ängste nahmen im Dezember weiter zu.

Archiv: Ein Mächen sitzt am 07.04.2013 in einer Wohnung in Berlin im Flur und weint
Kinder und Jugendliche leiden gesundheitlich unter der Corona-Pandemie, zeigt die Copsy-Studie.
Quelle: dpa

Fast jedes dritte Kind zeigt einer Analyse zufolge ein knappes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Das ist das Ergebnis der zweiten Befragung der sogenannten Copsy-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Sorgen und Ängste bei Kindern und Jugendlichen nehmen zu

Sorgen und Ängste hätten noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden seien verstärkt zu beobachten, sagte die Leiterin der Studie, Ulrike Ravens-Sieberer.

Kernergebnisse der Copsy-Studie:

  • Vier von fünf Kindern empfinden Pandemie subjektiv als äußerst belastend.
  • Sieben von zehn Kindern geben in der zweiten Befragung eine geminderte Lebensqualität an.
  • Drei von zehn Kindern leiden unter psychischen Auffälligkeiten.

Ravens-Sieberer betonte, es müsse verlässlichere Konzepte geben, "um insbesondere Kinder aus Risikofamilien zu unterstützen und ihre seelische Gesundheit zu stärken". Hier seien auch die Schulen gefragt, regelmäßig Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern zu halten. Ansonsten bestehe die Gefahr, "dass vor allem Kinder aus Risikofamilien ihre Motivation und Lernfreude verlieren".

Copsy-Studie: Kinder und Jugendliche treiben weniger Sport

Auch das Gesundheitsverhalten hat sich laut Studienergebnissen noch weiter verschlechtert. Kinder und Jugendliche ernähren sich demnach weiterhin ungesund. Zehnmal mehr Kinder als vor der Pandemie und doppelt so viele wie bei der ersten Befragung machten überhaupt keinen Sport mehr.

Der virtuelle Unterricht ist eine Belastung für Schüler, die im Dauer-Homeschooling immer mehr unter Druck geraten.

Beitragslänge:
2 min
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Parallel dazu verbringen die Kinder laut Studie noch mehr Zeit als im Frühsommer 2020 an Handy, Tablet und Spielekonsole, wobei sie die digitalen Medien jetzt häufiger für die Schule nutzen.

Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche befragt

Die Copsy-Studie  untersucht die Auswirkungen und Folgen der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Von Mitte Dezember bis Mitte Januar nahmen mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche und mehr als 1.600 Eltern per Online-Fragebogen teil. Im Zentrum der Untersuchung standen 7- bis 17-Jährige. 

Kind sitzt allein im Hof einer Plattensiedlung, eine Puppe ist heruntergefallen.

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von Meike Hickmann

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