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WHO lobt Studie als Durchbruch

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Mögliche Covid-19-Arznei - WHO lobt Studie als Durchbruch

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Seit Wochen suchen Forscher weltweit neben einem Impfstoff gegen das Coronavirus auch nach Medikamenten gegen die Krankheit Covid-19. Nun könnte es einen Durchbruch gegeben haben.

Das Medikament soll vor allem schwer Erkrankten helfen. Archivbild
Das Medikament soll vor allem schwer Erkrankten helfen. Archivbild
Quelle: Peter Kneffel/dpa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die vorläufigen Ergebnisse einer britischen Studie zu einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 als Durchbruch begrüßt.

Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Ergebnisse der "Recovery"-Studie sind aber bisher nicht von anderen Experten begutachtet worden.

WHO-Chef spricht von "großartigen Neuigkeiten"

"Das sind großartige Neuigkeiten", sagte Tedros demnach weiter. "Ich gratuliere der Regierung des Vereinigten Königreichs, der Universität Oxford sowie den vielen Krankenhäusern und Patienten im Vereinigten Königreich, die zu diesem lebensrettenden wissenschaftlichen Durchbruch beigetragen haben." Die vorläufigen Ergebnisse, der noch unveröffentlichten klinischen Studie weisen darauf hin, dass Dexamethason die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken könnte.

Wissenschaftler in Großbritannien haben bestätigt, dass das preiswerte Medikament Dexa-Methason Corona-Kranken helfen kann. Dazu ZDF-Korrespondent Andreas Stamm aus London.

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Bei Patienten, die künstlich beatmet wurden und das Medikament bekamen, sank die Sterberate um ein Drittel, wie die federführenden Wissenschaftler von der Universität Oxford am Dienstag in einer Pressemitteilung berichteten. In der Studie untersuchen Wissenschaftler die Eignung verschiedener bereits zugelassener Medikamente als Mittel gegen Covid-19.

Mehr als 11.500 Patienten in Studie aufgenommen

Insgesamt sind den Angaben zufolge mehr als 11.500 Patienten aus über 175 Kliniken in Großbritannien in die Studie aufgenommen. Der Dexamethason-Teil der Studie umfasste demnach 2.104 Patienten, die für zehn Tage einmal täglich sechs Milligramm Dexamethason bekamen. 4.321 Patienten dienten als Kontrollgruppe.

Die Sterblichkeit nach 28 Tagen war unter den künstlich beatmeten Patienten am höchsten. Sie lag ohne Dexamethason-Behandlung bei 41 Prozent. In der Versuchsgruppe sank sie um ein Drittel. Bei den Patienten, die Sauerstoff bekamen, aber nicht künstlich beatmet wurden, sank sie um ein Fünftel. Bei den Patienten, die gar keinen Sauerstoff benötigten, zeigte die Behandlung keine Wirkung.

Basierend auf den Zahlen würde bei der Behandlung von acht schwerkranken Covid-19-Patienten durch Dexamethason ein Todesfall verhindert, hieß es. Das Medikament wird üblicherweise als Entzündungshemmer eingesetzt, etwa bei Entzündungen von Haut und Gelenken.

eine undatierte elektronenmikroskopische aufnahme des «u.s. national institute of health» zeigt das neuartige coronavirus

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