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Supermarkt in Hamburg - Mit UV-Licht gegen das Coronavirus

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Kann UV-Licht gegen das Coronavirus helfen? Ein Supermarkt in Hamburg probiert das jetzt aus. Wenn sie sich bewährt, könnte die Technik auch in Schulen angewendet werden.

Was könnte im Kampf gegen eine weitere Verbreitung des Coronavirus helfen? Ein Supermarkt in Hamburg testet eine spezielle Methode.

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Die Kunden kommen rein, den Blick aufs Obst gerichtet. Niemand achtet in diesem Edeka Markt auf die Europa-Premiere oben an der Decke: längliche Kästen, die aussehen wie Mücken-Lampen. Ein blaues, schimmerndes Licht geht von ihnen aus. 31 sind in dem Supermarkt mitten in Hamburg verbaut.

UV-C-Licht gegen Corona

Das Licht hat es in sich: UV-Licht des Unterbereiches C. Ein sehr kurzwelliges, energiereiches Licht, das es normalerweise von der Sonne nicht durch die Atmosphäre schafft. Aus gutem Grund: Es ist für Haut und Augen schädlich. Fünf Minuten reichen schon für leichte Verbrennungen. Aber wenige Sekunden reichen und das Licht hat die RNA - also das Erbgut - von Viren und Bakterien deaktiviert.

Coronaviren haben UV-C-Licht nur wenig entgegen zu setzen. Das machen sich die Ingenieure zu nutze. Die Lampen in dem Supermarkt sind von Signify. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg gehört zur Philips-Gruppe. Dort kommen UV-C-Lampen schon seit 30 Jahren zum Einsatz. Hauptsächlich in der Wasserentkeimung.

Der erste UV-C-Licht-Supermarkt in Europa

Nun der erste Schritt in einen öffentlichen Bereich. Wenn die Kunden das Licht sehen könnten, wäre ein Lichtschleier unter der Decke. Die UV-Lampen hängen in 2,3 Metern Höhe und strahlen mit drei Prozent Steigung nach oben ab. Darunter kommt kaum mehr Strahlung an. Das musste - so sieht es die dafür zuständige DIN vor - eingemessen werden in Augenhöhe auf 1,7 Metern. So können die Lampen wirken während der Betrieb im Markt normal weiterläuft.

UV-C-Strahlen können Viren abtöten. Doch das Licht birgt auch Gefahren für den menschlichen Körper.

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Die Wirkung des Lichtes ist unbestritten: Die Viren sterben binnen Sekunden ab. Ob allerdings wirklich genügend Luftumwälzung vorhanden ist lässt sich nicht messen. "Deswegen", so betont Christian Goebel von Lampenhersteller Signify, "ist die UV-C-Licht Bestrahlung ein Mittel gegen die Pandemie, aber nicht das Allheilmittel".

Lampen auch für Schulklassen?

Lichtexperte Goebel rechnet ein anderes Beispiel vor: "Wäre ein normaler Klassenraum mit 2 UV-C-Lampen ausgestattet, die Schüler bräuchten nur noch einmal pro Stunde lüften." Die Lampen - so hat es eine Untersuchung der Universität Boston ermittelt - strahlen UV-C-Licht im Bereich 254 Nanometer ab. Das deaktiviert 99,9 Prozent aller Viren, die im Bereich der Strahlung liegen und genug Strahlung abbekommen.

UVC-Licht ist so energiegeladen, dass es Viren abtötet. Nun sollen solche Strahler in Aufzügen oder geschlossenen Räumen eingesetzt werden.

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Das aber zeigt auch schon die Achilles-Ferse der Technik: Die Luft mit den Viren muss in den Bereich der Lampen kommen - also oben ab 2,3 Metern Höhe. Die Lampen darunter anzubringen wäre gefährlich. Zu leicht könnte - um im Beispiel zu bleiben - ein Schüler auf die Fensterbank oder den Tisch klettern und wäre im Bereich des Lichtes, das man nicht sieht. Es braucht allerdings mindestens fünf Minuten dort oben, bevor Augen- oder Hautprobleme auftreten.

Der Supermarkt in Hamburg ist deshalb auch ein erster Test, der wissenschaftlich begleitet wird. In sechs bis acht Wochen wird es erste Ergebnisse geben. Erst dann ist klar, ob die UV-C-Licht-Lampen ihren Teil zur Bekämpfung der Pandemie beitragen. Schon jetzt aber ist sicher: Auch diese Technik kann nur ein Baustein von vielen sein.

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