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Forscher zu RKI-Todeszahlen : "An allen Stellschrauben stärker drehen"

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Die hohen Infektionszahlen und das mutierte Virus seien besorgniserregend, sagte RKI-Forscher Brockmann im ZDF. Das Gebot der Stunde: "Wir müssen die Kontakte weiter reduzieren".

Ein trauriger Rekord sorgt am Donnerstag für Schlagzeilen: 1.244 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, meldete das Robert-Koch-Institut (RKI). Die hohen Infektionszahlen würden zeigen, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichten, sagte Professor Dirk Brockmann, Physiker am RKI, im ZDF-Morgenmagazin. Dies liege in erster Linie am Verhalten der Bevölkerung.

Der harte Lockdown ist ja kein harter Lockdown.
Prof. Dirk Brockmann, Physiker am Robert-Koch-Institut

Pandemiemüdigkeit als Ursache?

Es gebe einen deutlichen Unterschied im Verhalten der Menschen zwischen dem ersten harten Shutdown und dem aktuellen Shutdown, sagte Brockmann. Die aktuellen Mobilitätsdaten würden belegen, dass sie Menschen ihre Kontakte deutlich weniger einschränken als während der ersten Corona-Welle. Damals sei die Mobilität innerhalb einer Woche um 40 Prozent zurückgegangen. Auch seit Dezember seien weniger Menschen unterwegs, allerdings seien die Zahlen langsamer gesunken.

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In diesem Zusammenhang sei Pandemiemüdigkeit ein wichtiges Stichwort, so Brockmann. Die Menschen seien die Maßnahmen leid. Doch: "Um die gewünschte Inzidenz zu erreichen, müssen die Kontakte deutlich weiter reduziert werden", betonte er abermals. Die neuen Regelungen zum Bewegungsradius begrüßte er.

Brockmann: Impfen wird zunächst nicht helfen

Derzeit seien die Infektionszahlen noch auf einem zu hohen Niveau um lediglich auf das Impfen zu hoffen. Das werde "zunächst einmal nicht helfen", sagte der Physiker. Um die Fallzahlen zu senken, müssten zunächst Mobilität und Kontakte reduziert werden.

Impfen wird erst mittelfristig helfen, weil es dauert, bis alle Menschen geimpft sind.
Prof. Dirk Brockmann, Physiker am Robert-Koch-Institut

Außerdem müsse die Rückverfolgung der Infektionsketten wieder sichergestellt werden - auch im Hinblick auf die neue "besorgniserregende" Virus-Mutation. Der Wissenschaftler prognostizierte: Auch in Zukunft würden immer wieder neue Varianten des Virus auftauchen. Deshalb sei es wichtig, nun an allen Stellschrauben zu drehen, "damit die Zahlen noch weiter runtergehen."

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