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Vorläufige Daten - Wie sich Corona in den Sterbefallzahlen zeigt

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Wie stark schlägt sich die Corona-Pandemie in den Sterbefallzahlen des vergangenen Jahres nieder? Vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes geben Aufschluss.

Archiv: Mit Kreide geschrieben steht «Covid» auf einem Sarg mit einem Verstorbenen, der an oder mit dem Coronavirus gestorben ist, welcher im Krematorium Dresden-Tolkewitz mit anderen Särgen in der Kühlung steht.
Die Sterbefallzahlen lagen in der zweiten Dezemberwoche 23 Prozent höher als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.
Quelle: dpa

Die Sonderauswertung mit vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes, die bis Mitte Dezember zur Verfügung stehen, gibt Aufschluss über die sogenannte Übersterblichkeit - also wie viele Menschen durch die Corona-Pandemie mehr sterben als in sonstigen Jahren.

Erste Corona-Welle: Größte Übersterblichkeit im April

Demnach ist die Zahl der Sterbefälle von Ende März bis Anfang Mai - in der ersten Corona-Welle - im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 deutlich gestiegen. Mit 15 Prozent war die Abweichung in der zweiten Aprilwoche am größten. Das RKI meldete in dieser Woche 1.737 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 - es war der Höchststand in der ersten Welle.

Von Anfang Mai bis Mitte Juli pendelten sich die Sterbefallzahlen wieder im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre ein oder schwankten darum. Im August und im September stiegen sie wieder an - laut Bundesamt hatte der Ausschlag nach oben aber - wie in anderen Jahren - mit der Hitzewelle zu tun.

In der ersten Oktoberhälfte pendelte sich die Zahl der Sterbefälle zunächst wieder im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre ein. Danach stiegen die Zahlen deutlich an.

Sterbefälle im Dezember 23 Prozent über dem Durchschnitt

In der 50. Kalenderwoche - also vom 7. bis 13. Dezember - starben nach vorläufigen Daten mindestens 22.897 Menschen, das sind 23 Prozent oder 4.289 mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. In der betreffenden Woche meldete das RKI insgesamt 3.595 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, das war bis dahin der Höchststand in sieben Tagen.

Grafik: Todesfälle in Deutschland  im Zusammenhang mit dem Coronavirus
Quelle: ZDF

Besonders auffällig ist die Entwicklung laut Bundesamt weiterhin in Sachsen, das stark von Corona betroffen ist. In der 50. Kalenderwoche lag die Zahl dort 88 Prozent beziehungsweise 970 Fälle über dem Durchschnitt der Vorjahre. Brandenburg meldete demnach eine Zunahme um 34 Prozent (211 Fälle) und Thüringen um 35 Prozent (204 Fälle).

Seit Wochen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 sehr hoch. Deswegen dürfte die Übersterblichkeit für die letzten beiden Dezemberwochen noch deutlicher ausfallen.

Montage aus Särgen und Statistiken

Nachrichten | Panorama - Übersterblichkeit kurz erklärt 

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