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Reisen in der Corona-Pandemie - Diese Regeln gelten jetzt für Ihren Urlaub

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Wer in den Sommerurlaub will, muss einiges beachten: Von Quarantäne bis Testpflicht - welche Regeln gelten wo? Was sollten Sie in Hochinzidenzgebieten beachten? Ein Überblick.

Aufgrund deutlich steigender Inzidenzen erklärt die Bundesregierung ganz Spanien zum Risikogebiet. Auch in Deutschland steigen die Zahlen, allerdings deutlich langsamer.

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In etlichen Bundesländern haben die großen Ferien begonnen, viele wollen in den Sommerurlaub starten - doch die Corona-Lage in Europa ist derzeit sehr unterschiedlich: In einigen Ländern greift die Delta-Variante des Virus um sich, Spanien wird zum Risikogebiet, Zypern sogar zum Hochrisikogebiet, Portugal wiederum wurde vom Virusvariantengebiet zurückgestuft zum Hochrisikogebiet.

Reisen sollten also gut überlegt werden. Erst recht, wenn Länder zwar "nur" als Risikogebiete gelten, dort aber manche Regionen regelrechte Hotspots sind. Beispiel Katalonien in Spanien: Dort betrug die Inzidenz zuletzt rund 450, Discos und Nachtclubs mussten am Freitag wieder schließen. Mit Blick auf Hochrisikogebiete erlärte Professor Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie im Gespräch mit ZDFheute:

Da würde ich nicht mit Kindern hinreisen, die nicht geimpft sind. Sonst müsste man sich wirklich krampfhaft an die Hygieneregeln halten.
Professor Hajo Zeeb, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie

Das gilt für Risiko- Hochrisiko- und Virusvariantengebiete

Einfaches Risikogebiet: Wer mit dem Flugzeug aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss vor dem Abflug der Fluggesellschaft ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Generell ist nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet eine digitale Einreiseanmeldung auszufüllen. Wer zurück nach Deutschland einreist, muss zehn Tage in Quarantäne, die aber mit einem Impf-, einem Genesenennachweis oder einem negativen Test umgangen bzw. vorzeitig beendet werden kann.

Hochrisikogebiet: Dieselben Regeln wie für einfache Risikogebiete, es gibt aber eine Besonderheit: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss mindestens fünf Tage in Quarantäne. Erst dann kann sie mit einem negativen Test vorzeitig beendet werden.

Virusvariantengebiet: Dieselben Regeln wie bei Risikogebieten, allerdings: Ein Test ist zwingend vorgeschrieben und die Quarantäne dauert in jedem Fall 14 Tage, eine vorzeitige Beendigung ist nicht möglich. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus diesen Staaten.

Welche Corona-Einreiseregeln gelten für Deutschland? - Infografik

Was bei der Einreise in welche Länder zu beachten ist und welche Corona-Regeln vor Ort gelten: ZDFheute mit einem Überblick über die beliebtesten europäischen Urlaubsziele der Deutschen in alphabetischer Reihenfolge:

Dänemark

Kein Risikogebiet. Deutsche können in Dänemark Urlaub machen, auch wenn sie noch nicht geimpft sind. An der Grenze müssen Reisende jedoch einen negativen Corona-Test vorzeigen. Geschäfte, Restaurants und Kneipen sind offen, Fitnessstudios, Museen und Kinos ebenso. Man muss auch keine Maske mehr tragen, abgesehen von Bus, Bahn oder Metro.

Frankreich

Kein Risikogebiet. Für die Einreise reicht ein aktueller Schnelltest oder Impfnachweis. Viele Geschäfte, Kinos und Schwimmbäder sind in Frankreich mit Hygienebestimmungen offen.

Griechenland

Kein Risikogebiet, obwohl die Inzidenz aktuell auf fast 100 gestiegen ist - allerdings konzentrieren sich die Ausbrüche vornehmlich auf junge Leute in der Region Athen. Weil der Anstieg auf das erst jüngst gelockerte Nachtleben zurückgeführt wird, gelten für Bars nun wieder strengere Regeln, etwa ein Tanzverbot. Griechenland-Besucher müssen vor der Einreise auf einer Website ihre Daten angeben und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie bei der Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Großbritannien

Hochinzidengebiet. Die Delta-Variante treibt die Fallzahlen im Vereinigten Königreich in die Höhe, die Inzidenz lag zuletzt bei 244. Doch ausgerechnet für Einreisende aus Deutschland mit geringer Inzidenz gibt es noch immer hohe Hürden: Zwingend sind eine Online-Anmeldung sowie Corona-Tests: Einer vor der Einreise, zwei weitere Tests am Tag zwei und Tag acht nach der Einreise, dazu häusliche Quarantäne von zehn Tagen mit der Möglichkeit einer Freitestung am fünften Tag nach der Einreise. Ausnahmen für Geimpfte gibt es bislang nicht. Diese Regelung gilt bis zum 19. Juli 2021.

Im Vereinigten Königreich schnellen die Neuinfektionen wieder in die Höhe.

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Italien

Kein Risikogebiet und es gelten besonders lockere Corona-Regeln. Wer in das Land reist, soll lediglich ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Zudem ist ein Nachweis über Impfung, Genesung oder ein negativer Test erforderlich.

Kroatien

Kein Risikogebiet - mit Ausnahme der Küstenregion Zadar. Kroatien verlangt von Reisenden das EU-weit gültige Corona-Zertifikat, akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen, Gaststätten dürfen Gäste in ihren Innenbereichen bewirten. Ausgenommen davon sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen.

Die kroatische Ferieninsel Korcula ist quasi Corona-frei.

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Malta

Kein Risikogebiet, aber nur Geimpfte dürfen einreisen. Malta schließt ab kommenden Mittwoch (14. Juli) die Grenzen für Reisende, die nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Im Freien dürfen sich Corona-Geimpfte ohne Mund-Nasen-Schutz bewegen, wenn sie alleine oder mit anderen Geimpften unterwegs sind. Ansonsten gilt die Maskenpflicht, außer an Stränden.

Niederlande

Kein Risikogebiet, trotz relativ hoher Inzidenz von fast 130. Das öffentliche Leben läuft fast normal. Museen, Theater, Zoos und Kinos sind geöffnet. Das gilt auch für Restaurants und Geschäfte. Im Prinzip müssen auch keine Masken mehr getragen werden - Ausnahmen gelten für Busse, Bahnen und Flughäfen. In Discos und Nachtclubs oder bei Festivals und Konzerten, wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, wird von Besuchern ein negatives Testergebnis verlangt oder ein Impfnachweis.

Aktuelle Inzidenzzahlen in ausgewählten Ländern:

Norwegen

Kein Risikogebiet - bis auf die Provinzen Agder und Rogaland. Einreisen darf man, ohne in Quarantäne zu müssen. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss aber eine Einreiseanmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Corona-Schnelltest machen. Die Geschäfte und Lokale sind fast überall in Norwegen uneingeschränkt geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Österreich

Kein Risikogebiet. Maskenpflicht gibt es praktisch nur noch beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Museen. Außerdem gibt es keine Sperrstunde mehr, so dass auch Diskotheken und die Nachtgastronomie wieder offen haben. Obendrein sind volle Stadien, Konzertsäle und Kinos erlaubt. Alle Freiheiten können aber nur die genießen, die getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt auch für die Einreise.

Polen

Kein Risikogebiet. Einkaufszentren, Fitnessstudios, Hotels, Museen und Kunstgalerien sind geöffnet, Restaurants dürfen in Außenbereichen Gäste bedienen, in Innenräumen gilt dies mit 75 Prozent Kapazität. Geimpfte werden bei den Kapazitätsbeschränkungen nicht mitgezählt - sie können also gegebenenfalls auf ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch im Restaurant zählen. In Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. 

"Wer jetzt noch in Risikogebiete reist, dem kann arbeitsrechtlich Ärger drohen", so Rossbeh Karimi, Fachanwalt für Reiserecht.

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Portugal

Hochrisikogebiet mit einer Inzidenz von fast 180. Allerdings wurde Portugal erst jüngst zurückgestuft, nachdem es zuvor als Virusvariantengebiet galt. Zur Eindämmung wurde vor einigen Tagen wieder eine nächtliche Ausgehsperre eingeführt. In den Regionen mit besonders schlechter Lage - darunter die Hauptstadt Lissabon - dürfen die Menschen zwischen 23 und 5 Uhr nur mit triftigem Grund auf die Straße.

Schweden

Kein Risikogebiet - mit Ausnahme der Provinzen Norrbotten und Värmland. Von Reisen dorthin rät das Auswärtige Amt ab. Bei der Einreise muss man einen negativen Corona-Test vorweisen. In Schweden gibt es keine Maskenpflicht, die geltenden Beschränkungen sind nach wie vor lockerer als in vielen anderen Ländern Europas. 

Schweiz

Kein Risikogebiet. Die Infektionszahlen steigen zwar wieder leicht, aber Verschärfungen der längst weitgehend zurückgefahrenen Corona-Maßnahmen gibt es nicht. In Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Masken getragen werden. Flugreisende, die weder geimpft noch genesen sind, brauchen vor der Einreise einen negativen Corona-Test und müssen Kontaktdaten hinterlegen. Das EU-Impfzertifikat wird anerkannt.

Pünktlich zur Urlaubszeit wurde ganz Spanien aufgrund steigender Inzidenzen zum Risikogebiet erklärt.

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Spanien

Risikogebiet ab 11. Juli 2021. Touristen aus Deutschland können ohne Test oder Nachweis einer Impfung oder Genesung von einer Corona-Erkrankung einreisen. Vor der Einreise muss aber eine elektronische Einreisekarte ausgefüllt werden. Teilweise - zum Beispiel auf den Balearen - gibt es auch noch Beschränkungen bei der Zahl von Gästen in der Gastronomie sowie in Kinos und Theatern. Ansonsten ist das Leben in Spanien weitgehend normalisiert. Nahezu überall sind die Strände, Straßen, Plätze, Kneipen, Restaurants und Hotels voll.

Türkei

Risikogebiet. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Restaurants, Cafés und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet. 

Zypern

Hochrisikogebiet. Die Infektionszahlen auf Zypern sind vergangene Woche stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land. Um sich frei bewegen zu können, benötigen Touristen den "Cyprus Flight Pass". Er wird vor der Einreise auf der Website beantragt und sollte während des Urlaubs stets mitgeführt werden. Zur Einreise benötigen die Gäste einen negativen Corona-Test. Alternativ müssen sie eine erste Impfung nachweisen, die mindestens drei Wochen zurückliegt.

Mehr Infos zu Ihrem Urlaubsland, aktuellen Reisewarnungen und Quarantänemaßnahmen finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes.

FAQ

Virusvariantengebiete - Das sollten Reisende jetzt wissen  

Wegen der Delta-Variante des Coronavirus gelten Portugal und Russland jetzt als Virusvariantengebiete. Was heißt das für Urlauber? Rechtsexperte Karimi beantwortet wichtige Fragen.

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