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Corona-Krise in den USA - Rasanter Anstieg von Covid-Fällen bei Kindern

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Nach einer kurzen Verschnaufpause zu Beginn des Sommers nimmt die Zahl der Corona-Fälle bei Kindern in den USA rasant zu. Mehr als ein Viertel der neu Infizierten sind Kinder.

Kinder die teilweise mit und teilweise ohne Maske in die Schule laufen.
In den USA gab es erneut eine Coronawelle. Doch Kinder sollen in Schulen keine Maske mehr tragen. Immer mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Covid19.
Quelle: ap

Knapp fünf Millionen Kinder wurden in den USA bisher positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Zahl steigt stetig an. Anfang September machten unter 18-Jährige schon fast 27 Prozent der insgesamt vermeldeten Infektionen aus.

Öffnung der Schulen führt zu vielen Infektionen

Die meisten positiven Testergebnisse stammen aus den Bundesstaaten, in denen die Schulen am längsten wieder geöffnet sind. Inzwischen ist der Schulbetrieb fast überall im Land wieder in vollem Gange - begleitet von der Skepsis vieler Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen, ihre Kinder in den normalen Schulalltag zurückkehren zu lassen. Auch das Pflegepersonal ist verunsichert.

Kinder gehen in die Schule und kommen nach Hause - nach dem Kontakt mit Infizierten und vielleicht sogar schon selbst erkrankt. Das Virus verbreitet sich mehrere Tage, bis sich Symptome zeigen. Und plötzlich sind ganze Familien der Erkrankung ausgesetzt.
Nicole Braxley, Notärztin am Mercy San Juan Klinikum in Sacramento

Das Land liegt bei den Zahlen der Neuinfektionen wieder weltweit an der Spitze. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, die noch nicht geimpft sind.

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Mehr Kinder geimpft als in Deutschland

Auch wenn die Impfbeteiligung in den USA von Staat zu Staat sehr unterschiedlich ausfällt, liegt der Anteil der geimpften Kinder im ganzen Land inzwischen deutlich höher als in Deutschland. Hier sind inzwischen knapp die Hälfte aller 12- bis 15-Jährigen mindestens einmal geimpft, bei den 16- und 17-Jährigen sind es sogar fast 58 Prozent.

Jüngere Kinder sind wie in Deutschland noch nicht berechtigt, sich impfen zu lassen. Dies könnte sich laut der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel aber noch in diesem Jahr ändern. 

 

Wir werden voraussichtlich schon im Herbst Informationen zur Impfung für Fünf- bis Elfjährige erhalten. Trotzdem wird es dann einige Wochen dauern, bis wir daraus Schlüsse ziehen können, die zu einer Impfempfehlung führen.
Peter Marks, US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel

Für Kinder unter fünf Jahren soll es diese Informationen dann im späten Herbst oder frühen Winter geben. 

Stiko-Empfehlung aktualisiert - Impfung für 12- bis 17-Jährige empfohlen 

Die Stiko aktualisiert ihre Corona-Impfempfehlung und spricht nunmehr auch eine Impfempfehlung für alle 12- bis 17-Jährigen aus.

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Regel-Chaos in vielen Bundesstaaten

Zur Zeit sind aber viele US-Bürger skeptisch, ob sie ihre Kinder guten Gewissens wieder in die Schule schicken können. Unterschiedliche Regelungen von Staat zu Staat führen zu weiterer Verunsicherung.

Während 16 Bundesstaaten eine Maskenpflicht in der Schule für das anlaufende Jahr verkündeten, haben republikanisch geführte Staaten wie Texas oder Florida gesetzlich vereinbart, dass dort Schüler*innen nicht zum Tragen einer Maske verpflichtet werden können. Auch regelmäßiges Testen wird von jedem Schuldistrikt unterschiedlich geregelt.

Einig sind sich die Bundesstaaten aber bei den Quarantäne-Regelungen nach einem positiven Testergebnis. Schüler*innen müssen sich dann ab den ersten Symptomen für zehn Tage in Quarantäne begeben. Dies gilt auch, wenn Corona-Symptome auftreten und der Schüler keinen Test durchführen möchte.

Virologe Martin Stürmer fordert bessere Hygienekonzepte an Schulen, um Kinder zu schützen, die zu jung für eine Impfung sind.

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Inzwischen auch schwere Krankheitsverläufe bei Kindern

Häufig verläuft die Covid-Erkrankung bei jungen Menschen zwar leicht, trotzdem sind die Risiken nicht zu unterschätzen. Neben der Zahl der Neuinfektionen bei Kindern steigt zugleich die Zahl der Krankenhausaufenthalte von unter 18-Jährigen in Zusammenhang mit Covid19 - vor allem in Staaten mit einer niedrigen Impfbeteiligung wie Louisiana oder Alabama.

Gegen Ende des Sommers mussten 1,4 von 100.000 an Corona erkrankten Kindern ins Krankenhaus gebracht werden. Todesfälle durch Covid sind bei jüngeren Menschen deutlich unwahrscheinlicher als bei Erwachsenen. Trotzdem starben seit Beginn der Pandemie schon mehr als 500 Kinder in den USA an dem Virus.

Eltern in emotionaler Zwickmühle

Für viele Eltern ist die Rückkehr zum normalen Unterricht deshalb keine Option. Dann bleiben nur wenige Alternativen, berichtet Mutter Melanie Jordan im US-Sender ABC.

Sie spricht von einer Doppelbelastung, wenn neben der Sorge um die eigenen Kinder noch andere Aufgaben anstehen - in ihrem Falle die Pflege ihrer kranken Mutter.

 

Ich versuche aktuell eine Schule zu finden, in der mein Sohn online dem Unterricht zugeschaltet werden kann. Wenn das nicht funktioniert, muss ich ihn für ein Homeschooling-Programm anmelden, was in meiner Situation sehr schwierig wäre.
Melanie Jordan, Mutter von Neunjährigem

Homeschooling bei immer mehr Eltern erste Wahl

Nachdem viele Schulen jetzt keinen Wechselunterricht mehr anbieten, stehen Familien vor der Wahl zwischen einer Rückkehr in die Schule oder dem langfristigen Wechsel ins - der schulischen Ausbildung der Kinder durch die Eltern. Ein Bildungssystem, das in 50 Bundesstaaten als legal gilt und schon vor der Corona-Krise an immer mehr Beliebtheit erlangte.

Im vergangenen Schuljahr stieg die Anzahl von Haushalten, die Homeschooling-Angebote den öffentlichen Schuleinrichtungen vorzogen, deutlich - von fünf Prozent im Frühling auf elf Prozent im Herbst. Und auch im derzeit anlaufenden Schuljahr scheint es die einzig vertretbare Möglichkeit für viele Eltern zu sein.

Auf der Illustratioin ist eine Person zu sehen, die ein Schutzschild hält. Das Schutzschild ist zum Teil gerisssen, Coronaviren dringen durch das Schild.

Nachrichten | Politik - Infiziert trotz Corona-Impfung - Warum? 

Je mehr Menschen geimpft, desto mehr wird es auch zu Impfdurchbrüchen kommen. Hinzu kommen eine steigende Inzidenz und nachlassender Impfschutz.

Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

Eisbären siegen erneut

Zwei Klubs in Quarantäne - Corona-Sorgen in der DEL 

Zwei Mannschaften teils vollständig in Quarantäne, Impfdurchbrüche, Spielverlegungen: Das Coronavirus bereitet der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Sorgen.

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