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Steigende Infektionszahlen : Wie Omikron die USA beherrscht

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Leere Straßen, geschlossene Geschäfte, tausende Flugausfälle - das Coronavirus lähmt einmal mehr das öffentliche Leben in den USA. Virologen rechnen mit einer weiteren Zuspitzung.

In den USA steigt die Corona-Ansteckungskurve steil nach oben, fast senkrecht. Schuld ist die Omikron Variante.

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Das Adjektiv "positiv" ist ja in der Regel - ja, genau - positiv konnotiert. Das hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie geändert. Zurzeit lautet nämlich täglich ebenso das Covid-19-Testergebnis bei hunderttausenden Amerikanerinnen und Amerikanern. Am Montag überstieg die Zahl an neuen Corona-Fällen die Marke von einer Million Neuinfektionen - so viele wie noch nie an einem Tag und fast doppelt so viele wie vor einer Woche.

Der tägliche Anstieg der Corona-Neuinfektionen verläuft nach Angaben des führenden US-Epidemiologen, Anthony Fauci, "fast vertikal". In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC sagte der wichtigste Berater des Weißen Hauses in Sachen Covid-19:

Wir befinden uns definitiv mitten in einem sehr ernsten Anstieg.
Anthony Fauci, US-Virologe

Dass die Neuinfektions-Kurve derart steil in die Höhe schieße, sei "beispiellos".

Personalmangel wegen Corona überall

Je höher die Infektionszahlen liegen, desto größer ist auch die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die wegen eines positiven Corona-Tests oder Kontakten zu einer infizierten Person in Quarantäne müssen. Der massive Personalmangel könnte einen großen Teil der Wirtschaft lahmlegen. Einige Branchen sind bereits stark betroffen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC glaubt, dass eine Mehrzahl der neuen Corona-Fälle in den USA auf Omikron entfallen.

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Am deutlichsten sichtbar sind die Auswirkungen der aktuellen Welle durch die Absage von tausenden Flügen täglich während der letzten Tage. Und auch mehr und mehr Krankenhäuser schlagen aufgrund von hohen Krankheitsständen beim Personal Alarm.

Verkürzte Quarantänezeit in den USA

Mit dem Ziel, die Lage etwas zu entspannen, hat die US-Regierung bereits die empfohlene Isolationsdauer für symptomfreie Infizierte von zehn auf fünf Tage verkürzt. Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfänden, üblicherweise während der ersten zwei Tage vor dem Auftreten der Symptome und in den bis zu drei Tagen danach, teilte die US-Seuchenbehörde CDC mit.

Die CDC passt zudem die Leitlinien für Quarantäne an: Sie gelten für Menschen, die Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Für andere, die nicht oder nicht vollständig gegen Corona geimpft sind, wird gegebenenfalls ebenso eine halbierte Quarantäne-Zeit von fünf statt zehn Tagen empfohlen.

Um die Quarantäne ganz umgehen zu können, spiele nun auch eine Rolle, ob die Betroffenen eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten. Bei diesen Leitlinien handelt es sich jedoch nicht um Vorgaben, sondern lediglich um Empfehlungen für Arbeitgeber sowie staatliche Behörden.

Seit November können in den USA auch Kinder zwischen fünf und elf Jahren gegen Corona geimpft werden.

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Anlass zur Hoffnung

Trotz der besorgniserregenden Zahlen gibt es laut den Aussagen von US-Regierungsberater Fauci mit Hinblick auf die Entwicklung in Südafrika aber auch Anlass zur Hoffnung.

Dort war die neue Corona-Variante Ende November erstmals nachgewiesen worden. Kurz vor Jahresende erklärte die südafrikanische Regierung, der Höhepunkt der neuen Corona-Welle sei bereits überschritten.

Zudem verwies Fauci darauf, dass die Sterbe- und Hospitalisierungsrate in den USA in den vergangenen Wochen deutlich niedriger gewesen sei als bei früheren Corona-Wellen. Mit Blick auf den heute wiederbeginnenden Unterricht an amerikanischen Schulen rief der Berater von Präsident Biden Eltern auf, ihre Kinder in jedem Fall gegen das Virus impfen zu lassen, regelmäßig zu testen und sie stets mit Maske in den Unterricht zu schicken.

Fauci rechnet damit, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in den USA bis Ende Januar erreicht werden könnte.

Mit Material von dpa, AP, AFP, Reuters.

Benjamin Daniel ist Korrespondent im ZDF-Studio Washington.

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