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Coronavirus-Variante B.1.525 - Was über die neue Kombi-Mutante bekannt ist

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Sie könnte ansteckender und womöglich resistenter gegen Impfstoffe sein: Weltweit werden zunehmend Fälle der Corona-Variante B.1.525 entdeckt, auch in Deutschland. Der Wissenstand.

Archiv: Ein Mitarbeiter der Firma Centogene hat im privaten Covid-19-Testzentrum am 05.11.2020 im Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) eine Probe in seinen Händen
Mitarbeiter der Firma Centogene im privaten Covid-19-Testzentrum im Flughafen BER.
Quelle: epa

Erst war es die britische Mutante, danach die südafrikanische - und nun eine mögliche Kombi-Variante aus beiden, die in der Coronavirus-Krise neue Sorgen bereitet.

Die Variante mit dem Namen B.1.525 wurde bereits weltweit in mehreren Fällen festgestellt, unter anderem in Deutschland. Zuletzt wurde über einen Nachweis im Testzentrum am Berliner Flughafen BER bei einer Person aus Sachsen berichtet.

"Ansteckender" und "gefährlicher" - so beschreibt RKI-Chef Wieler die britische Virus-Mutante. Seine Prognose: Die Variante könnte in Deutschland bald die verbreitetste sein.

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Sind die Sorgen vor B.1.525 berechtigt?

Bislang lässt ist noch wenig zu der neuen Variante sagen. Es soll sich aber um eine veränderte Form der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 handeln. Sie könnte nicht nur schneller übertragbar sein als andere Mutanten, sondern auch resistenter gegenüber Antikörpern, wie Wissenschaftler*innen bislang vermuten. Deshalb stuft das britische Gesundheitsministerium sie als "Variant of Concern" ein, also als besorgniserregende Variante.

"Wahrscheinlich kann B.1.525 Menschen mit durchgemachter milder Sars-CoV-2 Erkrankung, die auch nur moderate Antikörperspiegel haben, infizieren. Vollständig Geimpfte sollten zumindest für die nächste Zeit aber ausreichend geschützt sein", erklärt der Gießener Virologe Friedemann Weber ZDFheute.

Was hat es mit der E484K-Mutation auf sich?

Konkret soll die neue Mutante anders als die britische eine zusätzliche E484K-Mutation aufweisen. Diese Veränderung im Erbgut des Virus ist von der südafrikanischen und der brasilianischen Variante bekannt und wird mit einer verminderten Immunreaktion bei Menschen in Verbindung gebracht.

Es ist eine Mutation, "die die Wirkung von therapeutischen Antikörpern heruntersetzt, aber auch die Wirkung der Antikörper aus Impfungen oder durchgemachter Infektion reduzieren kann", sagt Weber.

Die britische Variante wies bislang die Mutation E484K nicht auf, kann sich aber dank anderer Veränderungen schneller ausbreiten als die weltweit vorherrschende Variante. Gegen sie wirken aber nach ersten Erkenntnissen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Oxford/Astrazeneca. Zweifel gibt es jedoch inzwischen an der Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs bei milden und moderaten Krankheitsverläufen der südafrikanischen Variante.

Der Impfstoff von AstraZeneca hat in Deutschland ein Akzeptanzproblem aufgrund erster Testergebnisse zur Wirksamkeit. Eine Studie aus Schottland könnte nun die Verunsicherung nehmen.

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Wie verbreitet ist B.1.525 in Deutschland?

Noch ist die Variante kaum verbreitet in Deutschland. Laut Robert-Koch-Institut lag der Anteil von B.1.525 zwischen dem 18. Januar und 21. Februar zwischen 0,1 und 0,5 Prozent. Sie wurde bisher weltweit in mehr als 20 Ländern nachgewiesen, unter anderem in Großbritannien, Dänemark, Malaysia, Nigeria und Kanada.

Das Auftauchen identischer Mutationen in den verschiedensten Weltgegenden weist darauf hin, dass die entsprechenden Varianten einen Vorteil hinsichtlich Ansteckung erlangt haben.
Friedemann Weber

Grundsätzlich sind solche Genveränderungen bei einem Virus nichts Ungewöhnliches, erklärt Weber. "Sie treten meist dann auf, wenn in der Bevölkerung eine gewisse Grundimmunität besteht", sagt der Virologe. Im Gegensatz zum Frühjahr sei die Welt jetzt vielerorts in einer solchen Situation. 

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