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Spahn: Hundert Deutsche wollen raus aus Wuhan

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Coronavirus - mehr Infizierte - Spahn: Hundert Deutsche wollen raus aus Wuhan

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Etwa 6.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Minister Spahn sagte im ZDF, viele Deutsche wollten China verlassen. Er ließ offen, was nach der Landung passiert.

In Deutschland wurde der neuartige Corona-Virus bereits bei vier infizierten Personen nachgewiesen.

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Die Metropole Wuhan ist besonders vom neuartigen Coronavirus betroffen. Wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ZDF morgenmagazin sagt, seien die Vorbereitungen für diesen Flug "auf dem guten Wege". Spahn ließ offen, wie mit den aus Wuhan zurückkehrenden Deutschen nach ihrer Ankunft in Frankfurt am Main umgegangen werde und ob sie womöglich direkt danach isoliert werden. "Wir sind da in Kontakt mit den hessischen Behörden", sagte der Politiker. Es wären auch Ärzte mit an Bord.

Krankheitsverlauf "sehr milde" - Spahn warnt vor "Fakenews"

Trotz der vier Krankheitsfälle in Deutschland sagte Spahn, er rate weiter zur "wachsamen Gelassenheit". Die Krankheitsverläufe der deutschen Fälle seien "sehr milde" und die Behörden gut vorbereitet. Zudem warnt Spahn vor Verschwörungstheorien rund um die Ausbreitung des Virus. Er habe den Eindruck, gerade "in sozialen Medien sind viele mit ganz eigenen Interessen unterwegs, die Bürgerinnen und Bürger verunsichern wollen - und diese wollten "uns in unserer Debatte, in der Gesellschaft zersetzten", erklärt er im Video:

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Die drei am Dienstagabend bekannt gewordenen neuen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem ersten Patienten in Bayern, der sich bei einer Kollegin aus China angesteckt hatte. Auch die drei neu angesteckten Patienten sind Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der der erste Betroffene beschäftigt ist. "Es wurde entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden", teilte das Gesundheitsministerium in München mit.

Wie man sich schützt und wie eine Behandlung abläuft

Im Kampf gegen das Virus kommen in Deutschland neue Meldepflichten auf Fluggesellschaften und Krankenhäuser zu, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mitteilte. So sollen bei Flügen aus China die Piloten vor dem Landen den Tower über den Gesundheitszustand der Passagiere informieren.

Kliniken sollen auch schon begründete Verdachtsfälle auf das Coronavirus an das Robert Koch-Institut melden müssen - nicht nur bestätigte Fälle. Die Inkubationszeit beträgt bei der Lungenkrankheit bis zu zwei Wochen. Allerdings sind Infizierte bereits ansteckend, noch bevor sie Symptome zeigen, was die Eindämmung des Virus besonders erschwert. Wie man sich am besten vor einer Ansteckung schützt und wie eine Behandlung abläuft, wird im Video erklärt:

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Die Übertragung des Virus

Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Die Symptome - darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot - können mit Medikamenten abgemildert werden. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, zum Teil sogar ohne Symptome.

Der neue Erreger ist dem Virus hinter der Sars-Pandemie 2002/2003 sehr ähnlich. Australische Wissenschaftler haben inzwischen im Labor das Coronavirus nachgezüchtet. Das teilte das Peter Doherty Institut für Infektionen und Immunität in Melbourne am Mittwoch mit. Nunmehr könne in Zusammenarbeit mit anderen Instituten und der Weltgesundheitsorganisation WHO an einem Gegenmittel gearbeitet werden.

VW und Continental reagieren auf Coronavirus

Der Automobilhersteller Volkswagen hat seinen Mitarbeitern geraten, Dienstreisen nach China nur anzutreten, wenn sie erforderlich sind. In Peking könnten die 3.500 Beschäftigte bis zum 17. Februar von zuhause aus arbeiten, teilte VW dem ZDF mit. In der Metropole Wuhan, in der der ursprüngliche Ausbruch des Virus vermutet wird, besitzt Volkswagen keinen Standort. Auch der Reifenhersteller Continental schränkte Dienstreisen nach China ein.

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