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Nur ein Drittel nutzt die App - Umfrage: Viele halten Corona-App für nutzlos

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Zwei Drittel der Befragten nutzt die Corona-Warn-App nicht. Viele davon bezweifeln ihren Nutzen - oder fühlen sich überwacht. Andere gaben technische Probleme als Grund an.

Die Corona-Warn-App. Symbolbild
Die Corona-Warn-App soll bei der Pandemie-Bekämpfung helfen - aber nicht jeder installiert sie.
Quelle: Oliver Berg/dpa

Viele Menschen nutzen die staatliche Corona-Warn-App nicht, weil sie sie für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg hervor.

Corona-App: Datenschutz, Speicherplatz, technische Probleme

In der Umfrage gaben nur 36 Prozent der etwas mehr als 1.000 Befragten an, die Corona-Warn-App überhaupt installiert und aktiviert zu haben. 58 Prozent verneinten das. 6 Prozent teilten mit, kein Smartphone zu besitzen.

Die Gründe, auf das Programm zu verzichten, sind vielfältig:

  • 33 Prozent der Nichtnutzer geben an, dass die App nichts bringe.
  • 19 Prozent der Nichtnutzer nennen die Sorge um den Datenschutz und die Privatsphäre oder ein Überwachungsgefühl als Gründe.
  • 17 Prozent wollen die App schlicht nicht nutzen.
  • 16 Prozent besitzen nach eigenen Angaben ein Smartphone, auf dem die App nicht installiert werden kann. 15 Prozent sagen, die App funktioniere technisch nicht oder brauche zu viel Speicherplatz.
  • 13 Prozent nennen als Grund, sich noch nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt zu haben.
  • 10 Prozent gaben an, auf die App zu verzichten, weil sie auch im eigenen Umfeld keiner nutze.

22 Millionen haben die App runtergeladen

Seit Mitte Juni ist die Corona-Warn-App für Smartphones in Deutschland verfügbar. Neben Hygiene- und Abstandsregeln gilt die Software als Schlüssel im Kampf gegen Infektionsketten. Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben die App bis Anfang November 22 Millionen Menschen heruntergeladen.

Wer die App nutzt, führt als ausschlaggebenden Grund vor allem den Gesundheitsschutz an:

  • 72 Prozent haben die eigene Gesundheit im Blick.
  • 55 Prozent nennen den Schutz von Familie, Freunden und Bekannten als Grund.
  • 33 Prozent der Befragten wollen mit der App-Nutzung die Gesundheitsämter entlasten und die Kontaktnachverfolgung erleichtern.
  • 30 Prozent der Nutzer geben an, die App zu nutzen, weil sie jeder nutzen sollte - beziehungsweise weil viele im eigenen Umfeld das tun.

Zu wenige Nutzer, zu viele Fehlermeldungen: Ist die Corona-Warn-App gescheitert?

Beitragslänge:
4 min
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Kretschmann: App ist entscheidend für stabilen Zustand

Die baden-württembergische Landesregierung hat eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Verbesserung der App initiiert. Die Umfrage zeigt aus Sicht von Regierungschef Kretschmann, wie wichtig es ist, nachzusteuern - indem etwa die Funktionalität erhöht wird oder die App auch für ältere Mobiltelefone kompatibel gemacht wird.

Die Corona-Warn-App werde ganz entscheidend dafür sein, im Frühjahr und Sommer einen stabilen Zustand über einen langen Zeitraum zu halten - solange noch nicht genug Menschen geimpft seien, sagte der Grünen-Politiker.

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