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Gesundheitsminister Spahn - Bisher wohl 300 Infektionen via App gemeldet

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Seit Mitte Juni ist sie verfügbar, die Corona-Warn-App - und bislang hat sie wohl um die 300 Infektionen gemeldet, schätzt Minister Spahn.

Blick auf die Corona-Warn-App. Symbolbild
Fast 15 Millionen Mal heruntergeladen: Corona-Warn-App
Quelle: Oliver Berg/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schätzt, dass über die Corona-Warn-App bislang etwa 300 Infektionen gemeldet wurden. Das sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". Er bezog sich dabei auf "die Zahl der Verschlüsselungscodes", die von der zugehörigen Hotline ausgegeben wurden, um andere zu warnen. "Mehr wissen wir aus Datenschutzgründen nicht", so Spahn. Die Informationen würden ausschließlich auf dem Smartphone gespeichert und weder das Robert-Koch-Institut (RKI) noch Dritte hätten Zugriff.

Spahn mahnt: Kein Allheilmittel

Die App zur Kontaktverfolgung von Covid-19-Infizierten ist seit Mitte Juni verfügbar. Inzwischen wurde sie 14,6 Millionen Mal heruntergeladen. Das sei "häufiger als ähnliche Apps in allen anderen EU-Ländern zusammen", sagte Spahn laut Vorabbericht.

Gleichzeitig warnte der Minister davor, die Anwendung zu überschätzen: "Die App ist ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen. Sie ist kein Allheilmittel", sagte er dem "Spiegel". "Wir müssen trotzdem weiter aufeinander acht geben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten."

So funktioniert die App:

Landkreistag: App noch nicht flächendeckend

Auch der Deutsche Landkreistag und mehrere Gesundheitsämter dämpften die Erwartungen. Diese habe sich bislang "nicht derart durchgesetzt, dass man von Flächendeckung sprechen kann", sagte Landkreistag-Sprecher Markus Mempel dem "Handelsblatt". "Zudem befinden wir uns nach der abgeklungenen ersten Welle in einer Zeit mit geringen Zahlen an Neuinfektionen, weshalb es auch im Rahmen der App nur wenige Alarme geben dürfte."

Nach wie vor komme es "entscheidend" auf die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter zur Durchbrechung von Infektionsketten an, sagte Mempel. "Die App ist also gerade keine Wunderwaffe." Dennoch hoffe er auf eine breite Anwendung "mit Blick auf eine drohende zweite Welle".

Die App, die von SAP und Deutscher Telekom im Auftrag der Bundesregierung entwickelt wurde, soll helfen, den Ausbruch einer zweiten Corona-Welle zu verhindern.

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