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Sorgen wegen Corona-Variante - WHO stuft Omikron als "sehr hohes" Risiko ein

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Wie gefährlich ist die neu entdeckte Corona-Variante? Viele Antworten sind offen. Die WHO warnt: Sollten die Zahlen wegen Omikron steigen, könnte das schwere Konsequenzen haben.

Südkorea verhängt Einreiseverbot für ausländische Einreisende aus acht afrikanischen Ländern
Auch Südkorea hat ein Einreiseverbot für acht afrikanische Länder verhängt und kontrolliert engmaschig am Flughafen.
Quelle: epa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das globale Risiko der neue Corona-Variante Omikron vorsorglich als "sehr hoch" ein. In einem Dokument, das am heutigen Montag veröffentlicht wurde, betont die UN-Behörde jedoch auch, dass die Wissenschaft noch sehr wenig darüber wisse, wie sich Omikron auf den Verlauf der Pandemie auswirken wird. Die Risiko-Bewertung sei deshalb mit einem sehr hohen Unsicherheitsfaktor behaftet und könne sich noch ändern.

Viele unbekannte Faktoren

Es sei noch unklar, wie übertragbar Omikron sei und ob Impfstoffe, Medikamente und Virustests weniger wirksam seien. Außerdem gebe es Unsicherheiten, was die Möglichkeit von neuerlichen Infektionen von genesenen Covid-Patienten betrifft. Dazu laufe eine Reihe von Studien.

Die Einschätzung der WHO beruht unter anderem darauf, dass das im südlichen Afrika entdeckte Omikron eine Reihe von Mutationen aufweist, die in bereits bekannten Varianten zu einem höheren Risiko von wiederholten Infektionen bei Genesenen geführt haben.

Die Corona-Mutation Omikron ist in Deutschland angekommen. So oder so denkt die Politik über den nächsten Lockdown nach.

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Falls es wegen Omikron zu einem starken Anstieg der Infektionen komme, "könnte das schwere Konsequenzen haben", schrieb die WHO. Besonders Länder, in denen noch wenige Menschen geimpft seien, könnten schwer betroffen sein, hieß es mit indirektem Verweis auf das südliche Afrika.

WHO: Grenzen offen halten

Am Donnerstag war in Südafrika die Entdeckung einer neuen Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 bekannt gegeben worden. Nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler könnte die Variante wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Die WHO stufte die nach dem griechischen Buchstaben Omikron benannte Variante als "besorgniserregend" ein. Dennoch plädierte die WHO dafür, die Grenzen weiterhin offen zu halten.

picture alliance / ZUMAPRESS.com
FAQ

Neue Corona-Variante - Omikron: Ansteckender, aber milderer Verlauf? 

Weltweit wächst die Sorge vor der kürzlich in Südafrika entdeckten Coronavirus-Variante Omikron. Was ist bisher darüber bekannt und wie gefährlich ist das veränderte Virus?

Japan, Israel oder Philippinen machen Schotten dicht

Ungeachtet dessen haben viele Staaten weltweit ihre Grenzen für Reisende aus Südafrika und mehreren anderen afrikanischen Ländern geschlossen. Südafrika fühlte sich dadurch für die Enthüllung der Variante "bestraft" und forderte eine "sofortige und dringende" Aufhebung der Reisebeschränkungen.

Japan kündigte am Montag die Schließung der Grenzen für alle Ausländer für den folgenden Tag an. Mit der Rücknahme der Reiseerleichterungen schloss sich Japan Israel an, das bereits seit Sonntag wieder für Ausländer unerreichbar ist.

Auch die Philippinen kündigten an, wegen der neuen Virus-Variante ihre Pläne zur Einreise geimpfter Touristen auszusetzen - ein schwerer Schlag für die vom Tourismus abhängige Inselnation.

G7 wollen beraten

Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, sagte am Sonntag im ZDF heute journal: "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt". Er fügte an: "Das Einzige was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist."

Christian Drosten im heute journal zur neuen Omikron-Variante

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Ähnlich äußerte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Montag im ZDF Morgenmagazin. "Wir müssen boostern, boostern, boostern", sagte er und forderte Kontaktbeschränkungen auf nationaler Ebene.

Unterdessen gehen die Bemühungen um eine international koordinierte Reaktion auf die weitgehend unbekannte neue Variante weiter. Großbritannien hatte Sonntagabend eine Dringlichkeitssitzung der Gruppe der G7-Staaten für Montag angekündigt, "um die Entwicklungen in Bezug auf Omikron" zu besprechen. Zu der Gruppe gehören außerdem Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Japan und die USA.

Interview

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Wie kann die vierte Corona-Welle gebrochen werden? Mit Impfungen, sagt Bayerns Ministerpräsident Söder im ZDF. Er fordert, dass Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte impfen dürfen.

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