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Corona-Wutrede von Unternehmerin - "Wir lassen die Kleinen wahnsinnig hängen"

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Die Textilunternehmerin Sina Trinkwalder übte bei "maybrit illner" heftige Kritik an den Corona-Hilfen für Kleinunternehmen. Ihre Wutrede wurde im Netz tausendfach geteilt.

"Ich krieg echt fast Blutdruck", sagt die Unternehmerin Sina Trinkwalder bei "maybrit illner".

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Tut die Bundesregierung genug, um kleinen Unternehmen in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen? Die Textilunternehmerin Sina Trinkwalder rief in der ZDF-Sendung "maybrit illner" dem ebenfalls anwesenden Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) ihre Wut ins Gesicht:

Ich habe das Gefühl nur ein Einziger ist hier voll im Lockdown und das ist das Wirtschaftsministerium und zum Zweiten das Finanzministerium. Lieber nix machen als das Falsche.
Sina Trinkwalder, Gründerin von Manomama

Trinkwalder kritisierte insbesondere, dass die Hifszahlungen für kleine Unternehmen deutlich auf sich warten ließen, während für große Unternehmen Staatshilfen deutlich schneller bereitgestellt würden, so die Unternehmerin. "Erzählen Sie mir nicht, dass Daimler und Konsorten acht Wochen auf Kurzarbeitergeld warten. Die haben viele Anwälte und gute Connections", sagte Trinkwalder.

Viel Zustimmung in den sozialen Medien

Die Ansprache der Gründerin eines nachhaltigen Textilunternehmens aus Augsburg bewegte in den sozialen Medien viele Menschen, Videos des Auftritts wurden zehntausendfach geteilt.

Die Frau hat dem weit von der jetzigen Realität stehenden Wirtschaftsminister mal gesagt, was in der Branche los ist!
Nutzerkommentar auf Facebook

"Ich bitte herzlich um Verständnis, dass wir nicht alle Erwartungen direkt erfüllen konnten", sagte Altmaier bei "maybrit iller". Der Minister verwies etwa auf die aufwändigen Verwaltungsprozesse hinter der Vergabe und Auszahlung der Wirtschaftshilfen. "Es hat niemand in der Republik es sich zugetraut, dies anders und besser zu machen", so Altmaier.

Die Wut über die Corona-Politik in der Wirtschaft ist groß. Minister Peter Altmaier kündigt Verbesserungen bei den Finanzhilfen an. Wie eine Öffnungsstrategie aussehen kann, bleibt aber unklar. Florian Neuhann berichtet.

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Wirtschaft unzufrieden mit Krisenmanagement

Die für die Wirtschaftshilfen zentral verantwortlichen Bundesminister Altmaier und Olaf Scholz (SPD) stehen seit Wochen unter Druck. Opposition, Unternehmen und Wirtschaftsverbände werfen ihnen zögerliches und planloses Handeln vor.

Am Freitag kritisierte FDP-Generalsekretär Volker Wissing den geplanten Härtefallfonds für Corona-geschädigte Unternehmen als "Luftbuchung". Altmaier hatte am Freitag bekannt gegeben, dass der Bund nur einen Teil der benötigten Milliardensumme selbst bereit stellen möchte - der Rest muss von den Ländern kommen. Bayern kündigte bereits an, da nicht mitmachen zu wollen:

Ein derartiges neues Härtefallprogramm des Bundes auf Kosten der Länder lehnen wir ab.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU)

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