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Strafbefehl gegen Zahnarzt - Falsche Masken-Atteste: 21.250 Euro Strafe

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Ein Zahnarzt hat Atteste ausgestellt, die von der Maskenpflicht befreien, obwohl es keine medizinischen Gründe dafür gab. Nun muss der Mann aus Offenburg 21.250 Euro Strafe zahlen.

Eine kaputte und schmutzige FFP2-Maske
Quelle: dpa

Ein Zahnarzt aus Offenburg in Baden-Württemberg hat falsche Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht ausgestellt. Nun ist der Mediziner per Strafbefehl zu einer Geldstrafe von 21.250 Euro verurteilt worden, wie die Staatsanwaltschaft Offenburg am Freitag mitteilte.

Der von ihr beantragte Strafbefehl wurde vom zuständigen Richter demnach erlassen und ist bereits rechtskräftig.

Polizei sichert Beweismaterial in Arztpraxis

Laut Anklage hat der Mediziner zwischen April und August 2020 zahlreiche falsche Atteste ausgestellt. Die Bescheinigungen suggerierten, dass der Besitzer wegen eines medizinischen Grunds von der Corona-Maskenpflicht befreit sei. Dabei habe der Arzt erkannt und zumindest billigend in Kauf genommen, dass die entsprechenden Atteste auch bei behördlichen Kontrollen vorgezeigt würden, hieß es. 

Im Rahmen der Ermittlungen waren im September vergangenen Jahres die Praxisräume des Mannes durchsucht und Beweismaterial sichergestellt worden.

Wer in diesen Zeiten keine Maske tragen will, braucht ein ärztliches Attest. Die Nachfrage danach steigt rasant. Wie großzügig ein solcher Schein ausgestellt wird, hängt offenbar nicht nur von der Notwendigkeit, sondern auch vom behandelnden Arzt ab.

Beitragslänge:
2 min
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Arzt auch wegen Beleidigung verurteilt

In die Strafe floss zusätzlich aber auch noch eine Beleidigung ein. Der Beschuldigte war laut Staatsanwaltschaft im Dezember 2020 bei Protesten gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Offenburg verbal angegangen.

Bei übersichtlicher Sach- und Rechtslage kann ein Strafrichter am Amtsgericht Verfahren per sogenanntem Strafbefehl abschließen. Dabei wird dann auf eine öffentliche Hauptverhandlung verzichtet.

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