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Proband von Corona-Impfstoffstudie stirbt

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Nach Placebo-Gabe - Proband von Corona-Impfstoffstudie stirbt

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In Brasilien hat es bei einer Studie zu einem Corona-Impfstoff der Firma AstraZeneca einen Todesfall gegeben. Laut Zeitungsbericht soll der Proband ein Placebo bekommen haben.

Archiv: Ein Reagenzglas mit der Aufschrift Impfstoff ist vor dem AstraZeneca-Logo zu sehen
Während der Studie von AstraZeneca zu einem möglichen Corona-Impfstoff ist ein Proband gestorben.
Quelle: Reuters

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist einer der Probanden gestorben. Das bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur.

Impfstoff zusammen mit Uni Oxford entwickelt

Die Todesursache war zunächst unklar. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt.

Nach eigenen Angaben war die Überwachungsbehörde Anvisa bereits am Montag über den Todesfall informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden.

Arzt- und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht im Gespräch

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7 min
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Corona breitet sich in Brasilien weiter aus

Die Anvisa hat fast ein halbes Dutzend Tests dieser Art erlaubt, Tausende Freiwillige in Brasilien haben in den vergangenen Wochen eine Impfung bekommen.

Zeitung: Proband bekam Placebo

Bei dem Toten handelt es sich dem Fernsehsender CNN Brasil zufolge um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung "O Globo" berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, der betreffende Freiwillige habe nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen.

Offiziell äußerten sich dazu bislang weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa. AstraZeneca wollte einen Einzelfall in einer laufenden Studie auch auf dpa-Anfrage zunächst nicht konkret kommentieren, verwies aber darauf, dass alle erforderlichen Überprüfungsverfahren eingehalten worden seien.

Institut Idor empfiehlt Fortführung der Studie

In einer Erklärung des Instituto D'Or (Idor), das die Studie in Rio de Janeiro und Salvador koordiniert, hieß es:

Die rigorose Analyse der bisher gesammelten Daten hat keine Zweifel an der Sicherheit der Studie aufkommen lassen, und ihre Fortführung wird empfohlen.

Auf Nachfrage der dpa antwortete das Idor, dass die Studie bisher nicht unterbrochen worden sei. AstraZeneca hatte die klinische Studie für seinen vielversprechenden Corona-Impfstoff im September vorübergehend gestoppt - offenbar nicht zum ersten Mal.

Das Vakzin AZD1222 zählte bis dahin zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. Auch der Konzern Johnson und Johnson in den USA hat bereits eine Corona-Impfstoffstudie unterbrochen.

Eine Spitze mit Tropfen daran. Symbolbild

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Der Impfstoff wird derzeit von der europäischen Arzneimittel-Behörde EMA in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Bei diesem Verfahren werden Daten aus der klinischen Prüfung fortlaufend eingereicht und bewertet.

EU hat bereits Vertrag mit AstraZeneca

Mit AstraZeneca hat die EU bereits einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Impfdosen geschlossen. Laut dem Bundesgesundheitsministerium entfallen 54 Millionen Impfstoffdosen auf Deutschland. Das würde nach Angaben von Ressortchef Jens Spahn (CDU) zunächst für rund 27 Millionen Menschen hierzulande reichen.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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