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Zu voll, kaum Maskenkontrollen - Politiker sehen Corona-Gefahr in Bus und Bahn

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Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch fordert in der Corona-Zeit mehr Maskenkontrollen und einen schnelleren Takt bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Bahnen seien zu voll.

Masken-Kontrolle im ICE
Maskenkontrolle im ICE.
Quelle: dpa

Der Co-Vorsitzende der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die Zustände in Bussen und Bahnen in Corona-Zeiten kritisiert. "Die Bahnen sind zu voll, Kontrollen, ob Masken getragen werden, zu selten", sagte er der "Rheinischen Post" mit Blick auf die Deutsche Bahn, deren Eigentümer der Bund ist.

Er erwarte, dass die Bundesregierung nicht nur das individuelle Verhalten der Menschen maßregele, sondern auch dort, wo sie direkt Verantwortung habe. Insgesamt seien bei Bus und Bahn ein schnellerer Takt und wirksame Kontrollen nötig.

Das ist effektiver, als Museen und Restaurants mit behördlich genehmigten Hygienekonzepten zuzusperren.
Dietmar Bartsch, Co-Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag

Deutsche Bahn will reguläres Angebot aufrechterhalten

Die Deutsche Bahn hatte zuvor angekündigt, während des Lockdowns den regulären Fahrbetrieb aufrechterhalten zu wollen. "Wir fahren weiter den vollen Fahrplan", sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber der dpa.

Bis auf wenige Züge, darunter einzelne Sprinter- und Verstärkerzüge, soll im Fernverkehr alles fahren. Im Regionalverkehr wiederum hätten die Länder als Aufgabenträger "bislang ausnahmslos signalisiert, das Angebot (...) möglichst bei unverändert 100 Prozent aufrechtzuerhalten", sagte Huber weiter.

Die Deutsche Bahn musste in ihrer Halbjahresbilanz im Sommer die schwersten Verluste seit Langem melden.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betonte, wie schon beim Lockdown im Frühjahr sichere die Bahn die Mobilität für Pendler oder Geschäftsleute.

Hygiene-Konzepte und Maskenkontrollen sorgten dafür, dass die Menschen sicher unterwegs seien. "Die Deutsche Bahn fährt - auch in schwierigen Corona-Zeiten", sagte der CSU-Politiker.

Palmer rät Senioren in Tübingen vom Busfahren ab

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat angesichts der steigenden Infektionszahlen Senioren in Tübingen dazu aufgerufen, den Stadtbus nicht zu nutzen.

"Der Tübinger Appell setzt wie Schweden auf Eigenverantwortung und besonderen Schutz der Alten", sagte er der "Bild"-Zeitung. Schweden hatte in der Pandemie vor allem auf freiwillige Vorsichtsmaßnahmen gesetzt, die sich besonders an ältere Bürger richteten.

Senioren sollten unabdingbare Fahrten mit einem Sammeltaxi unternehmen, so Palmer. "Wir bitten alle, die fit genug sind, nicht den Bus, sondern das Fahrrad zu nutzen, auch wenn es jetzt kälter wird", heißt es in dem Appell weiter.

Seit heute gilt in ganz Deutschland wegen der Corona-Pandemie ein Lockdown. Die Maßnahmen sind vorerst auf vier Wochen beschränkt.

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