ZDFheute

Berliner Nachtleben von Virus lahmgelegt

Sie sind hier:

Corona-Pandemie - Berliner Nachtleben von Virus lahmgelegt

Datum:

Die Berliner Polizei hat die Kneipen der Hauptstadt auf Beschluss des Senats vorzeitig geräumt. Auch Privatfeiern sind für die nächsten fünf Wochen nur begrenzt erlaubt.

Menschen tanzen im Laserschein in einem Berliner Club. Der Berliner Senat hat das Feiern in Clubs und Bars für die nächsten fünf Wochen verboten.
Ausgefeiert: Der Berliner Senat hat die Schliessung von Clubs und Bars für die nächsten fünf Wochen angeordnet.
Quelle: dpa

Berlins berühmtes Partyleben ist weitgehend zum Stillstand gekommen. Der Senat und Polizei haben die Kneipen der Hauptstadt am Samstag im Kampf gegen das Coronavirus abrupt geschlossen.

Ein Großteil des Berliner Nachtlebens wurde für die nächsten fünf Wochen für beendet erklärt. In den Abendstunden fuhr die Polizei die Kneipen ab und ließ sie schließen. Restaurants durften geöffnet bleiben. Trotzdem lagen ganze Straßenzüge etwa in den beliebten Ausgeh-Stadtteilen Neukölln, Kreuzberg und Friedrichshain weitgehend im Dunkeln.

Berliner Polizei räumt Kneipen und Bars

Dort ging die Polizei von Kneipe zu Kneipe und Bar zu Bar und wies die Kellner an, alle Gäste hinauszubitten. Im Wedding wurden Eckkneipen geschlossen, deren Gäste völlig überrascht waren.

In manchen Restaurants setzte die Polizei durch, dass die Tische auf einen Abstand von 1,50 Meter umgestellt wurden. Vor Spätis saßen hingegen noch in der Nacht Menschen mit Bierflaschen dicht gedrängt.

Das chinesische Coronavirus.

Nachrichten -
Das Coronavirus
 

Das Coronavirus - Schutz, Symptome, Übertragung und Verlauf.

Über Twitter teilte die Polizei mit, dass es in fast allen Fällen keine Probleme gegeben habe. „Unsere Kolleg. melden gerade aus ihrem Einsatz, dass Sie alle volles Verständnis für die Verordnung und die Umsetzung haben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, denn nur gemeinsam wir können #Covid19 eindämmen.“

Im Zuge der drastischen Maßnahmen mussten auch alle Kinos dicht machen. Ebenso Fitnessstudios und Sportstätten.

Auch private Feiern von nun an begrenzt

Die meisten Clubs hatten schon ab Freitag nicht mehr geöffnet. Einige U-Bahnlinien waren in der Samstagnacht auffallend leer. Selbst private Feiern sind nur noch mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt. Deren Namen und Kontaktdaten müssen die Gastgeber festhalten und aufbewahren.

In der kommenden Woche schließen alle Schulen und Kitas. In den Krankenhäusern und Altenheimen ist Besuch nur noch sehr eingeschränkt und kurz erlaubt. Die Regeln gelten zunächst bis einschließlich 19. April.

Der Senat hatte am Freitag zunächst angekündigt, dass die Kneipen, Bars und Clubs ab Dienstag schließen sollten. Am Samstag wurde dann plötzlich eine Verordnung beschlossen und veröffentlicht, die die sofortige Schließung verlangte.

Wörtlich hieß es dort unter anderem, zu schließen seien "Tanzlustbarkeiten, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen“ sowie Prostitutionsstätten, also Bordelle.

Zahl der Corona-Fälle ist gestiegen

Die Senatsgesundheitsverwaltung teilte am Abend mit, dass die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 263 gestiegen sei. Davon seien 42 auf einen Club zurückzuführen. Alle Veranstaltungen würden daher verboten.

Es ist einfach nicht die Zeit für Partys.
Berliner Senatsgesundheitsverwaltung

Auch bei der Berliner Feuerwehr gibt es inzwischen einen Corona-Fall.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) appellierte am Samstag erneut an die Bürger.

"Wir alle sollten in diesen kommenden Wochen oder auch Monaten solidarisch miteinander sein, uns gegenseitig unterstützen, helfen, wo Hilfe benötigt wird. Besonders die älteren Mitmenschen unter uns brauchen unsere Unterstützung, weil sie zur größten Risikogruppe zählen, wie die Wissenschaftler uns bestätigen.“

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.