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Zwischen Freude und Frust

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Bilanz der Corona-Lockerungen - Zwischen Freude und Frust

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Wie lief die erste Woche mit gelockerten Corona-Maßnahmen? Wir schauen in einige Bundesländer und ziehen Bilanz.

In Deutschland sind heute einige Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten, so durften beispielsweise viele Geschäfte wieder öffnen.
In einigen Ländern sind kleine Geschäfte wieder offen, in anderen nicht. Das sorgte diese Woche für Diskussion.
Quelle: dpa/oliver berg

Dass die Corona-Maßnahmen am Montag gelockert wurden, sorgte für Freude aber auch Verwirrung. Einerseits finden mehr als die Hälfte der Deutschen diese Lockerungen richtig, wie das aktuelle ZDF-Politbarometer zeigt. Andererseits sind sie schwer zu überblicken, da jedes Bundesland seine eigenen Regeln festlegt.

"In Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen, zu forsch" sei das Vorgehen mancher Länder bei der Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse, findet Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Botschaft vorsichtiger Lockerungen habe in einigen Ländern zu "Öffnungsdisskussionsorgien" geführt.

Wie angemessen waren nun also die Lockerungen in den einzelnen Bundesländern? Es ist noch zu früh, um das mit den aktuellen Zahlen über Neuinfektionen und Reproduktion zu beantworten.

Doch ein erstes Stimmungsbild stellt sich bereits ein. Fünf unserer Landeskorrespondenten berichten.

Nordrhein-Westfalen: Umstrittener Schulstart

In Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ging es am Donnerstag für einige Jahrgangsstufen wieder mit dem Unterricht los. Die Debatte darüber ist emotional: In den Sozialen Medien rufen Schülerinnen und Schüler zum Schulboykott auf, das Video von Youtuber Rezo, voller Argumente gegen eine Schulöffnung, wurde in den ersten zwei Tagen seiner Veröffentlichung über eine Millionen Mal geklickt.

Dorthe Ferber, Leiterin des ZDF-Landesstudios Nordrhein-Westfalen, hat sich die Hygienemaßnahmen in einer Schule angeschaut:

Dorothe Ferber zum Schulstart in Nordrhein-Westfalen

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Bayern: Singles und Kinder haben profitiert

Bayern ist von einer Schulöffnung noch weit entfernt. Es will als letztes Bundesland am 11. Mai mit der schrittweisen Öffnung der Schulen beginnen. Ministerpräsident Markus Söder hält an seinem restriktiven Kurs fest.

Die Absage des Oktoberfestes diese Woche war dennoch keine leichte Aufgabe für ihn. "Es tut uns weh, es ist unglaublich schade", sagte Söder bei der Pressekonferenz. Immerhin haben am Montag Garten- und Baumärkte wieder aufgemacht und: Man darf sich mit einer nicht im Haushalt lebenden Person im Freien treffen.

Patricia Schäfer aus dem ZDF-Landesstudio Bayern war bei strahlendem Sonnenschein am Isarufer in München und stellt fest: Von der wiedergewonnenen Freiheit machen die Münchnerinnen und Münchner rege gebrauch:

Patricia Schäfer zu den gelockerten Corona-Maßnahmen in Bayern

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Mecklenburg-Vorpommern: Die Existenzangst geht um

Es ist das Bundesland mit der geringsten Anzahl an bestätigten Infektionen und Todesfällen. Mecklenburg-Vorpommern scheint vom Coronavirus bisher verschont geblieben zu sein. Und dennoch haben die strengen Corona-Maßnahmen immense Auswirkungen: Vor allem der Tourismus leidet unter dem strengen Einreiseverbot. Immerhin, ab Mai dürfen Besitzer von Zweitwohnungen und Dauercamper, wieder ins Land.

Bernd Mosebach, Leiter des ZDF-Landesstudios Mecklenburg-Vorpommern, berichtet von einer Branche, die sich nach weiteren Lockerungen sehnt:

Bernd Mosebach zur leidenden Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern

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Thüringen: Freiheit durch Maskenpflicht

Versammlungen und Gottesdienste sind in Thüringen schneller als geplant schon seit gestern wieder erlaubt. Seit Freitag haben Geschäfte mit einer Fläche unter 800 Quadratmetern wieder geöffnet. Gleichzeitig beginnt eine landesweit geltende Maskenpflicht beim Einkaufen und im Nahverkehr.

In der Fußgängerzone in Weimar zeigen sich die Menschen über die wiedergewonnene Freiheit erleichtert, wie Melanie Haack, Leiterin des ZDF-Landesstudios Thüringen, berichtet:

Melanie Haack zur Maskenpflicht in Thüringen

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Schleswig-Holstein: Einkaufen mit angezogener Handbremse

Bereits am Montag durften kleinere und mittelgroße Geschäfte in Schleswig-Holstein öffnen. Der Anfang sei allerdings ziemlich verhalten gewesen, berichten die Geschäftsleute ZDF-Landeskorrespondent Hermann Bernd. Die Menschen trauen sich hier wohl nur langsam zurück in die Fußgängerzone.

Hermann Bernd, Leiter des ZDF-Landesstudios Schleswig-Holstein, berichtet aus Kiel:

Hermann Bernd über Freude und Zurückhaltung in Schleswig-Holstein

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Lockern oder nicht lockern? Eine Antwort auf diese viel diskutierte und polarisierende Frage wird es erst nächste Woche geben. Dann kommen Bund und Länder wieder zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

"Wir bewegen uns auf dünnem Eis, man kann auch sagen: auf dünnstem Eis", sagte Kanzlerin Merkel mit Blick auf die jüngsten Zahlen der Neuerkrankungen und Genesungen während ihrer Regierungserklärung und warnt: "Dieses Zwischenergebnis ist zerbrechlich."

In der weiteren Diskussion sollte nicht vergessen werden, dass wir noch am Anfang der Pandemie stehen.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Michael Müller am 20.10.2020 in Berlin

Berlins Regierungschef Müller -
"Lockdown nicht mehr auszuschließen"
 

Droht der Hauptstadt der Corona-Lockdown? Es gebe "nicht mehr viele Entscheidungsmöglichkeiten", sagt Berlins Regierender Bürgermeister Müller im ZDF.

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