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Rapide weltweite Ausbreitung - Coronavirus lässt Börsenkurse einbrechen

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Finanzmärkte und Unternehmen weltweit spüren die Folgen der Epidemie. Dow Jones und Nasdaq mit schweren Verlusten. Experten erwarten eine Zinssenkung.

Auf dem Foto sieht man eine Boersenanlegerin in Südkorea mit Mundschutz
Das Coronavirus sorgt weltweit für Einbrüche an den Börsen
Quelle: EPA

Die weltweite Angst vor dem Coronavirus erreicht jetzt auch die Finanzmärkte: Anleger wetten zunehmend darauf, dass die US-Notenbank aus Sorge vor den Auswirkungen der Epidemie die Zinsen senken wird. Experten gehen von einer 85-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung aus. Vor einem Monat waren es noch 50 Prozent.

Auch an den internationalen Börsen waren die Auswirkungen der Virus-Epidemie zu spüren und führten weltweit zu Kurseinbrüchen. In den USA verzeichneten der Dow Jones und der breiter gefasste S&P500 ihre größten prozentualen Tagesverluste seit zwei Jahren, die Nasdaq erlitt den schwersten Rückschlag seit Ende 2018. Noch vergangene Woche hatten die Kurse Rekordwerte markiert.

Fed-Chef Jerome Powell hatte jüngst erklärt, die Virus-Krise werde wohl Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben.

Es ist aber noch zu früh, um abzuschätzen, ob dies beim Konjunkturausblick zu einer grundlegenden Neubewertung führt.
Fed-Chef Jerome Powell

Zahlreiche Unternehmen spürten bereits negative Folgen der Epidemie: Das Kreditkartenunternehmen Mastercard korrigierte seine Prognose für das erste Quartal zwischen zwei bis drei Prozent nach unten. Auch die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihre Geschäftsprognose für 2020 korrigiert. Grund sei der vorübergehende Stopp zahlreicher Transpazifik-Flüge.

US-Präsident Trump sieht es gelassen

United Airlines hat Verbindungen nach China und Hongkong zunächst bis zum 24. April gestoppt. Angesichts der ungewissen Folgen des Virus-Ausbruchs werde der im Januar ausgegebene Jahresausblick gestrichen. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Kursverlusten.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich am Montagabend hingegen gelassen. In den USA sei das Virus "sehr unter Kontrolle", twitterte er. "Wir sind mit jedem und allen relevanten Ländern in Kontakt." Zu den Verlusten an den Börsen erklärte er: "Der Aktienmarkt fängt an, für mich gut auszusehen!"

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Indes bereitet sich die US-Regierung auf den Ernstfall vor und will einem Bericht der "Washington Post" zufolge fast eine Milliarde Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus bereitstellen. Der Nothilfe-Etat könne schon in den kommenden Tagen beim Kongress beantragt werden.

NRW-Gesundheitsminister rechnet mt steigenden Infektionszahlen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte, dass die von der WHO angedachten Mittel in Höhe von 675 Millionen Dollar für den Kampf gegen die Krankheit vollständig bereitgestellt werden. Es gelte, dramatische Konsequenzen für die Wirtschaft und für die Gesundheit der Menschen abzuwehren. Nur so könne verhindert werden, dass die Krankheit zu einem "weltweiten Alptraum" werde.

Nach den auch in Europa steigenden Infektionszahlen rechnet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann einem Bericht der "Rheinischen Post" auch mit Infektionen in seinem Bundesland.

Mit einem Import von einzelnen Fällen auch nach Nordrhein-Westfalen muss gerechnet werden.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung bleibe aber derzeit weiterhin gering. Laumann weiter: "Wenn ein Fall oder mehrere im Land auftreten sollten, sind wir gut darauf vorbereitet."

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