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Französischer Busfahrer nach Angriff hirntot

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Brutale Attacke in Frankreich - Französischer Busfahrer nach Angriff hirntot

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Corona-Krise: Ein Vorfall im Südwesten Frankreichs sorgt landesweit für Entsetzen: Ein Busfahrer verweigerte Passagieren ohne Mundschutz den Zutritt - und wurde attackiert.

Menschen stehen auf der Straße in Bayonne Frankreich, aufgenommen am 11.04.2020
Bayonne in Frankreich (Archivbild) - hier wurde ein Busfahrer brutal angegriffen, weil er Fahrgäste ohne Schutzmasken nicht einsteigen lassen wollte.
Quelle: imago images / Hans Lucas

Ein Busfahrer soll am Sonntagabend in Bayonne im Südwesten Frankreichs von mehreren Menschen attackiert worden sein. Der Mann sei lebensgefährlich verletzt worden und habe im Krankenhaus den Hirntod erlitten, berichteten mehrere Medien am Montag.

Der Fahrer habe vier Menschen an einer Haltestelle zurückgewiesen. Die Fahrgäste wollten trotz Maskenpflicht ohne Schutzmasken und gültige Fahrscheine in den Bus einsteigen, berichten mehrere französische Medien. In Frankreich gilt - wie in Deutschland - Mundschutzpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Brutaler Angriff an Haltestelle

Der Fahrer habe ihnen den Zutritt verweigert. Anschließend soll er mehrere Personen, die bereits ohne Maske im Bus waren, zum Aussteigen aufgefordert haben. Daraufhin wurde der etwa 50 Jahre alte Busfahrer von mehreren Menschen angegriffen.

Ein Mann schlug ihm den Berichten zufolge von hinten heftig auf den Kopf. "Die Gruppe prügelte so stark auf den Mann ein, dass er schwerste Kopfverletzungen erlitt", beschreibt die Nachrichtenagentur AFP den Vorgang.

Fünf Festnahmen nach Attacke

Die Polizei startete einen Zeugenaufruf, um den Hergang der Tat zu ermitteln. Fünf Menschen seien festgenommen worden, berichtete der Radiosender France Bleu in Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Zum Alter des Busfahrers gab es unterschiedliche Angaben.

Die Stadt Bayonne liegt im Südwesten Frankreichs, nahe an der Grenze zu Spanien:

Karte Bayonne - Frankreich
Das Gewaltverbrechen ereignete sich in Bayonne. Die Stadt nahe der Atlantik-Küste gilt besonders in der Surfer-Szene als beliebtes Reiseziel.
Quelle: ZDF

Viele Busfahrer legen Arbeit nieder

Der Bus fuhr für einen Transportverbund in der ländlichen Region im Département Pyrénées-Atlantiques. Als Reaktion auf den Angriff machten viele Mitarbeiter des Unternehmens von ihrem Recht Gebrauch, wegen hoher psychischer Belastung ihre Arbeit zeitweise niederzulegen.

Der Transport mit Bussen sei deshalb am Montag weitgehend lahmgelegt gewesen, berichtete France Bleu. Auch am Dienstag wollten die Fahrer demnach ihre Arbeit aussetzen. Für die Busfahrer wurde demnach psychologische Betreuung bereitgestellt.

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