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Mehr Tote in China - WHO berät über Notstand

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Coronavirus breitet sich aus - Mehr Tote in China - WHO berät über Notstand

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Das Coronavirus breitet sich weiter aus: Die Zahl der Todesfälle und Infektionen in China ist sprunghaft gestiegen. Die WHO kommt zu einer Krisensitzung zusammen.

In China steigt die Zahl der infizierten Menschen stetig. Wie gefährlich das Virus wirklich ist, steht allerdings noch immer nicht fest. Den deutschen Erkrankten geht es unterdessen gut.

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Trotz der beispiellosen Sicherheitsmaßnahmen der chinesischen Behörden ist die Zahl der Todesfälle dort um weitere 38 auf mindestens 170 angestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen wuchs um rund 1.700 auf mehr als 7.700 Patienten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will heute wieder über die mögliche Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotfalles beraten.

Die 38 neuen Todesfälle in China waren der bislang stärkste Anstieg dieser Zahl seit Beginn der Epidemie. Neben den bestätigten Fällen stehen nach Angaben der chinesischen Behörden weitere etwa 81.000 Menschen wegen Verdachts auf den Erreger unter Beobachtung.

"Es gibt in China strenge Maßnahmen, um das Virus einzudämmen", so ZDF-Korrespondent Ulf Röller. Wegen des chinesichen Neujahrsfestes seien noch viele potenzielle Träger des Infektes im Land unterwegs.

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Die allermeisten Krankheitsfälle konzentrieren sich weiterhin in der zentralchinesischen Provinz Hubei. In der dortigen Millionenmetropole Wuhan hatte die Epidemie ihren Ausgang genommen. Die Provinz ist weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt, fast alle Verkehrsverbindungen wurden gekappt.

Leichtathletik-WM in China um ein Jahr verschoben

Die Sicherheitsmaßnahmen in China werden sukzessive ausgeweitet. Inzwischen sind auch große Sportereignisse getroffen. So wurde die für März geplante Leichtathletik-Weltmeisterschaft in China um ein Jahr verschoben, wie der Leichtathletik-Weltverband mitteilte. Der bislang für den 22. Februar geplante Start der neuen chinesischen Fußballsaison wurde für unbestimmte Zeit verschoben, wie der chinesische Fußballverband bekanntgab.

Außerhalb Chinas gibt es bisher etwa 50 Infektionsfälle in mindestens 18 Ländern, davon vier in Deutschland. Die vier Patienten in Deutschland arbeiten alle beim im oberbayerischen Landkreis Starnberg angesiedelten Automobilzulieferer Webasto. Sie befinden sich laut bayerischem Gesundheitsministerium in "gutem Zustand".

Deutschland arbeitet wie andere Länder auch daran, seine ihre Bürger aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in Zentralchina. Wann genau ein Flieger der Bundeswehr startet, war am Donnerstag weiterhin unklar.
Unter den etwa 90 Deutschen und Angehörigen, die sich in der Region um die Millionenstadt Wuhan aufhalten, sind bisher keine Infektionen oder Verdachtsfälle festgestellt worden. Das Flugzeug der Bundeswehr soll in Frankfurt landen. Dort sollen die Passagiere zunächst in
Quarantäne kommen.
Laut Bundesgesundheitsministerium wurde in Abstimmung mit den hessischen Behörden entschieden, Rückkehrer während der Inkubationszeit von 14 Tagen zentral unterzubringen.

WHO berät über Ausrufung von Gesundheitsnotstand

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte im Vorfeld des neuen Krisentreffens seiner Organisation am Donnerstag "tiefes Bedauern" darüber, dass die WHO bei einer Sitzung vergangene Woche die weltweite Gefährdung durch das Virus nicht als "hoch" eingestuft hatte. Das WHO-Notfallkomitee hatte darauf verzichtet, den Gesundheitsnotfall zu deklarieren. Bislang hat die WHO den Notfall nur fünf Mal in ihrer Geschichte erklärt, unter anderem wegen Ebola und der Schweinepest.

Geisterstadt Wuhan: Die Straßen menschenleer, die Krankenhäuser wegen des Coronavirus überfüllt. Das auslandsjournal zeigt neue Aufnahmen aus Wuhan.

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Es sei auf "menschliche Fehler" in den WHO-Berichten zurückzuführen, dass das Komitee die Bedrohung nur als "gemäßigt" eingestuft hatte, erklärte Tedros. Der Leiter der WHO-Notfallprogramme, Michael Ryan, betonte, dass nun "die ganze Welt in Alarmbereitschaft sein" müsse.

Weitere Infektionen außerhalb Chinas

Aus diversen Ländern außerhalb Chinas wurden seit Mittwoch weitere Infektionen gemeldet. So stieg in Frankreich die Zahl der bestätigten Ansteckungsfälle von vier auf fünf, in Japan wuchs sie von acht auf elf. Die drei neuen Patienten gehören laut Gesundheitsministerium zu rund 200 Japanern, welche am Mittwoch aus Wuhan ausgeflogen worden waren.

Auch die USA hatten Staatsbürger aus Wuhan ausgeflogen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC wurden bei den 195 US-Bürgern, die zunächst zu einer kalifornischen Militärbasis gebracht wurden, aber keine Symptome des Virus festgestellt. Noch in dieser Woche sollen zudem mit zwei französischen Maschinen rund 250 Franzosen und etwa hundert andere Europäer aus Wuhan ausgeflogen werden.

Airlines setzen Flüge nach China aus

Das Ausland setzt zunehmend auf Abschottungsmaßnahmen gegenüber China. So setzten die Lufthansa, British Airways und weitere Fluglinien ihre Flüge dorthin aus. Zahlreiche Länder, darunter Deutschland, rieten von Reisen nach China ab.Zudem stellten mehrere große ausländischen Unternehmen einen Teil ihrer Aktivitäten in China vorübergehend ein.

So kündigte der japanische Autobauer Toyota an, seine Fabriken in der Volksrepublik bis mindestens Ende kommender Woche geschlossen zu lassen. Der schwedische Möbelhändler Ikea machte die Hälfte seiner Läden in Festlandchina dicht. Die US-Restaurantkette McDonald's schloss alle ihre Filialen in Hubei.

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