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Maßnahmen und Lockerungen - Die Ängste hinter dem Hashtag #Covidioten

Datum:

Im ganzen Land finden Demos gegen die Corona-Maßnahmen statt. Im Netz schreiben Menschen über ihre Sorge, dass sich das Virus wieder stärker ausbreitet.

Passanten in der Innenstadt von Würzburg am 08.05.2020
Menschen bummeln durch die Innenstadt von Würzburg, ohne auf den Mindestabstand zu achten.
Quelle: dpa

Auf Twitter wird seit diesem Wochenende ein neuer Begriff immer wieder verbreitet: #Covidioten, also die Verbindung der Corona-Krankheit Covid-19 und der Beleidigung "Idioten". Das englische Pendant "Covidiot" wird schon seit Mitte März im Wörterbuch der Umgangssprache geführt.

Definitionen sind etwa:

  • "Jemand, der Warnungen zur allgemeinen Gesundheit und Sicherheit ignoriert"
  • "Eine Person, die Einkäufe hamstert, ohne an ihre Mitmenschen zu denken"
  • "Eine Person, die sich zum Deppen macht während oder nach einer Pandemie"

Doch neben diesen lustig-gemeinten Definitionen stecken in dem Wort auch Ängste - ein Blick in die Twitter-Timeline zeigt das:

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Viele der Nutzer haben Angst, dass ihre Entbehrungen und Bemühungen in den vergangenen Wochen umsonst waren, wenn die Lockerungen jetzt dazu führen, dass sich das Virus wieder schneller ausbreiten kann. Unbegründet ist diese Angst nicht.

Die Virus-Ansteckungsrate ist in Deutschland wieder über den kritischen Wert von 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionsrate (R) werde aktuell auf 1,1 geschätzt, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Wochenende mit. Jeder Infizierte steckt damit statistisch mehr als eine weitere Person an, die Fallzahlen würden also wieder steigen - wobei das RKI betont, dass der Wert mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist.

Der Wert bezieht sich aber auf Menschen, die sich schon vor einer gewissen Zeit angesteckt haben - der Anstieg ist also nicht auf die am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen zurückzuführen.

Ein Computermodell des Coronavirus

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Proteste weiten sich auf ganz Deutschland aus

Der Protest gegen die Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens hat indes immer mehr Zulauf: Am Samstag demonstrierten in Berlin, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart, aber auch in kleineren Städten Tausende Menschen - oft unter Missachtung des Verbots großer Versammlungen und der Abstandsregeln. Auch für Montag sind wieder Kundgebungen geplant.

In zahlreichen Städten Deutschlands demonstrieren Tausende gegen die Beschränkungen im Zuge der Corona-Krise. Unter ihnen auch Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker. Politiker äußern Besorgnis.

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Viele Nutzer verschreckt dabei, welche Gruppen sich zu diesen Protesten zusammenfinden: Die Bandbreite reicht von normalen Bürgern und Impfgegnern über Anhänger von Verschwörungstheorien bis zu Reichsbürgern und rechten Gruppen.

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Die Demonstranten sorgen sich um ihre Rechte, fürchten die Auswirkungen einer Impfung oder machen sich um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands Gedanken:

Überhaupt, wie die ganze Pandemie behandelt wird, finde ich so ein bisschen überzogen. Dass man ein ganzes Land gegen die Wand fährt, (...) da fehlt mir jegliches Verständnis dafür.
Demo-Teilnehmer in Stuttgart

Weitere Stimmen von Demo-Teilnehmern in Stuttgart sehen Sie in diesem Video:

Trotz aller Lockerungen wird wieder in Stuttgart demonstriert: Gegen Maskenpflicht, für Grundrechte, gegen Impfpflicht, für Neuwahlen. Die Organisatoren bezeichnen sich als überparteilich.

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Vielen Teilnehmern geht es explizit um die Einschränkung ihrer Grundrechte und Freiheiten. Doch diese sehen die Gegner der Demos auch beschnitten, gerade weil sich das Virus noch in der Bevölkerung halten kann und Risikogruppen dann einer größeren Gefahr ausgesetzt sind.

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Diesen Regionen droht erneut der Lockdown

Obergrenze überschritten -
Wie die Situation in Ihrer Region aussieht
 

Ob Corona-Maßnahmen gelockert oder verschärft werden, hängt auch von der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz ab. Eine Karte zeigt, ob die Obergrenze in Ihrer Region eingehalten wird.

von Simon Haas, Robert Meyer

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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