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Kritik nach Demo in Berlin - Wider die "extremen Lockerer"

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Tausende gehen gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin auf die Straße - in der Politik stoßen sie auf wenig Verständnis. Im Gegenteil.

Nach der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin kommen von Seiten der Politik klare Signale, den Kurs zur Bekämpfung der Pandemie fortzusetzen. CSU-Chef Markus Söder sprach sich wegen der steigenden Infektionszahlen gegen weitere Lockerungen aus. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". Die zweite Welle sei praktisch doch schon da:

"Sie schleicht durch Deutschland."
CSU-Chef Markus Söder

Söder: Coronavirus bleibt Daueraufgabe

Es gelte daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. "Das Virus bleibt eine Daueraufgabe, die uns permanent unter Stress setzt." Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, so Söder weiter. "Dazu gehören auch die extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten." Jeder, der das Coronavirus unterschätze, sei widerlegt worden.

Trotz steigender Infektionszahlen waren am Samstag in Berlin Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Sie forderten ein Ende aller Auflagen. An der anschließenden Kundgebung beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei rund 20.000 Menschen.

Berlins Bürgermeister: Demonstranten ignorieren Fakten

Scharfe Kritik an den Teilnehmern kam unter anderem von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller: Die Demonstranten würden die Fakten nicht zur Kenntnis nehmen und riskierten damit die Gesundheit anderer Menschen, sagte der SPD-Politiker in der rbb-Abendschau. Es gebe noch keinen Impfstoff und kein Medikament, man sei noch nicht über den Berg.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schrieb auf Twitter: "Tausende Covidioten feiern sich in Berlin als 'die zweite Welle', ohne Abstand, ohne Maske." Gefährdet würden damit auch Erfolge im Kampf gegen die Pandemie.

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Der italienische EU-Kommissar Paolo Gentiloni twitterte, eine solche Idee von Freiheit sei nicht zum Lachen. "Das ist beängstigend."

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Mehrere Polizisten bei Corona-Demo in Berlin verletzt

Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte die Demo daraufhin für beendet. Weil auch auf der anschließenden Kundgebung viele Demonstranten weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Versammlung auf. Insgesamt waren 1.100 Beamte im Einsatz.

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Zu der Demonstration unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" hatte die Initiative "Querdenken 711" aufgerufen - sie hatte in Stuttgart schon bereits demonstriert. Kritiker der Proteste befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Den Titel "Tag der Freiheit" trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935.

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