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Angst um berufliche Existenz - Branchen demonstrieren für mehr Corona-Hilfen

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Gastronomie-, Tourismus- und Veranstaltungsbranche fürchten wegen der Corona-Beschränkungen um ihre Existenz. Sie demonstrieren für mehr staatliche Hilfen.

 Teilnehmer der Großdemonstration des Aktionsbündnis #AlarmstufeRot zur Existenznot der Veranstaltungswirtschaft in der Corona-Krise halten Schilder hoch am 28.10.2020 in Berlin.
Veranstaltungsbranche ist in Existenznot: Großdemonstration des Aktionsbündnisses #AlarmstufeRot in Berlin
Quelle: dpa

Bei einer Großkundgebung in Berlin haben erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Eine Lastwagen-Kolonne mit Hunderten Fahrzeugen setzte sich gegen Mittag vom Olympiaplatz in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung.

Gleichzeitig startete ein Fußmarsch vom Roten Rathaus aus. Unter dem Motto #OnFire machten die Demonstrierenden auf die prekäre wirtschaftliche Lage in der Veranstaltungs- und Unterhaltungsindustrie aufmerksam.

Sie ist der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands und umfasst rund 1,5 Millionen Beschäftigte: die Veranstaltungsbranche. Doch seit Corona ist die Lage hier fatal. Mit bundesweiten Aktionen macht die Branche auf ihre Notlage aufmerksam.

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#AlarmstufeRot hat zu Teilnahme aufgerufen

Mehrere Schlager- und Popstars, darunter Frank Zander und Roland Kaiser, beteiligten sich an dem Umzug und der anschließenden Abschlusskundgebung vor dem Brandenburger Tor.

Organisiert wurde der Protestmarsch vom Aktionsbündnis #AlarmstufeRot. Auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft sowie weitere Branchenvertreter riefen zur Teilnahme auf.

Keine Konzerte, keine Einnahmen - und das seit dem Beginn von Corona. Veranstalter machen heute und morgen auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam.

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Branchen schwer von Corona-Krise getroffen

Bereits im September waren tausende Menschen aus der Branche bei einer ersten Kundgebung auf die Straße gegangen. Weil nach wie vor Großveranstaltungen kaum stattfinden dürfen, sind Veranstalter und Künstler sowie die Hotel- und Gastrobranche wirtschaftlich besonders schwer von den Auswirkungen der Krise getroffen.

Sie fordern gemeinsam Hilfsprogramme, "die sich gezielter an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren als die bisher von der Regierung aufgelegten Förderprogramme", heißt es in einem Aufruf. Mehrere Politiker äußerten Unterstützung.

Es muss jetzt schnell etwas passieren, damit die Arbeitsplätze und Unternehmen nicht dauerhaft von der Bildfläche verschwinden.
Michael Theurer, FDP-Fraktionsvize im Bundestag

Notwendig sei demnach "eine finanzielle Unterstützung, die durch schlanke Verfahren tatsächlich bei den Betroffenen ankommt".

Förderung durch Bundesregierung für Betroffene

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, hat die Bundesregierung bereits Überbrückungshilfen zur Verfügung gestellt. Die Förderung wurde bis Dezember 2020 verlängert.

Für die Kulturbranche wurde zudem das milliardenschwere Rettungs- und Zukunftsprogramm "Neustart Kultur" auf den Weg gebracht. Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden.

Geschlossenes Restaurant in Berlin am 11.10.2020

Lockdown - Die neuen Corona-Regeln von Bund und Ländern 

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Bund und Länder einen Teil-Lockdown beschlossen. Er gilt ab Montag, 2. November, bis Monatsende - vorerst. Hier die Pläne im Überblick.

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