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Wie Europa gegen Corona-Maßnahmen protestiert

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Länder im Überblick - Wie Europa gegen Corona-Maßnahmen protestiert

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In Deutschland sorgen Corona-Demos wie in Berlin für Aufregung. Aber auch in anderen Ländern gibt es Proteste - mal für, mal gegen Corona-Maßnahmen. Ein Überblick.

Anti-Corona-Demo in Spanien.
Anti-Corona-Demo in Spanien.
Quelle: M. Dylan/EUROPA PRESS/dpa

Nicht nur in Deutschland sorgt das Coronavirus für Proteste. In vielen europäischen Ländern gingen zuletzt Menschen gegen den Umgang ihrer Regierungen mit der Krise auf die Straße - allerdings mit sehr unterschiedlichen Forderungen.

Gegen Corona-Maßnahmen

In den Niederlanden gab es zuletzt ähnliche Proteste wie in Deutschland, allerdings in sehr viel geringerem Ausmaß. Eine Gruppe, die sich "Virus-Wahrheit" nennt, rief zu den Protesten auf. Geführt wird die Gruppe unter anderem von dem früheren Biochemiker und heutigen Tanzlehrer Willem Engel. Zu den Protestierenden gesellten sich jüngst Hooligans, die bei den Demonstrationen Auseinandersetzungen mit der Polizei anzetteln wollten.

In London versammelten sich im Juli Dutzende Menschen, um gegen eine Maskenpflicht in Geschäften zu protestieren. Demonstranten sprachen sich dabei gegen vermeintliche "Gedankenkontrolle" durch Corona-Maßnahmen aus.

Nach den Corona-Demos in Berlin mit rund 20.000 Teilnehmern kritisiert nicht nur Berlins Bürgermeister Müller die Demonstranten.

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Auch in Rumänien protestierten zuletzt regelmäßig mehrere Hundert sogenannte Corona-Skeptiker. Bei den Demonstrationen in Bukarest hielten sie religiöse Symbole, die rumänische Flagge sowie Schilder mit der Aufschrift: "Ich glaube an Gott, nicht an Covid" in die Höhe.

In Spanien widersetzten sich kleinere Gruppen von Demonstranten den strengen Corona-Regeln im Land. Am 12. Juli löste die Polizei eine unerlaubte Versammlung einiger Dutzend Menschen auf, die unter anderem gegen Gesichtsmasken, gegen Impfungen und gegen 5G-Strahlung protestierten.

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Für Corona-Maßnahmen

In mehreren Ländern gingen Menschen nicht für weniger, sondern für mehr Corona-Regeln auf die Straße. In Serbien etwa kam es Anfang Juli zu Zusammenstößen mit der Polizei. Wütende Demonstranten hatten der Regierung die Schuld an einer neuen Welle von Infektionen durch eine verfrühte Lockerung der Corona-Maßnahmen gegeben.

Auch in Schweden forderten einige Demonstranten härtere Maßnahmen. Das Land hat einen weniger strikten Weg im Kampf gegen das Coronavirus gewählt als andere europäischen Staaten.

Zwei Regierungschefs und ein Rechtsradikaler glauben es nicht

Nicht überall sind es Demonstranten, die wegen Corona-Maßnahmen protestieren. In Brasilien etwa führt Präsident Jair Bolsonaro einen erbitterten Kampf gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen - obwohl er selbst sich bereits mit dem Virus infiziert hat und drei Wochen in Quarantäne verbringen musste. In der vergangenen Woche nahm er bei der Begrüßung von Anhängern unter lautem Jubel seine Schutzmaske ab.

Auch US-Präsident Donald Trump wehrte sich lange gegen das Tragen von Schutzmasken. Erst Mitte Juli lenkte er in seinen Äußerungen ein. Er trägt aber nach wie vor nur in Ausnahmefällen eine Schutzmaske.

Selbst in einer Trump-Hochburg gibt es scharfe Kritiker.

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In Italien musste der Chef der rechtsradikalen Lega-Partei, Matteo Salvini, viel Kritik einstecken, nachdem er im Senat ohne Gesichtsmaske eine Rede gehalten hatte. Salvini wetterte dabei, es sei "das Ende der Menschheit", sich mit den Ellenbogen zu begrüßen. Mittlerweile ruderte der Politiker zurück und erklärte, Masken sollten getragen werden - "wenn nötig".

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